Review

Slagsmålsklubben

The Garage

Golden Best Records • 2012

Der schwedische Fight-Club meldet sich mit einem neuen Album zurück aus der Release-Abstinenz: Mit »The Garage« präsentiert das sechsköpfige Dance-Kollektiv Slagsmålsklubben sein viertes Album und das erste in fünf Jahren. Nach dem erfolgreichen Major-Album »Boss For Leader«, welches den wohl bekanntesten Song der Band, »Sponsored By Destiny«, enthielt, wurde es ruhig um das halbe Dutzend. Im vergangenen Jahr zogen sie aus Berlin zurück in die Heimat nach Stockholm, wo sich die Band eine Villa samt Studio kaufte und dort ihr wohl technoidestes Album produzierte. Das merkt man gleich nach dem Intro, wo es mit »Snälla TV PLZ« direkt zur Sache geht: weniger humoristisch und viel konzentrierter weist der Track die Richtung, so scheint es: Songs wie »Yrsel 606« oder »Stora E« bestätigen diesen Verdacht. Doch die Schweden wären nicht Slagsmålsklubben, wenn sie da nicht noch ein paar Witze auf Lager hätten. Und so bauen sie zwischen den ganzen tanzbaren Elektro-Tracks mit »Sväng Om Du Kan» auch mal eine Jazz-Nummer ein, die klingt wie kreuz und quer durch den Amiga gejagt. Dennoch stellt dieser Beitrag eher eine Ausnahme dar. Direkt mit dem nächsten Track, »Tuktuktack«, geht es mithilfe des baskischen Perkussions-Instruments Txalaparta tribalistisch weiter, und die Single »Jake Blood« gibt den fulminanten Abschluss eines Albums, bei dem sich Slagsmålsklubben nach dem ganzen 8-Bit-Kram erfolgreich was neues ausprobiert haben.