Review

Sonoko

Chante

STROOM 〰 • 2004

»Chante« von Sonoko singt uns in zwei Tracks in eine Fabelhafte-Welt-der-Amelie hinein und verzaubert die düstere Winterzeit in eine verträumte Wunderzeit. Die japanische Künstlerin, die von Kind auf an von der französischen Picturesque fasziniert war, reist mit uns in eine romantische Vergangenheit und lässt uns für einige Minuten das Rundherum vergessen. Vor allem »Un homme et une femme« ist im Grunde ein einziger Tagtraum, in den man hineingesogen wird, während Sonokos Worte den Takt für die eigene Wunderland-Reise vorgibt. Die Leichtigkeit in Sonokos Stimme erinnert an Eva Cassady oder Tori Amos, während man bis zum letzten Sound von »Chante« die Assoziation zu Yann Tiersens zauberhaften Märchensound von »Amelie« nicht ganz aus den Ohren bekommt. Im Bonustrack »Le serpent qui Danse« flüstert Sonoko dann noch verheißungsvolles Französisch über die sanft dahinklingelnden Kirchenglocken. »Chante« ist dank seiner liebevollen Träumerei fast ein Weihnachtsalbum, kann aber auch einen ganz neuen Ton für 2024 anklingen lassen, während die Tage wieder länger werden, und die Sonne wieder heller. Alles in allem: eine melancholische Reise durchs Winterwunderland.

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Sonoko
Chante
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