Music Kolumne | verfasst 27.06.2018
Vinyl-Sprechstunde
Kanye West – ye
Slavery was a choice, Make America Great Again, man kennt die Storys. »ye« einfach nur als Tonträger zu besprechen, ist unmöglich. Drei Wochen nach Release versuchen wir, den ganzen Wahnsinn irgendwie einzuordnen.
Text Florian Aigner, Pippo Kuhzart, Kristoffer Cornils
Vinyl_sprechstunde_kanye-west-ye_1024x685px

Aigner: Kollege Kunze, erklär’ doch mal, warum du Kanye als Denker wertgeschätzt hast, Pre-»ye«.
Kunze: Mach’ ich gerne! Für mich war Kanye West einer der letzten wirklich mündigen Megastars. Mit mündig meine ich hier ganz einfach, dass sich der Fucker meiner Ansicht nach noch tatsächlich getraut hat, sich seines eigenen Verstandes zu bedienen. Das hat Kanye für mich immer interessant gemacht.
Aigner. Du warst ja auch länger bereit als die meisten, das noch nachzuvollziehen. Obwohl er sich vielleicht schon final verrannt hatte.
Cornils: Kannst du das exemplarisch erläutern? Wo hat sich Kant-ye (lol sorry) denn offenbart?

»Kanye ist eigentlich Altgrieche, ständig im Fluss und im Werden begriffen« Kunze: All die Interviews. Sei es bei Lowe, oder jüngst im Gespräch mit Alex Vervoordt: Der Typ war immer irgendetwas auf der Schliche. Er ist für mich der einzige, der sich auf diesem Sichtbarkeitslevel getraut hat, auch Gedanken öffentlich zu äußern, die noch nicht ausgegoren waren. Man hat dem beim Prozess zuhören können. Das war immer wahnsinnig und widersprüchlich und mit Momenten von Brillanz.
Cornils: Ja, er hat den Twitter-Mindset schon zu Web 1.0-Zeiten gehabt. Aber ist das aus heutiger Sicht unbedingt bewunderswert?

Aigner: Eigentlich hätte man da MAGA und Slavery und das ganze Dilemma als worst case schon befürchten können.
Kunze: Wahrscheinlich! Aber nur wegen Kanye haben jetzt zum Beispiel Okayplayer geschrieben,: Seht her, wir müssen unser Bild eines Celebrities überdenken – sie sind fehlbar! Ich mein: d’oh. Aber da das sehr Wenigen so endgültig klar war, finde ich das wenigstens ein fruchtbares Ergebnis aus dem Schlamassel.

Cornils: Interessant ist ja auch, dass sofort Verschwörungstheorie-Twitter darauf kam, West würde lediglich ein Performance-Art-Stück abziehen mit dieser Trump-Geschichte. Da wurde verzweifelt nach Strohhalmen gegriffen, nach Bedeutung gesucht, wo vielleicht keine war. Wenn du die Aufklärung mit einbringst: Kanye ist eigentlich Altgrieche, ständig im Fluss und im Werden begriffen. Das hat ihn schon immer spannend und v.a. auch unvorhersehbar gemacht. Natürlich ist das erstmal geil, weil es so anders ist in Hinsicht auf den aalglatten Neoliberalismus-Pop, den wir sonst serviert bekommen. Aber wie gesagt: Jetzt ist er wohl zu weit gegangen und alle kündigen ihm das Fan-Abo auf. Das wiederum behagt mir auch nicht recht. Denn: Was erwarten wir von Kanye West eigentlich, gerade wir Milchbrötchen aus Almanland?

Kunze: Zu allem: JA UND JA UND JA! Nur eine Frage dazu: was genau behagt dir nicht? Die Kündigung des Fan-Abos wegen vermeintlicher moralischer Überlegenheit?
Cornils Weil ich das Gefühl habe, dass Kanye zwanghaft zu einem Proxy für den schwarzen Struggle gemacht wird, der er vielleicht nie war und eventuell auch nie sein wollte.
Kunze: Er hat live im TV gesagt: »George Bush doesn’t care about black people«.

Cornils: Ja, und das war auch ein prägender Moment. Aber Bushs offensichtlichen Rassismus als solchen auszusprechen, wenn dir gerade jemand ein bisschen Sendezeit gibt – macht dich das automatisch zu einem Träger für den politischen Diskurs?
Kunze:. In dieser Welt schon. Außerdem würde ich schon behaupten, dass Kanye auch selbst gerne so gesehen werden will. Er stellt sich auch in seinen Texten immer wieder in eine Reihe mit schwarzen Pionieren. Der will das schon auch selbst.

Cornils: In jeder Rezension, die ich zu »ye« gelesen habe, wird eine Enttäuschung vorgeschoben, die sich vor allem an politischen Inhalten entzündet.
Kunze: Dass er es nicht geschafft hat, den schwarzen Menschen zur Glorie zu geleiten? Bzw. ihn jetzt sogar verraten hat?

Cornils: Ja, der Verrat wird da glaube ich stark gemacht. Bei Ta-Nehisi Coats unter anderem, interessanterweise aber auch bei den Kartoffelkriegern des deutschen Feuilletons. Ey, Leute, das ist nicht euer Kampf, da habt ihr erstmal gar nichts zu fordern.
Kunze:: Nein?
Cornils: Ich persönlich? Ich habe erstmal weder als Hörer noch als Journalist etwas von Kanye West etwas in politischer Hinsicht zu erwarten. Ich kann es analysieren, interpretieren und dann meine Schlüsse daraus ziehen und auch Kritik äußern – mir aber keine Enttäuschung leisten. Das finde ich vermessen.
Kunze: Die Enttäuschung ist halt in erster Linie Armutszeugnis fürs Publikum. Da steckt ja auch dieses wurmige Bedürfnis drin, angeführt werden zu wollen.

Aigner: Ich bin so müüüüüüüde, diesen Kanye-Diskurs zu führen. Ich dachte halt echt die 1,5 Jahre Kanye-Auszeit wären genug gewesen, aber dann stellste halt schon nach Tweet 4 und Skizze 1 fest: eeeeeeeingentlich brauche ich vier Jahre. Für mich ist am dramatischsten die Enttäuschung, dass er es nicht mehr schafft, stringent musikalische Visionen umzusetzen. Weil das in erster Linie seine größte Qualität war.
Cornils: Fair. Dann lasst uns doch vielleicht einfach mal kurz versuchen, uns diese Platte und die drei anderen am Rattenschwanz anzuhören? Ich finde »ye« eigentlich ganz gut so. Also: »ganz gut so«.

Aigner: »Ganz gut so« ist halt genau das Problem. Kanye war entweder grauenhaft oder brillant. Jetzt stehen diese ganzen megalomanischen Kanye-ismen aber in einem total unbemerkenswerten musikalischen Kontext, das macht mich müde. Kanye in ganz gut so gibt’s ja schon. Er heißt J. Cole und ist der Teufel.

Cornils: Auf jeden Fall. Dieses Extrem in die ein oder andere Richtung lässt sich allerdings weder auf »ye« noch auf den Platten für Pusha T, Nas oder mit Kid Cudi wirklich hören. Selbst »808s« und »Yeezus«, die ich beide nicht mochte, ließen sich jedenfalls schön hassen. Da gab es Reibungspunkte.

Kunze: Für mich klingt »ye« einfach wie »Pablo«-Outtakes.
Aigner: Jep.

Cornils: Und das ist vielleicht das Traurige an diesem ganzen Diskurs drumherum: Dass der eventuell doch spannender ist als das, worauf er sich bezieht. Wenn er sich überhaupt auf die Musik bezieht.
Kunze: Waren für euch auf allen vier Alben keine Aha-Momente dabei?

Cornils: Bei Pusha T gibt’s ein paar sehr schöne Momente, »Nasir« finde ich musikalisch dick aufgestrichen und dünn ausgekleidet. Es pendelt sich betulich im Mittelmaß ein. »Hat sich nicht viel geändert, außer die Nähe zu Verschwörungstheorie-Fucknuts und da kann man halt einfach nicht mitgehen.«
Kunze: »Nasir« finde ich auch unfassbar aufgesetzt, ich nehme dem Album keinen Takt ab!
Aigner: Ja, Pusha ist so ziemlich das Optimum was man von der Konstellation kriegen konnte, Nas der Worst Case. Kanye checkt halt zum ersten Mal ever den musikalischen Zeitgeist nicht oder noch schlimmer: er kann ihn nicht mehr aktiv selbst gestalten.

Cornils: Genau das meine ich. Musikalisch gesehen ist da nichts, was mich sagen lässt: Okay, das ist neu, das wird den Maßstab setzen.
Kunze: Und wenn man diesen unmenschlichen Anspruch mal weglassen würde?
Also bisher haben wir das Album ja nur darüber bewertet, dass es nicht dermaßen Grenzen verschoben hat, wie fast alle seiner Vorgänger.

Cornils: Wenn wir das täten: Dann wäre »ye« ein ganz okayes Rap-Album mit zwei Hits, das mir etwas erzählen will und ich verstehe recht wenig, wo es eigentlich hingehen soll.
Aigner: Ja, wobei sein Genie ja auch immer darin lag, 50% Zeitgeist zu verwalten und auf dieser Überpopstarebene zu perfektionieren und 50% selber zu prägen. Siehe Keef, Desiigner undundund.
Kunze:: Absolut! Zu euch beiden! Es folgt eine etwas verschwurbelte These. Ich glaube, »ye« ist sogar noch schlechter, als wir es machen. Ich glaube die versessene Erwartung des Hörer, Kanye müsse immer etwas neues erfinden, macht das Album, besser als es ist. Weil man die Möglichkeit mitdenkt/fühlt. Weil sie im Raum steht.

Cornils: Vielleicht, vielleicht trägt eben auch der Rahmen dazu bei, es halt irgendwie doch… transgressiv zu finden? Das quote unquote enttäuscht ja auch viele Musikjournalisten: Dass da so wenig Stellung bezogen, Haltung gezeigt wird. Das Ungenügende an »ye« ist vielleicht der eigentliche Skandal, zumindest scheint es so aufgefasst zu werden.
Kunze: Vielleicht gibt es auch gar keinen Skandal da dran. Vielleicht ist es einfach nur ein unfassbar mediokres Album von einem Typen, der viel zu viel Gewicht bekommen hat, ’cause people.

Aigner: Puh, aaaaaalso: Kanye-ismen waren davor schon im Bestfall hilarious but not that deep oder noch häufiger hilarious but batshit crazy. Hat sich nicht viel geändert, außer die Nähe zu Verschwörungstheorie-Fucknuts und da kann man halt einfach nicht mitgehen.

Cornils: Stellen wir uns doch einfach mal vor, Kanye hätte hier einen Meilenstein rausgehauen: Wie hätten die Leute reagiert?
Kunze: Hätte Kanye einen Meilenstein rausgehauen, hätten alle gesagt: Guckt, er ist ein Genie. Genies sind manchmal auf abwegen. Er wird sich wieder einkriegen.

Aigner: Ich glaube Kanye als nie stoppende Work In Progress war halt geil, jetzt ist der Prozess aber rum und am Ende gab’s halt kein MBDTF sondern ein paar Skizzen für Soundcloud.
Kunze: Glaubste, der Prozess ist rum?
Aigner: Ja, das tut mir am meisten weh: ja. Dude is washed.
Kunze: Nicht auszuschließen, dass er sich in zwei Jahren ein U-Boot mietet und irgendwo in der See vor Russland zugedröhnt einen Klassiker produziert. Kim und Kinder wurden inzwischen inzwischen in so einem Hibernations-Eistank eingefroren.

Cornils: Ich glaube, das wird nie passieren. Denn was Kanye schon verstanden hat, auch wenn er jedes Album als sein und das beste überhaupt vorfeiert: Der glaubt nicht mehr an und denkt nicht mehr in Klassikern. Sondern nur noch in Streams, entweder von Musik oder Revenue.

Aigner: Die ganze Diskussion und wie wenig wir dabei über Musik reden, zeigt doch nur, dass wir über ein Album reden, das ich ohne Kontext, ohne Kanye, ohne alles niemals besprechen wollen würden, weil es fast nichts gibt, was bemerkenswert ist. Und das ist einfach absolut nicht Kanye.

Cornils: True.

Aigner: Mir kommt es so vor als müssten wir ein Little Brother Album besprechen. Haja, ganz ok aber läppsch musikalisch ganz nettes Sample 6.2/10 ok geil ich check mal nebenher meine YouTube-Abos. Das kann doch nicht sein. Ja, ich meine, es liegt doch so eine Schwere, selbst über der Vinyl-Sprechstunde. Und normalerweise hört man ein Kanye-Album und hat 600 Gedanken pro Track.
Kunze:: Stimmt, weil man sich sonst immer unbeschwert dachte: lol, der Typ ist ridiculous! Und jetzt ist dieses ridiculous halt belastet. Mit echter Politik und tatsächlichen Auswirkungen und so. Immerhin hat er irgendwas von Titten gesagt und dass sie der Beweis seien, dass er sich auf mehr als eine Sache gleichzeitig konzentrieren könne.

Cornils: Deswegen würde ich aus journalistischer Perspektive einen Schritt zurück auf Anfang gehen und fragen: Wie darüber reden? Mit welchem Vokabular, mit welchem Ansatz? Weil es so dermaßen verfahren ist, nur aber nicht auf die geile Art. Denn die Widersprüche, die Kanye groß gemacht haben, die sind mittlerweile zu aufgeblasen, um dahinter noch was erkennen zu können.
Aigner: Sollten wir Track 1 als Psychogramm mal eine echt Chance geben oder haben wir jetzt alles was Kanye tut eh schon abgehakt?
Kunze: Gerne Chancen geben!

Aigner: Du fandest »I Thought About Killing You« ja super, ich zumindest interessant. Danach kam außer »yikes« nicht mehr viel, aber da war zumindest am Anfang noch Hoffnung.

Kunze:: Ich finde »I Thought About« super, ja. Beziehungsweise hast du Recht: Ich fand ihn super. Weil er Track 1 war, bevor ich alles andere gehört habe. Und das meinte ich vorher: Da lag beim ersten Hören diese Spannung drin, dass da jetzt jederzeit was total Absonderliches passieren wird. Und Track 1 hat diese Spannung für mich halt voll aufgebaut und ich dachte so, »Geil, jetzt geht’s los, jetzt wird’s auf allen Ebenen total daneben«.

Cornils: »Interessant« ist das Stichwort. Auch hier wird mit Widersprüchen gearbeitet, der sehr StudiVZ-Gruppentitel-like Schriftzug auf dem Album noch etwas komplexer aufgedröselt. Es hat alles einen sehr unguten Beigeschmack von wird-man-noch-mal-sagen-dürfen, immerhin aber: Einfach mal eine Lanze für den Hass, das Negative brechen, finde ich rein an sich gar nicht so mies.

Aigner: »See, if I was tryin’ to relate it to more people / I’d probably say I’m struggling with loving myself / Because that seems like a common theme / But that’s not the case here / I love myself way more than I love you / And I think about killing myself / So, best believe, I thought about killing you today.«_ Das geht schon einen Schritt weiter als Studi-VZ, ne?

Cornils: Ja, auf jeden Fall! Das genau meine ich: Hier wird Platz geschaffen für Komplexität mit ihren Schattenseiten (oder was wir gemeinhin dafür halten). Ich denke das vor allem auch politisch, obwohl es hier persönlich gemeint ist: Es gibt auch in der liberalen – links will ich das nicht unbedingt nennen – Bewegung einen Imperativ, der sagt: Seid positiv, optimistisch, empört euch, aber zeigt Liebe, yadda yadda. Dagegen einfach mal gegen die allgemeine Nettigkeitsdogmen sagen: Ich will dich töten, auslöschen etc. Das ist für mich produktiver als Nazis für den deutschlandweiten Schmunzelkick die Badehose zu klauen.

kanye west ye Webshop ► EU Vinyl LP + Vinyl LP + EU CD+US CDAigner: Und die letzten Kanye-Worte auf der Platte sind: »Next, she’ll be off to college and then at the altar / ’Cause she know that niggas is savage, niggas is monsters / Niggas is pimps, niggas is players, ’til niggas have daughters / Niggas is pimps, niggas is players, ’til niggas have daughters.«
Unterkomplexer gehts dann halt auch nicht. Und ich war selbst bei »Yikes« noch hoffnungsvoll, dass da noch übel der Next-Level-Shit passieren könnte. »Shit could get menacing…«
Cornils: Aber auch da: »I don’t take advice from people less successful than me« , puh, auf welcher Ebene holt das noch irgendwen ab?
Aigner: Wäre ohne Trump-Scheiße am Schuh ein ganz normaler Kanyeismus

Aigner: Ganz kurz noch: »I’ll beat his ass, pray I beat the charges / No, Daddy don’t play, not when it come to they daughters / Don’t do no yoga, don’t do pilates / Just play piano and stick to karate…« Gauland.

Kunze:: Wenn wir nochmal die Klammer um diese vier Kanye-Alben machen: Wie geht ihr da jetzt raus?

Cornils:: Ich gehe da relativ unberührt raus. Ich brauche sie alle nicht. Und ja, vielleicht denke ich wirklich, dass wir Kanye – und sei’s nur für eine Weile – nicht mehr zuhören sollten. Denn vielleicht ist er wirklich dann am besten, wenn er sich die Aufmerksamkeit über Musik und nicht durch Tweetketten erarbeiten muss.

Aigner: Also das Gute ist: unberührt und Kanye geht für mich wenigstens immer noch nicht zusammen. Mich belastet die Mediokrität hier zumindest noch. Sie macht mich müde, aber ich nehme es immer noch persönlich.

Cornils:: Das heißt, du bist Fan geblieben? Irgendwer memte ja gleich nach Release: I hate being a Kanye fan, it’s awesome.
Aigner: Ich bin dann wieder Fan vom U-Boot Album 2022.
Kunze: Ich glaube, dass alles, was da jetzt auf und um das Album herum passiert ist, ein so schmerzhafter wie notwendiger Zwischenschritt waren. Nicht nur für Kanye.

Dein Kommentar
Ähnliche Artikel
Music Kolumne | verfasst 06.07.2012
Zwölf Zehner
Juni 2012
Willkommen im Juli. Doch vorher lassen unsere Kolumnisten vom Dienst den Monat Juni musikalisch Revue passieren und destillieren in ihrer Kolumne Zwölf Zehner die wichtigsten zehn Tracks des Monats.
Music Kolumne | verfasst 03.05.2012
Zwölf Zehner
April 2012
Willkommen im Mai. Doch vorher lassen unsere Kolumnisten vom Dienst den Monat April musikalisch Revue passieren und destillieren in ihrer Kolumne Zwölf Zehner die wichtigsten zehn Tracks des Monats.
Music Kolumne | verfasst 05.03.2014
Zwölf Zehner
Februar 2014
Willkommen im März. Doch vorher lassen unsere Kolumnisten vom Dienst den Monat Februar musikalisch Revue passieren und destillieren in ihrer Kolumne Zwölf Zehner die wichtigsten zehn Tracks des Monats.
Music Review | verfasst 30.11.2010
Kanye West
My Beautiful Dark Twisted Fantasy
Kanye West besinnt sich auf seine alte Stärken, besinnt sich auf große Popmomente und geht damit wieder ein, zwei Schritte nach vorne.
Music Review | verfasst 01.11.2007
Kanye West
Graduation
Graduation ist zwar nicht das bislang beste, aber am das leichtesten durchzuhörende Kanye-Album geworden ist.
Music Review | verfasst 31.08.2011
Jay-Z & Kanye West
Watch The Throne
Jigga und Kanye bauen sich hier kein Denkmal. Sie scheinen stattdessen leichtfüßig das bereits erreichte auszukosten – ein Spektakel
Music Review | verfasst 21.06.2012
The World Famous Tony Williams
Another You
Ein schönes Liebeslied, dass zwar eine kitschigen Beigeschmack hat, aber genug Authentizität besitzt, um Gefühlsregungen auszulösen.
Music Review | verfasst 24.09.2012
G.O.O.D. Music
Cruel Summer
Dank Hit-Boy und Pusha-T kann »Cruel Summer« vieles. Eines kann es nicht: Das Rap-Spiel wiedermal neu erfinden.
Music Review | verfasst 20.06.2013
Kanye West
Yeezus
Der sechste Anlauf von Kanye West, die Welt zu erobern. Hätte auch dieses Mal mit »Yeezus« fast geklappt.
Music Review | verfasst 26.05.2020
Kanye West
Jesus Is King
»Jesus Is King« von Kanye West ist jetzt auf Vinyl erschienen. Und wir haben die pädagogisch wertvollste 7.0er Review aller Zeiten für dich.
Music Porträt | verfasst 07.09.2007
Kanye West
Der schmale Grat
Zwischen Pop und HipHop liegt ein schmaler Grat: Kanye West, MC und Produzent und zielstrebiger Unternehmer mit Massenwirkung aus Chicago mit sechs Grammys im Schrank, weiß ihn zu beschreiten.
Music Kolumne | verfasst 09.10.2012
Zwölf Zehner
September 2012
Willkommen im Oktober. Doch vorher lassen unsere Kolumnisten vom Dienst den Monat September musikalisch Revue passieren und destillieren in ihrer Kolumne Zwölf Zehner die wichtigsten zehn Tracks des Monats.
Music Kolumne | verfasst 12.07.2013
Zwölf Zehner
Juni 2013
Willkommen im Juli. Doch vorher lassen unsere Kolumnisten vom Dienst den Monat Juni musikalisch Revue passieren und destillieren in ihrer Kolumne Zwölf Zehner die wichtigsten zehn Tracks des Monats.
Music Kolumne | verfasst 09.12.2013
2013
Die 15 Musikvideos des Jahres
Bevor das neue Jahr beginnen kann wird es Zeit das Vergangene Revue passieren zu lassen. In unserem Rückblick über die 15 besten Musik-Videos in 2013 stellen wir euch die, unserer Meinung nach schönsten Visualisierungen vor.
Music Kolumne | verfasst 31.12.2013
Zwölf Zehner
Jahresrückblick 2013 (Teil 2)
Streitbar, scheuklappenfrei, hart und herzlich, House und R&B, Hip-Hop, Trap, Kanye und Post-Everything. Das Kolumnen-Duo plus Kunze schließt das Jahr 2013 mit einer Auswahl seiner 50 liebsten Tracks ab.
Music Kolumne | verfasst 09.07.2014
Zwölf Zehner
Juni 2014
Willkommen im Juli. Doch vorher lassen unsere Kolumnisten vom Dienst den Monat Juni musikalisch Revue passieren und destillieren in ihrer Kolumne Zwölf Zehner die wichtigsten zehn Tracks des Monats.
Music Kolumne | verfasst 07.12.2016
Jahresrückblick 2016
Hat das Album ausgedient?
Groß angekündigt, gar nicht angekündigt: viele Alben sorgten dieses Jahr für besonders Aufsehen. Was hieß eigentlich im Jahr 2016 noch Album? Wir werfen ein Blick auf den Krieg der Formate und müssen dabei auch über eins reden: Geld.
Music Kolumne | verfasst 08.12.2016
Jahresrückblick 2016
Top 50 Alben
Vielleicht ist es das Einzige, das man zu einer Liste mit Schallplatten zu diesem Jahr 2016 sagen kann, in der man nicht einfach nur über Musik reden kann: dass es bereichert, diesen 50 Alben (und 2 Mixtapes) zuzuhören.
Music Review | verfasst 11.11.2011
Pusha T
Fear Of God II: Let Us Pray
Bruder Malice fehlt deutlich auf Pusha T’s Solo-Versuch. Als Ausgleich gibt es durchwachsene Features, aber auch einen Pusha in Bestform.
Music Review | verfasst 15.10.2013
Pusha T
My Name Is My Name
Dieses Album hätte einen Offenbarung werden können. Drei Namen sorgen dafür, dass es leider keine geworden ist.
Music Essay | verfasst 14.10.2013
Pusha T
Es kommt auf den Tony an
Pusha Ts erstes Solo-Album erscheint elf Jahre nach »Lord Willin’«. Viel Zeit im schnelllebigen Musik-Geschäft und trotzdem ist Pusha T gefragter denn je. Doch was macht das Phänomen Pusha T so faszinierend?
Music Liste | verfasst 29.12.2015
Jahresausklang 2015
Die besten Songs (30-11)
Woche für Woche picken unsere Redakteure im Ausklang ihre Lieblingssongs. Jeder für sich. Jetzt sollten sie gemeinsam die Top 50 des Jahres festlegen. Es wurden Existenzen in Frage gestellt bis Platz 1 alle vereinte.
Music Interview | verfasst 22.02.2016
Pusha T
»Die Angst alles zu verlieren...«
Pusha T rappt seit über einem Jahrzehnt mit ungebrochener Bissigkeit. Dieses Jahr will er sich mit »King Push« selbst krönen. Wir haben mit ihm über das Prelude zum Album, »Darkest Before Dawn« gesprochen.
Music Kolumne | verfasst 29.06.2018
Halbjahresrückblick 2018
50 best Vinyl Records so far
Techno ohne Kick und Snare, kunstvolles Gurgeln, Musik, zu der Buckelwale ihre Babys beisetzen: alles drin unter den 50 Schallplatten, die uns die erste Jahreshälfte 2018 bislang besonders versüßt haben.
Music Review | verfasst 24.07.2012
Nas
Life Is Good
»Life Is Good« ist Nasir Jones inoffizielle musikalische Autobiographie. Der Schwerpunkt liegt auf der Lyrik.
Music Review | verfasst 21.07.2008
Nas
Untitled
Wie ernst kann man Nas’ Angry-Black-Man-Pose noch nehmen, wenn sich der Prediger vom Plattenlabel kompromittieren lässt?
Film Review | verfasst 26.08.2015
One9 & Erik Parker
Nas - Time Is Illmatic
»Time Is Illmatic« ist der Schonungslosigkeit von Nas’ »Illmatic«, dieses besten Hip Hop-Albums der Geschichte, würdig.
Music Review | verfasst 14.10.2020
Nas
King's Disease
»King’s Disease« ist keine von #BLM inspirierte Gospelchor-Klischee-Sause auf die Black Culture, sondern das beste Nas-Album seit Jahren.
Music Interview | verfasst 29.04.2011
Beastie Boys
Karottenschnitzel im Glas
Die Beastie Boys veröffentlichen »Hot Sauce Committee – Part 2«. Warum eigentlich »Part 2«? Was ist aus »Part 1« geworden? Und warum mussten wir so lange auf das 8. Studioalbum warten? Ein Gespräch mit den New Yorker Chefköchen des HipHop.
Music Kolumne | verfasst 01.07.2011
Zwölf Zehner
Juni 2011
Willkommen im Juli. Doch vorher lassen Florian Aigner und Paul Okraj den Monat Juni musikalisch Revue passieren und destillieren in ihrer Kolumne Zwölf Zehner die wichtigsten zehn Tracks des Monats.
Music Interview | verfasst 21.11.2011
Elzhi
»Im Hip Hop sind Cover selten«
Seine Re-Interpretation von Nas’ Illmatic wurde in diesem Jahr gefeiert wie kaum ein anderes Release. Gerade war er damit live in Deutschland unterwegs. Wir nutzten die Gelegenheit ihm hier ein paar Fragen zu stellen.
Music Kolumne | verfasst 04.04.2012
Zwölf Zehner
März 2012
Willkommen im April. Doch vorher lassen Florian Aigner und Paul Okraj den Monat März musikalisch Revue passieren und destillieren in ihrer Kolumne Zwölf Zehner die wichtigsten zehn Tracks des Monats.
Music Kolumne | verfasst 06.06.2012
Zwölf Zehner
Mai 2012
Willkommen im Juni. Doch vorher lassen unsere Kolumnisten vom Dienst den Monat Mai musikalisch Revue passieren und destillieren in ihrer Kolumne Zwölf Zehner die wichtigsten zehn Tracks des Monats.
Music Kolumne | verfasst 12.11.2014
Zwölf Zehner
Oktober 2014
Willkommen im November. Doch vorher lassen unsere Kolumnisten vom Dienst den Monat Oktober musikalisch Revue passieren und destillieren in ihrer Kolumne Zwölf Zehner die wichtigsten zehn Tracks des Monats.
Music Kolumne | verfasst 19.04.2019
Records Revisited
Nas – Illmatic (1994)
Wenn es um Nas’ »Illmatic« geht, spitzen sich die Ohren all jener, die Rap auch nur ein Fünkchen abgewinnen können. Klar, denn »Illmatic«, das sind Erzählungen für jeden und Nas wurde zum poetischsten Chronisten seiner Zeit.
Music Kommentar | verfasst 20.11.2019
RSD Black Friday 2019
12 Releases nach denen du Ausschau halten solltest
Wir haben uns durch die Liste der diesjährigen exklusiv zum Record Store Day Black Friday 2019 veröffentlichten Releases gewühlt und euch eine Auswahl von zwölf Schallplatten zusammengestellt, die wir als mögliche Highlights entlarvt haben.
Music Kolumne | verfasst 20.11.2013
Vinyl-Sprechstunde
Eminem's »The Marshall Mathers LP 2«
In unserer Kolumne diskutieren zwei Personen eine auf Vinyl veröffentlichte aktuelle Schallplatte. Sprechstunde haben diesmal Florian Aigner und Philipp Kunze. Sie erörtern Eminems aufsehenerregenden Tonträger »The Marshall Mathers LP 2«.
Music Kolumne | verfasst 16.01.2014
Vinyl-Sprechstunde
Actress' »Ghettoville«
In unserer Kolumne diskutieren zwei Personen eine auf Vinyl veröffentlichte aktuelle Schallplatte. Sprechstunde haben diesmal unsere beiden Autoren Florian Aigner und Philipp Kunze. Sie erörtern Actress’ möglicherweise letztes Album.
Music Kolumne | verfasst 19.02.2014
Vinyl-Sprechstunde
Bushidos »Sonny Black«
In unserer Kolumne diskutieren zwei Personen eine auf Vinyl veröffentlichte aktuelle Schallplatte. Florian Aigner und Philipp Kunze erklären, warum wir »Sonny Black« in Deutschland gut gebrauchen können.
Music Kolumne | verfasst 23.04.2014
Vinyl-Sprechstunde
Pharrell Williams' »Girl«
In unserer Kolumne diskutieren zwei Personen eine auf Vinyl veröffentlichte aktuelle Schallplatte. Diesmal erklären Florian Aigner und Philipp Kunze, warum eine Partie Scrabble sich nach »Girl« wir ein revolutionäres Ereignis anfühlt.
Music Kolumne | verfasst 26.06.2014
Vinyl-Sprechstunde
Lana Del Reys »Ultraviolence«
In unserer Kolumne diskutieren zwei Personen eine auf Vinyl veröffentlichte aktuelle Schallplatte. Heute erfahrt ihr, wieso Lana Del Rey niemals Miley Cyrus oder Britney Spears sein wird, und warum das auch noch schlecht für ihr Album ist.
Music Kolumne | verfasst 30.07.2014
Vinyl-Sprechstunde
Shabazz Palaces' »Lese Majesty«
In unserer Kolumne diskutieren zwei Personen eine auf Vinyl veröffentlichte aktuelle Schallplatte. Wegen »Lese Majesty« sehen sich unsere Autoren heute gezwungen, über den Zugang zum Universum, DJ Mustard und Doom gleichzeitig zu sprechen.
Music Kolumne | verfasst 21.08.2014
Vinyl-Sprechstunde
FKA Twigs' »LP1«
In unserer Kolumne diskutieren zwei Personen eine auf Vinyl veröffentlichte aktuelle Schallplatte. Eine Unterhaltung darüber, warum Kanye Kathedralen bauen darf und FKA Twigs nicht mal artsy Instagram-Fotos zugestanden werden.
Music Kolumne | verfasst 26.09.2014
Vinyl-Sprechstunde
Aphex Twin's »Syro«
In unserer Kolumne diskutieren zwei Personen eine aktuelle Schallplatte. Florian Aigner hofft, dass Philipp Kunze mal was schlechtes über Aphex Twin sagt, weil sich der (Kunze) bislang kaum mit dem (Aphex Twin) beschäftigt hat.
Music Kolumne | verfasst 03.12.2014
Vinyl-Sprechstunde
Haftbefehls »Russisch Roulette«
In unserer Kolumne diskutieren zwei Personen eine auf Vinyl veröffentlichte aktuelle Schallplatte. Florian Aigner und Philipp Kunze haben sich Haftbefehls viel besprochenes Album »Russisch Roulette« gemeinsam angehört.
Music Kolumne | verfasst 28.01.2015
Vinyl-Sprechstunde
D'Angelo's »Black Messiah«
In unserer Kolumne diskutieren zwei Personen eine auf Vinyl veröffentlichte aktuelle Schallplatte. Heute ziehen unsere Kolumnisten vor D’Angelos erstem Album seit 15 Jahren den Hut – und zucken mit den Schultern.
Music Kolumne
Records Revisited
Coil – Musick to Play in the Dark (1999)
Magie als Klang, der lunare Energien ansammelt: Mit dem im Jahr 1999 veröffentlichten Album »Musick to Play in the Dark« schufen die Elektronik-Esoteriker Coil ihre größten Hymnen an die Nacht. Jetzt wurde es endlich neu veröffentlicht.
Music Porträt
Sault
Black is …
Sault sind die inoffizielle musikalische Stimme der Black Lives Matter Bewegung. Voll radiotauglichem Soul und Jazz, hinter dem die längst überfällige Revolution steht.
Music Kolumne
Aigners Inventur
November & Dezember 2020
Das Virus? Nah, unser furchtloser Kolumnist fürchtet nur eines hinter jeder Straßenecke: Clueso. Aigner schmeißt sich in fiktive Nachtbusse und bückt sich n zu den REWE-Spaghetti runter, weil die von Barilla wieder weggepreppt wurden.
Music Kolumne
Records Revisited
The Pharcyde – Labcabincalifornia (1995)
Pioniere im Andersdenken. Vor 25 Jahren wurden die überdrehten Klassenclowns von The Pharcyde auf ihrem zweiten Album »Labcabincalifornia« zu zynischen Antihelden. Daran trug auch ein damals unbekannter producer namens J Dilla Schuld.
Music Porträt
Tidal Waves
Die Welle reiten
Eine kräftige Welle hat schon so manchen Schatz an Land gespült. So gesehen passt der Name, denn das belgische Reissue-Label Tidal Waves sucht, findet und veröffentlicht verlorengeglaubte Perlen der Musikgeschichte.
Music Kolumne
Records Revisited
Four Tet – There Is Love in You (2010)
Als Four Tet Anfang 2010 das Album »There Is Love in You« veröffentlicht, muss er der Welt nichts mehr beweisen und setzt sich einem retromanischen und verbissenen Zeitgeist mit einem gerüttelt Maß Glückseligkeit entgegen.
Music Kolumne
Records Revisited
GZA – Liquid Swords (1995)
Vor 25 Jahren säbelte GZA sein erstes Solo-Album innerhalb des Wu-Tang-Universums raus, boxte im Schatten von Shaolin-Kriegern und machte seine Gegner mit Lines einen Kopf kürzer. Das Ergebnis nannte sich »Liquid Swords«.
Music Porträt
Mort Garson
Musik für Pflanzen und Menschen
Er war an über 900 Liedern beteiligt, erreichte Platz 1 der Billboard Charts, doch Mort Garsons heutiger Ruhm beruht auf einer Begegnung mit Bob Moog, den er überredete, ihm einen seiner Synthesizer zu überlassen. Eine Wiederentdeckung.
Music Kolumne
Records Revisited
Pet Shop Boys – Behaviour (1990)
»Behaviour« ist das Pet Shop Boys-Album schlechthin. Reflektierte Texte, die schon damals bewährten Hymnen-Melodien und Harold Faltermeyers analoge Produktion verschmolzen zu einem Klassiker, der keinen Staub ansetzen will.
Music Porträt
Dark Entries
Zwischen Disco, Goth und Porno-Soundtracks
Seit 2009 betreibt Josh Cheon sein Label für Undergroundiges aus den 1980er Jahren und solches, das es werden will. Nächstes Jahr wird er über 300 Schallplatten dort veröffentlicht haben. Wir stellen euch das Label aus San Francisco vor.
Music Interview
Makaya McCraven
»Ich grabe Sound aus«
Makaya McCraven ist einer der Jazzmusiker dieser Tage. Nicht nur seine Heimatstadt Chicago, sondern die ganze Welt scheint sich an dem freien Umgang mit dem Jazzerbe in seiner Musik zu inspirieren. Wir hatten die Chance zum Interview.
Music Liste
Record Store Day 2020 – 3rd Drop
12 Releases nach denen du Ausschau halten solltest
Am 24.10.2020 findet nun der dritte von drei Record Store Days in diesem Jahr statt. Dafür sind wiederum mehr als 120 exklusive Releases angekündigt. Wir haben daraus zwölf Schallplatten gepickt, die wir euch ans Herz legen wollen.
Music Porträt
Sade
Magie ohne Mysterium
Mit dem Box-Set »This Far« wird das Gesamtwerk von Sade neu veröffentlicht. Viel ist das nicht. Aber Sängerin Helen Folasade Adu ist nicht nicht nur der größte Superstar, der nie einer werden wollte – sondern singt nur, wenn sie es will.
Music Kolumne
Records Revisited
Godspeed You! Black Emperor – Lift Your Skinny Fists Like Antennas To Heaven (2000)
Das zweite Album des Projekts Godspeed You! Black Emperor ist ein Werk voller Widersprüche und Zweifel. Vor allem liefert es den Soundtrack zur Komplexität menschlicher Existenz im aufkeimenden Dogmatismus.
Music Porträt
Derya Yıldırım
Im Namen der Menschlichkeit
Für Derya Yıldırım ist Musik in erster Linie Ausdruck menschlicher Beziehungen. Mit der Grup Şimşek verbindet sie die Musik ihrer anatolischer Heimat mit unzähligen anderen Klängen und Melodien, die die Menschen erden.
Music Essay
A Journey Into Turkish Music
Gastarbeiter*innen Musik
Parallel zur Genese des Anadolu Pop entwickelt sich in der BRD eine virile Infrastruktur. Diese »Gastarbeitermusik« hat das öffentliche Bewusstsein stets nur gestreift. Der wirtschaftliche Austausch hätte ein kultureller sein können.
Music Essay
A Journey Into Turkish Music
Anadolu Pop
Altın Gün, Derya Yıldırım & Grup Şimşek oder Gaye Su Akyol: mehr und mehr Bands beziehen sich wieder auf den Sound des Anadolu Pop, der sich in den 1960er Jahren in der Türkei formierte. Aber ist es ein Revival? Wir klären auf.
Music Kolumne
Records Revisited
Mouse On Mars – Iaora Tahiti (1995)
Mit ihrem zweiten Album »Iaora Tahiti« haben Mouse On Mars schließlich den letzten überzeugt, dass schlaue Electronica in den Neunzigern durchaus auch aus good ol’ Germany kommen kann. In diesen Tagen wird das Album 25 Jahre alt.
Music Kolumne
Records Revisited
Radiohead – Kid A (2000)
Zwischen Bigotterie und Blasphemie liegt oft nur »Kid A«. Das vierte Album von Radiohead erschien am 2. Oktober 2000, tauschte Gitarren gegen Synthesizer – und begann mit einem Fehler.
Music Kolumne
Vinyl-Sprechstunde
Tolouse Low Trax – Jumping Dead Leafs
Der Mann, der einen Sound geprägt hat, ist zurück mit einem Langspieler. Die drei Männer, die nichts geprägt haben, sind zur Stelle, um sich über ihn zu unterhalten. Das ist natürlich eine tolle Sache.
Music Liste
Record Store Day 2020 – 2nd Drop
Weitere 12 Releases nach denen du Ausschau halten solltest
Am 26.9.2020 findet nun der zweite von drei Record Store Days in diesem Jahr statt. Dafür sind wiederum mehr als 150 exklusive Releases angekündigt. Wir haben daraus zwölf Schallplatten gepickt, die wir euch ans Herz legen wollen.
Music Interview
Action Bronson
»Nichts könnte mich davon abhalten, mein Leben zu lieben«
Action Bronson meldet sich zurück. Das ist erstaunlich, denn die Musik ist nur ein Teil im Leben des New Yorkers, der auch Maler, Tänzer, Olivenöl-Tester, Schauspieler und anderes ist. Wir hatten die Gelegenheit zu einem Gespräch.
Music Kolumne
Records Revisited
Kate Bush – Hounds Of Love (1985)
Auf ihrem selbstproduzierten, fünften Studioalbum erklimmt Kate Bush den Gipfel ihres Autoren-Art-Pops. Ihre Synthese von digitaler Klanggestaltung und Folk-Elementen zeitigt ein Album, das einem Jahrhundertroman gleichkommt.
Music Porträt
Melody As Truth
An der Schwelle von Sound und Stille
Mit seinem Label Melody As Truth bewegt sich Jonny Nash zwischen Balearic und Ambient. Die Reise führt von New Age zu einer neuen Art von Weltkammermusik. Er selbst spricht vom »Erforschen von Raum und Timing«.
Music Kolumne
Aigners Inventur
September & Oktober 2020
Der Sommer ist vorbei, die Welt ja sowieso, da wird selbst unser Kolumnist emotional. Er gibt seinem Haustier einen Namen und legt sich zu Enya in die Badewanne. Aigners Inventur ist zurück. Ganz, ganz wild.
Music Porträt
Larry Heard
Von der Luftgitarre zur Clubhymne
Larry Heard gilt als einer der Gründungsväter von Chicago House. Mit »Can You Feel It« prägte er das Antlitz von Deephouse. Stets blickte er über den Tellerrand der Clubmusik hinaus. Begonnen hat er seine Karriere jedoch als Luftgitarrist.
Music Kolumne
Records Revisited
Aesop Rock – Float (2000)
Statistisch gesehen ist Aesop Rock der eloquenteste unter allen Rappern. Stilistisch gesehen musste er zuerst behaupten, um im Feld der elaborierten Hip-Hopper zu etablieren. Dahingehend war »Float« von 2000 eine erstes Ausrufezeichen.
Music Interview
Kelly Lee Owens
»Wir verkörpern Emotionen«
Mit »Inner Song« veröffentlichte die walisische Musikerin ihr zweites Album, das mit einer Hand die Tränen nach dem Closing-Set aus den Augen wischt und mit der anderen das Fenster in den Alltag aufstößt. Ein Gespräch.
Music Liste
Harmonious Thelonious
10 All Time Favs
Mit »Plong« rüttelt Stefan Schwander an den Grundfesten der Clubmusik. Sein neues Solo-Album als Harmonious Thelonious lässt Alltagsgeräusche ein unheimliches Eigenleben entwickeln. Uns hat er erzählt, welche 10 Platten ihn geformt haben.
Music Interview
Nubya Garcia
Verwobene Erinnerungen
Die Saxophonistin Nubya Garcia ist Teil der regen Londoner Jazzszene. An ihrem Instrument ist sie eine der energetischsten Musikerinnen der Welt. Ansonsten ruht sie in sich. Sie ist so cool, wie die Musik, die sie spielt. Ein Interview.
Music Porträt
Pierre Schaeffer
In allem steckt Musik
Lange Zeit war es kaum vorstellbar, dass Musik durch anderes als Instrument und Stimme entstünde. In den Händen Pierre Schaeffers jedoch wurde der Tonträger zur Basis der Komposition. Vor 25 Jahren starb der Pionier der elektronischen Musik
Music Liste
Record Store Day 2020 – 1st Drop
12 Releases nach denen du Ausschau halten solltest
Am 29.8.2020 findet nun der erste von drei Record Store Days in diesem Jahr statt. Allein dafür sind mehr als 350 exklusive Releases angekündigt. Wir haben daraus zwölf Schallplatten gepickt, die wir euch ans Herz legen wollen.
Music Liste
Jonathan Bree
10 All Time Favs
Jonathan Bree versteckt sein Gesicht hinter einer Latexmaske. Nun ja. Aber das ist nicht das bemerkenswerteste an dem Neuseeländer. Denn er ist vor allem ein erstklassiger Songwriter. Uns hat er erzählt, welche 10 Platten ihn geformt haben.
Music Porträt
Kommerz Records
Sich selbst das Bein stellen
Jonathan und Lukas Nixdorff haben sich einen Kindheitstraum erfüllt: Vor wenigen Wochen gründeten sie Kommerz Records. Dort erscheint nun das erste Release, »Kommerz Season 1: Anti-Virus«.
Music Porträt
Light In The Attic
Alles ist erleuchtet
Seit fast 20 Jahren bringt das in Seattle beheimatete Plattenlabel Light In The Attic Licht ins Dunkel jener Releases, die im Schatten stehen. Dass sie von Beginn an auf Vinyl setzten, zubilligt dem Label heute die Rolle eines Vorreiters.
Music Porträt
Jason Molina
Gone But Not Forever
Soeben sind unveröffentlichte Aufnahmen von Jason Molina veröffentlicht worden. Mit Songs: Ohia oder Magnolia Electric Co. wollte er sein Leben als Momentaufnahme festhalten. Doch es löste sich auf wie die Gespenster, an die er glaubte.
Music Kolumne
Records Revisited
Raekwon – Only Built 4 Cuban Linx… (1995)
Nach »Enter the Wu-Tang (36 Chambers)« haben sich die Clan-Mitglieder solo ausprobiert. Erst Method Man, dann Ol’ Dirty Bastard, schließlich Raekwon. Sein 1995 releastes »Only Built 4 Cuban Linx…« zählt zu den Meisterwerken des Hip-Hop.
Music Porträt
Jockstrap
Viel Klang, viel Geräusch
Das Londoner Duo Jockstrap veröffentlicht ihre Schallplatten bei Warp. Ihre Songs sind in Werbungen von Chanel und Dior zu hören. Taylor Skye und Georgia Ellery spielen sich auf der zweiten EP »Wicked City« passgenau die Bälle zu.
Music Liste
Jay Glass Dubs
10 All Time Greek Favs
»Soma« heißt auf Griechisch Körper und an den richtet sich die Musik von Jay Glass Dubs. »Soma« heißt sein neues Album. Das war die Chance den Griechen nach 10 Schallplatten zu fragen, die ihn geformt haben. Er antwortet griechisch.
Music Kolumne
Record Revisited
Elliott Smith – Elliott Smith (1995)
Die neunziger Jahre waren ein lautes Jahrzehnt, doch sie gaben uns auch die Musik von Elliott Smith. Dessen zweites Album »Elliott Smith« setzte einen stillen, inwendigen Kontrapunkt zum Weltgeschehen.
Music Kolumne
Records Revisited
Joy Division – Closer (1980)
Joy Divisions Album »Closer« war ein Zwischenschritt, ein halbherziges, halbbeseeltes Statement von vier jungen Männern auf ihrem Weg in neue Untiefen. Nur einer aber wollte, konnte nicht vom Fleck kommen.