Music Interview | verfasst 07.06.2011
Hudson Mohawke
Im Anfang war die Playstation
Hudsown Mohawke ist in der Lage verschiedene Geschmäcker zu begeistern. Soeben wurde der Release der neuen EP Satin Panther für Anfang August angekündigt. Valentin Menedetter nutzte die Gelegenheit mit dem 25-jährigen zu sprechen.
Text Valentin Menedetter , Fotos Sofie Fatouretchi
1708-hudsonmohawke20111-www.hhv-mag.com

Vor zwei Jahren brachte Hudson Mohawke sein Debüt auf Warp heraus. Seit dem Erscheinen von Butter begeistert der britische Produzent aus Glasgow seine Zuhörer stets mit neuen Produktionen. Radio One klopfte bereits kurz nach der Erscheinung bei ihm an und wollte einen Essential Mix für Pete Tong’s Radio Show haben. Die Blogs spielten schon vor einer Weile verrückt, wenn ein neuer Remix am musikalischen Radar erschien. Ross Birchard ist in der Lage verschiedene Geschmäcker zu begeistern – Hip Hop, Dubstep, Electronica – sich zwischen ihnen zu bewegen ist ihm ein Leichtes. Dicke Beats und dope Produktionen sind eine Konstante seines Sounds geworden. Soeben wurde der Release einer neuen EP Satin Panther für Anfang August angekündigt. Valentin Menedetter nutzte die Gelegenheit mit Hudson Mohawke zu sprechen.

Welche Platte hat dich zur Musik gebracht? Wenn du an die erste denkst, die du jemals gekauft hast.
Hudson Mohawke: Die ersten Platten, die ich mir kaufte, waren Pop. Ich kannte einfach nichts anderes. Es war nur der Top 40-Dreck, den ich sammelte als ich 6 oder 7 Jahre alt war. Ich hab auch Kassetten gekauft – wenn ich das Geld zusammen hatte. Ab dann war es Rave, Hardcore Rave und Jungle. In weiterer Folge Hip Hop und elektronisches Zeug. Aber alles begann mit Charts.

Sticht da eine Platte hervor?
Hudson Mohawke: Zu den Chart-Sachen hatte ich keine wirkliche Verbindung. Ich glaube für mich waren die ersten Jungle und Rave Platten wichtig. Ich habe mir Mixtapes auf Vinyl gekauft – wirklich auf Vinyl aufgenommen, aus irgendeinem bescheuerten Grund. Ich verstehe nicht, wer das für eine gute Idee hielt. Es gab dieses Festival »Dreamskip« – die brachten ein Tape heraus, Dreamskip 95. Das war das erste das ich den ganzen Tag hörte, rauf und runter. Bis ich das Vinyl durch das viele Hören zerstört hatte.

Als du ein Teenager warst, hast du dich stark dem Turntablism gewidmet. Wie kam es dazu?
Hudson Mohawke: Das kam wegen der ganzen Rave- und Jungle-Platten, die ich damals hörte – die Art wie das gemixt war, hatte viele Scratches und war sehr roh, es gab keine schönen Übergänge. Es war alles zusammengeworfen, es war mehr Party orientiert. Lauter kleine Scratches und komische kleine Mixes. Also habe ich einfach selbst angefangen herumzuprobieren, auf einem Hifi-Plattenspieler mit Riemenantrieb. So habe ich mir die Grundlagen des Scratchens beigebracht. Eines Tages ging ich in einen HMV, aus irgendeinem Grund lief da ein Video: Es war A-Trak mit 15 Jahren, als er gewann. Als ich das Video davon sah, wusste ich nicht, dass es so etwas wie Wettkämpfe dafür gab. Ich war ungefähr 12 Jahre alt.

» Als ich unterschrieb, schickte ich ihnen in den ersten anderthalb Jahren keine Songs. Ich dachte mir, †ºVerdammt, ich werde auf dem gleichen Label sein wie Aphex Twin oder Squarepusher†¹. Diese Vorstellung war mir einfach zu viel.« (Hudson Mohawke) Hast du neben dem Auflegen immer produziert?
Hudson Mohawke: Ja, ich habe mit meiner Playstation gearbeitet, seit ungefähr 1998, als da das erste Musikspiel herauskam. Ich hatte kein Geld um mir Hardware zu kaufen oder gar einen PC, um Musik zu machen. Ich war 12 Jahre alt, als ich anfing mit der Playstation zu musizieren – damals machte ich viel Jungle.

Du hattest deinen Durchbruch mit Ooops auf Lucky Me, darauf folgte das Heralds of Change-Projekt und dann kam Butter auf Warp. Hat der Plattenvertrag mit Warp für dich etwas verändert?
Hudson Mohawke: Als ich den Vertrag unterzeichnete, wurde ich besorgt und verlegen. Es war keine besonders positive Erfahrung für mich, denn ich war mir plötzlich bewusst, dass die Leute meine Musik hörten. Ich hörte für eine Weile auf, Musik zu machen. Als ich unterschrieb, schickte ich ihnen in den ersten anderthalb Jahren keine Songs. Ich dachte mir, »Verdammt, ich werde auf dem gleichen Label sein wie Aphex Twin oder Squarepusher«. Diese Vorstellung war mir einfach zu viel.

Also fühltest du dich unter Druck?
Hudson Mohawke: Ich empfand eine Menge Druck, bis ich erkannte, wenn jemand eine Platte auf dem Label herausbrachte, dann denkt der Künstler nicht daran, dass er einen Klassiker produziert. Die machen einfach nur ihr Ding und sie wurden unter Vertrag genommen, weil das Label der Meinung war, dass die Künstler gut darin sind. Also dachte ich mir, ich muss einfach nur mein Ding machen. Und ich denke es hat ganz gut funktioniert.

Was war der erste Song den du am Album fertig hattest?
Hudson Mohawke: Ich weiß es gar nicht mehr. So vieles habe ich stückchenweise gemacht; ich habe mal einen halben Track hier und einen halben da gemacht. Drei Monate später dann wieder zurück zur Originalidee. Es war alles verstreut, ich habe nicht alles auf einmal gemacht.

Was bedeutet Lucky Me für dich?
Hudson Mohawke: (Lacht) Es war einfach ein Club in Glasgow den es gab – der Fokus lag sehr stark auf Hip Hop. Viele MCs, offenes Mic – ich habe für die Rapper die Beats gespielt. Ich habe mich nicht für viel mehr als Hip Hop interessiert. Das war zu der Zeit, als ich den DJ für die Leute gemacht habe. Es ist zu einer gesunden lokalen Bewegung gewachsen. Es sind einige Produzenten und DJs involviert und jetzt ist es ein ordentliches Label – es sind wirklich gute Sachen erschienen. Einige Sachen von Lunice, Jacques Greene und es wächst zu dieser netten kleinen Bewegung heran, die aus dem Nichts kam.

Du hast eine Reihe von Remixes gemacht in den letzten Monaten – der letzte war der für Jamie Woon. Arbeitest du momentan an etwas?
Hudson Mohawke: Ja, ich habe eine EP, die jetzt hätte rauskommen sollen. Aber ich bin sehr pingelig, wenn es ums Artwork geht und das braucht eine längere Zeit bis das für mich passt. Das wird auf Warp erscheinen, und dann wird es ein weiteres Album auf Warp geben – nächstes Jahr. Die EP ist fertig und gemastert, aber das Artwork… es dauert einfach eine lange Zeit.

Die Releases von Hudson Mohawke findest du bei hhv.de und zwar hier
Einen ersten Track, Thunder Bay, aus seiner im August erscheinenden Satin Panthers EP stellt Warp derzeit zum Stream bereit. Das kann man sich hier anhören.
Dein Kommentar
1 Kommentare
20.01.2013 02:16
flowie1:
jaja, es wird ein album geben, schön wärs. ob warp da auch wieder schwerstens mit dem artwork geschludert hat dass wir bis heute noch nicht in den genuß kamen?
― antworten
Ähnliche Artikel
Music Review | verfasst 21.08.2011
Hudson Mohawke
Satin Panthers EP
Mit Satin Panthers«knüpft der 25-jährige Schotte Hudson Mohawke nahtlos an sein Debüt Butter von 2009 an. Just Blaze ist begeistert.
Music Review | verfasst 16.11.2009
Hudson Mohawke
Butter
Alles andere als der glattgebügelte Allerweltsound, präsentiert und Hudson Mohawke auf seinem Warp-Debüt Butter
Music Review | verfasst 17.07.2012
TNGHT (Hudson Mohawke & Lunice)
TNGHT
Trance und 8-Bit trifft auf Traprap-Instrumentals und Crunk. Hide yo kids, hide yo wife; TNGHT reißt alles nieder.
Music Review | verfasst 26.09.2014
Hudson Mohawke
Chimes EP
Wer Hudson Mohawke will, der bekommt hier Hudson Mohawke. Wer aber HudMo den Erfinder erwartet, der wird enttäuscht.
Music Bericht | verfasst 09.07.2011
Hudson Mohawke
Live am 8.7. auf dem Splash! 2011 in Gräfenhainichen
Freitag Nacht auf dem Splash!: Ein unscheinbarer, nerdig wirkender Typ betritt die Bühne. Es ist Hudson Mohawke, der in der folgenden Stunde mit seinem Mix den Energieanzeiger ohne Unterbrechung im roten Bereich erzittern lässt.
Music Bericht | verfasst 08.02.2012
Hudson Mohawke, Shlohmo, Salva u.a.
Live am 4.2. im Gretchen in Berlin
Eines der diesjährigen Highlights des CTM-Festivals in Berlin fand am abschließenden Samstag im Gretchen in Kreuzberg statt. Wo sich mit Shlohmo, Salva und Hudson Mohawke gleich drei hoch-bejubelte Talente der Szene trafen.
Music Review | verfasst 17.06.2015
Hudson Mohawke
Lantern
Neue Maßstäbe soll »Lantern« setzen. Stattdessen setzt es sich auf seinen aufgeblasenen Hochglanz-Hintern-
Music Review | verfasst 22.01.2020
TNGHT
II
Über sieben Jahren nach ihrem überraschenden Debüt legen Hudson Mohawke und Lunice als TNGHT nun »II« nach.
Music Interview | verfasst 03.05.2011
Machinedrum
Virtuose auf vielen Gebieten
Machine Drum ist längst kein Unbekannter im Metier elektronischer Beatbauer. Bereits seit 1999 veröffentlicht er Alben. Zuletzt hat seine Zusammenarbeit mit Praveen Sharma als Sepalcure für Aufregung gesorgt. Wir trafen ihn zum Gespräch.
Music Interview | verfasst 25.11.2011
Lunice
»Vom Breakdancing zum Sound«
Sein Sound ist dreckig, roh und auf das mindeste reduziert, und erinnert so manchmal an Hudson Mohawke. Wir trafen uns mit Lunice zum Gespräch über das Produzieren, das Tanzen und Live-Auftritt mit Rucksack.
Music Review | verfasst 18.09.2010
Flying Lotus
Pattern + Grid World EP
Flying Lotus kann machen was er will und doch liegt ihm die Welt zu Füßen. Das ist auf der Pattern+Grid World EP auch nicht anders.
Music Review | verfasst 18.11.2011
Rustie
Glass Swords
Es wabert, schimmert, leuchtet, glänzt und bleibt doch in der vorgesehen Ordnung. Keine Frage: Rusties »Glass Swords« ist ein großer Wurf.
Music Liste
Halbjahresrückblick 2020
50 best Vinyl Records so far
Wahrscheinlich wird man in 40 Jahren zwei Fragen beantworten müssen: Was man 2020 selbst gegen das Leid und die Ungerechtigkeit getan und welche Platten man gehört hat. Bei der Beantwortung der zweiten Frage, können wir behilflich sein.
Music Porträt
We Jazz
Mit Betonung auf Wir
We Jazz, das steht für überraschenden Jazz aus dem Norden. Und noch mehr. Seit 2013 gibt es das Festival in Helsinki, seit 2016 das Label. Dort verlegt Matti Nives vorwiegend finnische Bands. Wir stellen euch das Label vor.
Music Porträt
Roy Ayers
Vibrationen zum Wohlfühlen
Er zählt zu den meistgesampelten Musikern der Gegenwart. Mit Songs wie »Everybody Loves The Sunshine« wurde Roy Ayers, der im September seinen 80. Geburtstag feiert, zur Legende. Auf Jazz Is Dead sind nun neue Songs von ihm erschienen.
Music Porträt
Sven Wunder
Wer bin ich?
Es kursieren gerade zwei Alben, die Liebhabern des Rare Groove Freudentränen in die Augen treiben. Das eine, »Doğu Çiçekleri«, spricht seine musikalische Sprache mit türkischen Akzent, »Wabi Sabi« mit japanischem. Doch wer ist Sven Wunder?
Music Kolumne
Records Revisited
Prefab Sprout – Steve McQueen (1985)
Eigentlich wollte Paddy McAloon Priester werden, Menschen von den Worten Gottes berichten. Stattdessen gründete er eine Band. 1985 veröffentlichten Prefab Sprout »Steve McQueen«, das wahrscheinlich schönste Popalbum der Achtziger Jahre.
Music Porträt
upsammy
Das Kleine im Großen
Die Niederländerin Thessa Torsing hat unter dem Pseudonym upsammy in den letzten Jahren die gefragtesten Dancefloors bespielt. Aber auch ihre eigenen Soundproduktionen haben über transkontinentale Wege hinaus Gehör gefunden.
Music Interview
Gary Bartz
»Wir sehen die Realität nicht mehr«
Der Grammy-prämierte Sopransaxophonist Gary Bartz stand mit Miles Davis, Art Blakey und Max Roach auf der Bühne. Jetzt hat er mit der britischen Band Maisha eine Platte aufgenommen – und Neues entdeckt.
Music Kolumne
Records Revisited
Quasimoto – The Unseen (2000)
Vor zwanzig Jahren schloss sich Madlib in den Keller von Peanut Butter Wolf ein und kam als gelbes Alien mit Schweineschnauze raus. Lord Quas war geboren und »The Unseen« hat das Character Design im Hip-Hop auf eine neue Stufe gehoben.
Music Porträt
Dekmantel
Unendliche Ferien
Seit über zehn Jahren löst Dekmantel aus Amsterdam als Label, Festival und Veranstalter die Quadratur des Kreises: Innovation und Untergrund mit Qualität zu verbinden. Ein Ende? Auch in Krisenzeiten nicht in Sicht.
Music Liste
Rafael Anton Irisarri
10 All Time Favs
Ambient? Vielleicht. Aber mit Splittern von Metal, Neo-Klassik und anderem. Rafael Anton Irisarri malt mit dickem Pinselstrich überwältigende Klanggemälde. Für uns hat der US-amerikanische Komponist seine Einflüsse offengelegt.
Music Interview
Eloquent & Knowsum
Jaylib auf LSD
Eloquent und Knowsum, das ist eine Liason, die sich angedeutet hat. »JLALSD« heißt das gemeinsame Album. Das Akronym steht für Jaylib auf LSD. Wir sprachen mit beiden über ihre Zusammenarbeit, »Champion Sound« und das Streben nach Glück.
Music Porträt
Motohiko Hamase
Gemeinsam mit der Welt allein
Motohiko Hamase beendete seine Karriere in der Jazz-Szene Japans so schnell, wie sie begonnen hat. In einem Zeitraum von knapp einem Jahrzehnt veröffentlichte er fünf Alben mit ausgesprochen wundersamer Musik. Ein Porträt.
Music Porträt
Kaitlyn Aurelia Smith
Freundlichkeit durch Klang verbreiten
Ihre Musik ist wie ein langer, ruhiger Fluss aus Strom: Kaitlyn Aurelia Smith macht mit Synthesizern und Stimme Musik, die mehr auf Entspannung als auf Anspannung setzt. Ihr neues Album erweitert diesen Weg durch Körperbewegungen.
Music Porträt
Muriel Grossmann
Abstraktion mit Blick aufs Meer
Die Saxofonistin Muriel Grossmann kommt auf den Balearen zur Abstraktion, reitet mit Hard Bop die Wellen und bringt sogar Milliardäre aus der Fassung. Wer ist die heimliche Pionierin des spirituellen Revivals?
Music Porträt
Roza Terenzi
Rave in der Zeitkapsel
Roza Terenzi stellt die Dance-Vergangenheit auf den Kopf und bürstet mit Jungle-Breaks und Eso-Techno drüber. Auf ihrem Debütalbum »Modern Bliss« landet sie endlich in der Zukunft.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Mai & Juni 2020
Befreit sich von kaukasischer Clumsiness, hat Tiktok verstanden, züchtet Sauerteig und checkt’s einfach: Aigners Inventur im Lockdown. Verstörender Scheiß für verstörende Zeiten.
Music Porträt
Soviet Grail
Kollektives Gedächtnis
Zwischen Jazz-Experimenten, elektronischem Sowjetbrutalismus und psychdedlischem Underground gräbt Sergey Klimov nach Schätzen, für die Musiker im Gefängnis landeten. Mit Soviet Grail begibt er sich in die sowjetische Musikvergangenheit.
Music Liste
ADULT.
10 All Time Favs
Seit mehr als 20 Jahren machen ADULT. nun Musik. Und sie haben noch immer keinen Bock auf simple Zuschreibungen, Sonnenlicht, Selbsttäuschungen. Dafür hatten sie Bock uns Schallplatten zu nennen, die sie geformt, gebessert, gebildet haben.
Music Interview
Quelle Chris
Das Chaos akzeptieren
Er ist der produktivste Sonderling des Rap-Undergrounds. Und er hat einen Lauf. Mit »Innocent Country 2« macht Quelle Chris dort weiter, wo er mit »Guns« aufgehört hat – und begegnet der Hoffnungslosigkeit mit positiver Angst.
Music Liste
Peaking Lights
10 All Time Favs
In diesen Tagen erscheint auf Dekmantel das neue Album »E S C A P E« der Peaking Lights. Wir hatten die Gelegenheit Aaron Coyes und Indra Dunis nach 10 Schallplatten zu fragen, die sie geformt, gebessert und gebildet haben.
Music Kolumne
Records Revisited
Mobb Deep – The Infamous (1995)
1995 zieht sich Hip-Hop die Kapuze ins Gesicht – Mobb Deep bringen mit »The Infamous« den Hardcore nach New York City und zerschießen die Szene ohne Hoffnung auf ein Morgen.
Music Kolumne
Records Revisited
Hiroshi Yoshimura – Green (1986)
»Green« von Hiroshi Yoshimura ist ein Meilenstein der japanischen »kankyō ongaku«. Besser gesagt ein Meilenstein des Ambient überhaupt: Kein anderes Album legte dermaßen schonungslos offen, dass es sich bei ihm um eine Simulation handelte.
Music Kolumne
Vinyl-Sprechstunde
Yves Tumor – Heaven To A Tortured Mind
Zuerst war die Euphorie groß: Yves Tumor bringt eine neue Schallplatte raus! Dann stellte sich Ernüchterung ein. Was tun als Fan, wenn der neue Release eines geliebten Musikers enttäuscht? Nur eine Frage in der neuen Vinyl-Sprechstunde.
Music Kolumne
Records Revisited
Nightmares On Wax – Smokers Delight (1995)
Hip-Hop ohne Rap: Mit »Smoker’s Delight« brach für Nightmares On Wax eine neue Ära an. Zum Soloprojekt von George Evelyn mutiert, war das zweite Album der Bleep-Pioniere der Auftakt für geloopte Entspannungspolitik mit Langzeitwirkung.
Music Porträt
Patricia Kokett
Teil seiner eigenen Bewegung
Patricia Kokett vermischt Rave mit Mystizismus, futuristischen Industrial mit schamanistischem Rauschen. Der Litauer Gediminas Jakubka, der sich auf der Bühne in Patricia verwandelt, balanciert zwischen Grenzen. Ein Orientierungsversuch.
Music Liste
Jeff Parker
10 All Time Favs
Jeff Parker ist kein Neuling. Und dennoch meint man, er starte gerade erst durch. Jetzt ist sein Album »Suite for Max Brown« erschienen. Also haben wir ihn gebeten 10 Schallplatten zu nennen, die ihn geformt, gebessert und gebildet haben.
Music Kolumne
Records Revisited
Miles Davis – Bitches Brew (1970)
Raus aus dem Jazzkeller, rauf auf die Rockbühnen – mit »Bitches Brew« wurde Miles Davis zu »Electric Miles« und braute den psychedelischen Trunk für alle, die nicht wussten, dass sie Jazz geil finden.
Music Kolumne
Records Revisited
Ol Dirty Bastard – Return To The 36 Chambers (1995)
1993 begann eine Erfolgsgeschichte. Mit »Enter The Wu-Tang (36 Chambers)« produzierte der Wu-Tang Clan einen Meilenstein und nachfolgend zahlreiche Klassiker des Genres. Darunter: »Return To The 36 Chambers« von Ol‘ Dirty Bastard.
Music Kolumne
Records Revisited
Depeche Mode – Violator (1990)
Das siebente Studioalbum von Depeche Mode ist die perfekte Verbindung von Experiment und Pop, Elektronik und Rock. Eigentlich hätte es aber auch ganz anders ausgehen können.
Music Kolumne
Aigners Inventur
März & April 2020
Boomer vermissen hier die neue Ozzy Ozzbourne, Fintec-Heinis finden eine Antwort auf die Frage nach ihrer Seele: Aigners Inventur im März Mit dem ersten essentiellen Album des neuen Jahrzehnts und einer überraschenden Enttäuschung
Music Porträt
Kalahari Oyster Cult
Die beste aller Welten
Im Morast nach Perlen tauchen, Rave-Klassiker aus den 90ern aufstöbern und mit Menschen zusammenarbeiten, denen es nicht darauf ankommt, ob sie in den Beatport-Charts landet: Colin Volverts Kalahari Oyster Cult mischt den Underground auf.
Music Liste
Malcolm Catto of The Heliocentrics
10 All Time Favs
Soeben haben The Heliocentrics »Infinity Of Now« veröffentlicht. Das Album hat das Zeug zukünftige Musiker zu inspirieren. Malcolm Catto hat uns aber erstmal die Schallplatten verraten, die ihn geformt, gebessert und gebildet haben.
Music Kolumne
Records Revisited
Tricky – Maxinquaye (1995)
Trickys Debütalbum »Maxinquaye« mit der Sängerin Martina Topley-Bird und dem Produzenten Mark Saunders ist ein Werk der verwischten Grenzen. Urheberrechte gelten hier genauso wenig wie Gender und Individuum.
Music Kolumne
Vinyl-Sprechstunde
Beatrice Dillon – Workaround
Auf PAN hat Beatrice Dillon ihr neues Album »Workaround« veröffentlicht. Florian Aigner, Philipp Kunze und Kristoffer Cornils unterhalten sich darüber. Und fragen sich: ist da ein Groove? Ist da ein Konzept? Sie werden sich nicht einigen.
Music Porträt
Mad About Records
Sündhaft sommerlich
Der Portugiese Joaquim Paulo kümmert sich mit seinem Label Mad About um die wirklich schwer zu findenden Schallplatten von Jazz bis Bossa Nova. Mit Erfolg. Wir stellen dir das Label ausführlich vor.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Januar & Februar 2020
Der Rap Game Berti Vogts hat es ins neue Jahrzehnt geschafft. Angemessen woke und tiefmüde zugleich startet unser Kolumnist Aigner in 2020 und zieht Alben von Stormzy, Ramzi und Bufiman in Mitleidenschaft.
Music Liste
Sepalot
10 All Time Favs
Wir fragen Musiker nach 10 Schallplatten, durch die sie geformt, gebessert und gebildet wurden und bitten sie diese Auswahl zu kommentieren. Diesmal nimmt sich Sepalot der Aufgabe an.
Music Kolumne
Records Revisited
D'Angelo – Voodoo (2000)
Die Rückkehr des Unperfekten brauchte mehrere Jahre. Was sich lohnte. Denn »Voodoo« von D’Angelo brachte vor 20 Jahren die Wärme und den Groove des Soul zurück. Eine Geschichte über Mythen, Seele und eines der merkwürdigsten Musikvideos.
Music Porträt
Blackest Ever Black
Suche nach Entfremdung
Unter Connaisseuren abgefuckter Klänge wurde Blackest Ever Black geschätzt wie kein zweites. Ende des Jahres 2019 war plötzlich Schluss. Wir blicken zurück auf ein Label, das musikalisch die 2010er Jahre bestimmte wie nur wenige andere.
Music Interview
Kinderzimmer Productions
»Wer kennt noch Jenny Elvers?«
Kinderzimmer Productions beackerten im Deutschrap schon immer die Ränder. Ihre Samples waren ausgefuchster, ihre Anspielungen cleverer, ihr Anspruch war es, originell zu sein. Nach 13 Jahren Pause sind die Ulmer nun zurück Ein Interview.
Music Interview
Jan Schulte
Mein Name sei Bufiman
Jan Schulte ist der Mann mit den vielen Namen. Jetzt veröffentlicht er auf dem niederländischen Label Dekmantel sein Debüt »Albumsi« als Bufiman. Wir trafen ihn im Wolf Müller Flanger Studio und sprachen mit ihm darüber.