Music Review | verfasst 08.05.2007
Lifesavas
Gutterfly
Quannum Projects, 2007
Text Florian Aigner
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7.5
Redaktion
Cover Lifesavas - Gutterfly

Ja verdammt nochmal, man muss dieses Blaxploitation-Revival einfach lieben. Nicht dass »Blacula«, »Coffy«, »Trouble Man« und Konsorten jemals wirklich weg von der (Samplequellen-)Bühne gewesen wären, aber innerhalb von fünf Wochen gleich zwei Alben in den Händen zu halten, die gepflegt den Effe Richtung Hi-Hat-Terror und Pro Tools-Mania richten, macht schon Spaß. Inhaltlich unterscheidet sich der Zweitling des Duos aus dem Blackalicious/Quannum-Umfeld aber dann doch etwas von Prodigys sagenhaft nihilistischen Todesdrohungen auf Return of the Mac. Nicht nur die funky polternden Beats von u.a. Oh No, Jake One und Vitamin D folgen der 1970er-Jahre-Schiene, auch die Thematik wurde dieser angepasst: Afrozentrismus und COINTELPRO hier, sexuelle Anzüglichkeiten und Hedonismus da. Das Ziel, einen fiktiven Soundtrack für die Superfly-Ära im Hip Hop- Kontext zu machen, wäre somit schon mal erreicht. Einzig mit dem brillanten Camp Lo-Feature Gutterfly schneidet sich das Duo aus Portland, Oregon etwas ins eigene Fleisch. Wünscht sich der gemeine Hörer von da an im Zweifelsfall doch eher Sonny Cheeba & Geechi Suede über solche Geräte wie Double Up oder The Warning. Wobei das auch ein Stück weit unfair ist. Die beiden Herren haben die Uptown Saturday Night ja quasi erfunden. Aber solche Gedankenexperiente vergisst man dann beim dritten Durchgang eh.

Das Album Gutterfly der Lifesavas findest du bei hhv.de: LP | CD
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