Music Review | verfasst 17.04.2014
SZA
Z
Top Dawg Entertainment, 2014
Text Pippo Kuhzart
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7.1
Redaktion
Cover SZA - Z

R&B ist ein Gebrauchtwagen. Alle schrauben sie daran herum, polieren ihn auf, um ihn dann neugestaltet zum besten Preis zu verkaufen. Aus R&B wurde so Post-R&B, Future-R&B, Cyber R&B; such‘ dir was aus! Das Genre strahlt wieder, läuft mit ganz anderem Motor. Eine der Damen, die unter der neuen Ausstrahlung des Genres das Rampenlicht betraten, ist SZA. Die Sängerin aus New Jersey kam bei Top Dawg Entertainment unter und fährt so nicht nur im Windschatten des neuen R&B-Boliden, sondern auch von Kendrick Lamar und Co. Dabei ist ihre Interpretation von R&B vergleichsweise konservativ. Aber so funktioniert das eben auch: Wo anderen die Grenzen eines Genres ausloten, wird eine Fangemeinde erst auf die Basis dieses Genres aufmerksam und lernt sie wertzuschätzen. SZA macht tatsächlich Rhythm and Blues; mit der Betonung auf Rhythm. Was auf »Z« herausstechen, sind die Drum-Sets. Vielseitig sind die. Mal klacken sie, mal klopfen sie hölzern, immer aber stolpern sie stilsicher um allzu einfache Muster. Dazu bringt SZA natürlich Stimme mit – und die richtigen Gäste: Chance The Rapper verdient sich für seine Strophe auf »Child‘s Play« ein 3000 hinter seinem Namen und über Kendrick brauchen wir ja nicht mehr zu reden. Was also fehlt? Die Eingängigkeit. Derer hätte es stellenweise mehr gebraucht. Wobei SZA wiederum über das Ziel hinausschießt, wenn sie auf »Shatterd Ring« in Lana-Del-Rey-Ausmaßen eingängige Melodien singt. Ein bisschen schrauben muss SZA noch.

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