Music Review | verfasst 23.11.2015
Jóhann Jóhannsson w/ Hildur Gudnadottir & Robert Lowe
End Of Summer
Sonic Pieces, 2015
Text Niki Matita
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Redaktion
Cover Jóhann Jóhannsson w/ Hildur Gudnadottir & Robert Lowe - End Of Summer

Der isländische Komponist Jóhann Jóhannsson wurde durch die Oscar-Nominierung seines Soundtracks zu James Marshs Film »Die Entdeckung der Unendlichkeit« (OT: »The Theory of Everything«) bekannt, für den er in diesem Jahr den Golden Globe Award erhielt. 2014 hielt er sich auf der Insel Südgeorgien, unweit der Antarktis, im Südatlantik auf. Während seines Aufenthaltes drehte er dort in einem Zeitraum von 20 Tagen den 28-minütigen Schwarz-Weiß-Kurzfilm »End Of Summer« auf Filmmaterial, welches er selbst von 35mm auf Super8-Format zuschnitt. Dieser Film kommt ohne Dialoge und Erzählstimme aus, der Originalton der Field Recordings vereinigt sich mit der Filmmusik. Mit der isländischen Cellistin Hildur Gudnadóttir und dem US-amerikanischen Multiinstrumentalisten Robert Aiki Aubrey Lowe an Synthesizern und Electronics baut Johann Jóhannsson den Filmton mit seiner Komposition zu einem vollen, epischen Flächenklang in vier Sätzen auf. Besonders die wortlosen Vokalstücke betonen das Empfinden der karg-herben Schönheit einer bedrohten Landschaft. In der für Sonic Pieces typischen Ausstattung sind LP und DVD/CD in Buchbinderleinen und Karton handgebunden, geprägt und nummeriert. Die LP enthält auf der B-Seite den Originalton der Filmaufnahmen; das CD/DVD-Paket den Film inklusive Begleitsoundtrack.

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