12 releases to look out for on Record Store Day x Black Friday 2026

29.10.2026

We’ve sifted through the list of releases announced exclusively for Record Store Day x Black Friday 2026 and picked out twelve records we think could be among the highlights.

Biz Markie
Nobody Beats The Biz
One-Off • 1986 • from 0.00€

Knapp 40 Jahre ungeschlagen? Das wird nicht einmal Tiki-Taka-Spanien jemals hinbekommen. Beatbox-Maestro Biz Markie aber durfte 1986 schon mit einem Grinsen auf dem Gesicht behaupten: Nobody Beats The Biz. All das auf dem funky Beatgerüst von Produzent Marley Marl, der häufiger in seiner Karriere versucht hat, mit seinem knochentrockenen Stil dem verspielten Vortrag von Markie etwas entgegenzusetzen. Fünf Jahre nach Biz Markies Tod kommt der Hit seines Debüt-Albums erstmals wieder als 7“.

Christopher Hunold
Clifford Jordan
Let It Ring: Live At The Jazz Showcase (1976)
Resonance • 2026 • from 0.00€

Fünfzig Jahre lang lagerten die Tapes im Archiv. Jetzt erscheint das Album Let It Ring: Live At The Jazz Showcase als Dokument einer Konzertreihe Clifford Jordans im Herbst 1976 in Chicago. Der Tenorsaxofonist hat mit den Bebop-Veteranen Al Haig (Piano), Wilbur Ware (Bass) und Kenny Clarke (Schlagzeug) ein Allstar-Quartett versammelt. Jordan führt die Band mit seinem kraftvollen Spiel durch packende Versionen von Standards wie Thelonious Monks »Round Midnight« oder Charlie Parkers »Ornithology«. Doppel-LP mit achtseitigem Booklet und neuen Liner Notes. 

Albert Koch
Fischerspooner
#1
Demon • 2003 • from 0.00€

Bratzige Basslines, die sich um stoisch pumpende Drumbeats wickeln, während die Songs eigentlich Bock darauf haben, Pop zu sein? Das ist so 2026, oder? Ist es auch. Electroclash und artverwandte 00er-Genres mit Hedonismus-Tendenzen, Glitzerkonfetti, Rock-Gestus und Mittelfinger trauen sich wieder auf die Playlists. Vor knapp einem Vierteljahrhundert hat das New Yorker Duo Fischerspooner diesen Sound perfekt getroffen und mindestens mit Emerge einen All-Timer geschaffen. Zum Record Store Day erscheint ihr Debütalbum nach langer Zeit erneut.

Christopher Hunold
Fountains Of Wayne
Sky Full Of Holes
Yep Roc • 2011 • from 32.99€

Mit Power-Pop-Songs wie »Action Hero« machten Fountains of Wayne auch im Jahr 2011 nochmal deutlich, dass sie zu den Größten innerhalb ihres Genres gehörten: unschuldiger Gesang, Beatles-eske Melodieführung und Harmonien zum Niederknien. Jede Note sitzt, jeder Kniff zeugt von meisterhaftem Songwriting. Doch Sky Full of Holes ist mehr als sonniger Pop. Das 2011 erschienene Album klingt düsterer als seine Vorgänger. Hinter der reduzierten Instrumentierung steckt eine Band im Konflikt. Zum 15. Jubiläum kehrt das lange vergriffene Werk 2026 als himmelblaue Record-Store-Day-Vinylauflage zurück.

Lennart Brauwers
Julian Lage
The Reservoir Sessions
Blue Note • 2026 • from 0.00€

Gewohnt virtuos schlägt der amerikanische Jazzgitarrist Julian Lage die Saiten seines Instruments auf der EP The Reservoir Sessions an, die aus gemeinsamen Auftritten mit dem Bassisten Jorge Roeder und dem Schlagzeuger Joey Baron entstanden ist. Unter den Stücken sind nicht nur loungige Eigenkompositionen, sondern auch zeitgenössische Interpretationen aus dem Repertoire des American Songbooks wie Duke Ellingtons »The Star-Crossed Lovers« oder dem mehrfach gecoverten »Love Is A Many Splendored Thing«. 

Laura Kunkel
Marianne Faithful
Eye Communication: Live At The Wax Museum
Time Traveler • 2026 • from 0.00€

In den Sechzigern ist Marianne Faithul ein Star. In den Siebzigern ist sie am Ende. Körperlich, psychisch, kreativ. 1979 feiert die Sixties-Veteranin mit dem zeitgeistigen Sound ihres Albums Broken English die unerwartete künstlerische Wiederauferstehung. Die Doppel-LP Eye Communication: Live At The Wax Museum dokumentiert diesen zweiten Karrierefrühling. Sie enthält eine bisher unveröffentlichte Live-Aufnahme von 1983. Faithfull lässt hier ihre musikalische Vergangenheit weitgehend hinter sich. Dreiseitig bespielte Doppel-LP mit Gravur auf Seite 4.

Albert Koch
OM
Pilgrimage
Southern Lord • 2007 • from 0.00€

Schon mal zu Metal meditiert? Zumindest klanglich hat die erstmals 2007 veröffentlichte EP Pilgrimage von OM alles zu bieten, um unschuldige Träumer:innen von der dunklen Seite der Spiritualität zu überzeugen. Mit schweren Metal-Riffs, instrumentaler wie gesanglicher Monotonie und hypnotischen Percussions reinigt sich die Seele fast von allein. Wer die Pilgerreise zum Plattenladen antritt, darf bestenfalls diese jahrelang vergriffene, vorletzte Aufnahme der ursprünglichen Bandbesetzung sein Eigen nennen.

Laura Kunkel
Robert Hunter
Alligator Moon
Warner • 2026 • from 0.00€

Als Texter von The Grateful Dead ist Robert Hunter längst eine mythische Figur, als Musiker hingegen unbekannter. Alligator Moon führt mitten hinein in ein 1976 aufgenommenes, jahrzehntelang unveröffentlichtes Album, das nun endlich ans Licht kommt. Mehrstimmige Gesänge treffen auf ungezügelten Rock’n’Roll, traditionelle Americana auf psychedelische Weite. Hunters knödelige Stimme prägt das Geschehen, ohne den Instrumenten die Luft zu nehmen: Alles darf glänzen, nichts wirkt beliebig. Die Stücke greifen ineinander wie Teile einer größeren Suite.

Lennart Brauwers
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