DJ Cash Money – Turntable Diaries #3

25.10.2013
In diesem Jahr feierte die DMC World DJ Championships ihren 30. Geburtstag. Aus diesem Anlass stellen wir euch in den nächsten Wochen einige Turntablists vor. Diesmal: DJ Cash Money

In diesem Jahr feierte die DMC World DJ Championships ihren 30. Geburtstag. Aus diesem Anlass sprachen wir mit ausgewählten Gewinnern der letzten drei Jahrzehnte über die Geschichte des DJing und ihren Blick darauf. In den nächsten Wochen stellen wir Euch nun einige Turntablists vor. Diesmal: DJ Cash Money – der DJ aus Philadelphia gewann 1988 die DMC World Championships und war der erste, der in die DJ Hall of Fame berufen wurde.

Wann hast du mit Turntablism angefangen?
DJ Cash Money: Dieser Begriff, »Turntablism«, kam ja erst Mitte der 1990er Jahre auf. Ich schätze, ich habe das schon gemacht, seit ich angefangen habe. Und das war 1981.

Bist du immer noch aktiv? Und verdienst du damit deine Brötchen?

DJ Cash Money: Ja, ich bin noch immer aktiv. Und ja, ich verdiene damit auch meine Brötchen.

Was hat dich all die Jahre dran bleiben lassen?
DJ Cash Money: Für mich ist es nach wie vor die Musik und die Suche nach den Sachen, die bisher kein DJ gemacht hat.

Wie schaut deine Lieblingsroutine aus?
DJ Cash Money: Ich habe nicht wirklich eine Lieblingsroutine. Wenn ich aber eine Sache herauspicken müsste, wäre es das Element des Zufalls. Die besten Dinge kommen bei mir zustande, wenn ich nicht so richtig weiß, was ich eigentlich machen werde.

Wie entwickelst du eine Routine?
DJ Cash Money: Ich höre vielleicht eine Platte und sage zu mir selbst: Aus dem Sound könnte man was machen!

Wie würdest du deine grundsätzliche Philosophie des Turntablism beschreiben?
DJ Cash Money: Turntablism ist zwar schön und gut, aber du musst auch die Party rocken können. Dann versteht es auch die Meute.

»Turntablism ist zwar schön und gut, aber du musst auch die Party rocken können.« (DJ Cash Money)

Wie bereitest du dich auf Battles vor? Und wie fühlst du dich bei Battles?
DJ Cash Money: Ich habe zwar seit Jahren nicht gebattelt. Aber als ich noch dabei war, habe ich immer darauf geachtet, Platten zu nutzen, die der Durchschnitts-DJ nicht verwendet. Es ging immer darum, anders als die anderen zu sein. Ich verstehe bei den heutigen Battles deshalb auch nicht, warum jeder DJ »Aaaaahhh Fresh« scratcht! Du klingst wie wirklich alle DJs, die vor dir kamen!

Wie war dein erster Battle?
DJ Cash Money: Um ehrlich zu sein – und bekomme das bitte nicht in den falschen Hals – als ich damals an Battles teilnahm, habe ich die Latte so hoch gesetzt. Ich war damals schlicht in einer anderen Dimension.

Wie hat sich dann der DMC World Champion Titel angefühlt?
DJ Cash Money: Es war einer der Höhepunkte meines Lebens. Ich war nervös und es war einfach verrückt, weil eine Menge der DJs, gegen die ich antreten sollte, erstmal nach meinem Autogramm fragten. Wahrscheinlich haben sie alle meine Live-Mixtapes gehört. (lacht)

Was war damals deine Sieger-Routine?
DJ Cash Money: LL Cool J’s »Get Down«. Auf der Scheibe heißt es »Callin me a sucker boy/You’re pushing a broom«. Ich habe 1988 damit den DMC World Championship gewonnen.

Was hat sich seit den Anfängen im Turntablism geändert?
DJ Cash Money: Durch die Technologie hat es sich definitiv weiterentwickelt. Die DJs scheinen heute Computer-Geeks zu sein. Sie schauen nie zum Publikum, nur ständig auf ihre Computer. Damals ging es nur um die Musik und darum, ein Publikum zu bewegen.

Digital oder Vinyl?
DJ Cash Money: Vinyl ALL DAY LONG! So bin ich halt geworden, was ich bin.

Deine Top 3 Turntablism Platten?
DJ Cash Money:Trouble Funk – Pump Me Up | 
Biz Markie – Nobody Beats The Biz | 
 DJ Cash Money & Marvelous – Ugly People Be Quiet