Helena Hauff – Bock auf Bunker

31.07.2018
Foto:Fabien Hammerl © Ninja Tune
Ein Synthesizer und ein Drumcomputer, die Tage erscheint Helena Hauffs neues Album. Viel hat sich nicht geändert bei der Hamburgerin, nur auf dem Bankkonto sieht es endlich besser aus. Gesprächsstoff gab es (trotzdem) genug.

Es ist bald Sommer in Berlin und die Tierwelt hat Bock drauf. »Siehst du den Sandhaufen da? Das war eine Wespe. Die hat heute morgen angefangen, sich in die Erde zu buddeln.« Helena Hauff zeigt einen kleinen Aufwurf zwischen den Pflastersteinen auf dem Gehweg vor dem Büro ihrer Plattenfirma, wo sie heute ein Interview nach dem nächsten absolviert. Fünf Minuten später schon sitzt sie auch wieder drin auf einer geblümten Couch, zum letzten Mal an diesem Tag. Auf dem Tisch steht ein ansehnlicher, aber unberührter Obstkorb bereit, über dem schon die Fruchtfliegen kreisen. Es ist schließlich spät am Tag, nicht nur für Hauff. Seit Stunden ist die nun schon hier. Um 9 Uhr 30 kam das Taxi, dabei war die Hamburgerin doch erst zwei Stunden vorher von ihrem Gig im Berliner Tresor nach Hause gekommen. DJ-Alltag halt, aber Hauff macht das gerne: Sie hat keine Social-Media-Kanäle, sie freut sich darüber, wenn die Leute direkt mit ihr sprechen, sagt sie.

»Ich kann mir nicht vorstellen, ein Avicii zu sein.« (Helena Hauff)

Zu bereden gibt es schließlich einiges. Mit »Qualm« steht die Veröffentlichung von Hauffs zweitem regulären Album an. Überhaupt ist viel passiert in den fünf Jahren, seitdem sie 2013 ihre Debüt-EP »Actio Reactio« auf Actress’ Werkdiscs veröffentlichte: Releases solo oder mit f#x unter dem Namen Black Sites, Live-Kollaborationen mit James Dean Brown für sein Hypnobeat-Projekt, eine BBC-Residency, ein vermeintliches Electro-Revival mit ihr als unfreiwilliger Gallionsfigur und Bühnen, die immer größer werden. DJ-Alltag für eine, für die es seit fünf Jahren bestens zu laufen scheint und für die »unermüdlich« als Zuschreibung nur gerade passend scheint. Zuerst aber greift Hauff zu den Nüssen. Weil sie vielleicht wie wir alle durch »Herr Lehmann« über die Zauberwirkung von Elektrolyten gelernt hat, oder weil es besser zum Feierabendbier passt als das langsam in sich zusammenfallende Stillleben auf dem Tisch. Nach diesem Gespräch geht es zurück in die Hansestadt. Nicht, dass ihr dort viel Ruhe vergönnt wäre: Schon in den nächsten Tagen stehen Gigs in Indien auf dem Tourplan. Hilft aber alles nichts: Durch dieses Interview muss Hauff noch durch. Aber sie hat Bock drauf, und zwar auf alles.

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Das letzte Mal trafen wir uns vor fünf Jahren, damals gab es noch keine Promotage. Wie hast du das letzte halbe Jahrzehnt wahrgenommen?
Helena Hauff: Es sieht von außen vielleicht so aus, als wäre das alles ganz schnell gegangen und ist es verhältnismäßig wohl auch, es fühlte sich aber sehr natürlich an. Einen großen Unterschied bemerke ich nicht wirklich. Abgesehen von meinem Bankkonto, dem es ein wenig besser geht. Natürlich besteht ein Interesse an mir und manchmal komme ich wo an und die Leute wollen erstmal Fotos mit mir machen. Ich spiele auch auf größeren Bühnen, wo man dann vielleicht ein bisschen anders auflegt – wobei ich gar nicht sagen würde, dass ich das unbedingt tue. Manchmal vielleicht.

Es ist doch aber schon etwas grundlegend Anderes, wenn du auf einem Open-Air den Slot zwischen vier bis sechs Uhr hast als Sonntagnacht im Golden Pudel aufzulegen.
Klar. Es gibt ein paar Platten, die auf größeren Bühnen recht schwierig zu spielen sind. Eine Minimal Wave-Compilation ist dann einfach nicht laut genug. Lustigerweise funktionieren aber Sachen, die im Pudel viel zu krass, zu groß, zu laut, zu mächtig klingen, dort aber schon. Stell dir so eine Jeff Mills mal im Pudel vor! Ich versuche aber weiterhin, in kleinen Clubs zu spielen, weil das für die Szene und mich selbst wichtig finde. Allein schon weil es familiärer als ein großes Festival ist.

Und wie ist das persönlich für dich – fühlst du dich manchmal fehl am Platz auf solchen Open-Air-Veranstaltungen?
Wenn da andere DJs und Leute da sind, die du kennst, ist es nicht so schlimm. Manchmal kommt das aber schon vor. Wenn es musikalisch nicht mal ansatzweise etwas mit mir zu tun hat, ist es manchmal schon etwas komisch.

Nun kommst du aber schon aus einem gewissen Kontext, der als Underground konnotiert ist. In einem Club wie im Printworks in London hatte ich zum Beispiel zuletzt das Gefühl, dass die gesamte Veranstaltung eigentlich nichts mit mir zu tun hätte. Geht dir das nicht so?
Manchmal vielleicht. Aber ich bin da relativ entspannt und – das klingt jetzt fast arrogant – sehr offen. Ich habe festgestellt, dass man die Crowd sehr schnell unterschätzt. Dass man denkt: »Die sind hier, die mögen nur den und den Sound und wenn ich das und das spiele, beschmeißen die mich mit Tomaten.« Aber die Leute haben Bock, die wollen tanzen und haben meistens gar keine vorgefertigte Meinung. Ich finde es ganz schön zu merken, dass auch größere Sachen echt offen sein können – was viele DJs gar nicht wahrnehmen.

Offener vielleicht als Underground-Disse, wo sowieso alle zur Muckerpolizei gehören?
Klar! Auf eine Art und Weise kann es das sein, weil niemand mit einer bestimmten Erwartungshaltung hingeht. Es soll halt ballern, wir wollen Spaß und uns besaufen – damit sind die ganz glücklich. Klar kannst du genauso einen Underground-Club haben, wo dann ein Typ rum steht, der alle Platten auch zuhause hat: »Die hat auch schon der und der DJ gespielt, das ist ein großer Hit, das ist nicht underground und dies und das.« (zögert) Es ist schwierig zu vergleichen. Ich schätze beides, ich möchte weder dem einen noch dem anderen auf die Füße treten und sagen: Das ist nicht gut. Ich würde es schade finden, wenn ich nur noch auf großen Events spielen, wo der Typ mit der Plattensammlung nicht hinkommt. Den mag ich ja auch. (lacht)

Ist es nicht aber anstrengend, diesen Kompromiss zu wahren?
Ich sehe das ganz entspannt. Ich schaue mir die Booking-Anfragen an, gucke, wer da noch spielt und ob das irgendwie Sinn für mich ergibt und wie viel Geld ich bekomme. (lacht) Oder wie wenig Geld ich bekomme und ob das eventuell gerechtfertigt ist, weil es ein kleiner Club ist – dann finde ich wenig Geld total in Ordnung.

Ich frage auch deshalb, weil ich mich mit Blick auf deine bisherige Karriere schon manchmal frage: Wie recht ist das eigentlich alles? Wie recht ist es dir, als ein Gesicht des Electro-Revivals bei beispielsweise Resident Advisor heran genommen wirst?
Ich finde es dann schwierig, wenn wenn die Leute, die seit Jahren Electro in ihren Kellern basteln, gar nicht erwähnt werden. Nach dem Motto: Helena ist Electro, der ganze Rest ist scheißegal. Natürlich glaube ich schon, dass ich ein bisschen dazu beigetragen habe. Aber ich finde es schwierig, wenn es in Magazinen so dargestellt wird, als hätte ich dieses Genre erfunden. Im besten Fall ist es so wie mit meiner Freundschaft mit Umwelt. Der macht seit Anfang der Neunziger Electro und sagt mir: »Ich bin total glücklich, dass du jetzt das Postergirl bist, denn ich profitiere davon.« (lacht) »Ich werde endlich wieder eingeladen und ich kann nach 15 Jahren Karriere das erste Mal tatsächlich ein bisschen davon leben.« Dann gibt es natürlich auch Leute, die das kritischer sehen.

Wie ist das für dich aus Produzentinnensicht? Zu denken, »Okay, jetzt stecke ich in diesem Genre, aber eigentlich…
…bin ich gar kein Electroproduzent!« Das ist ja das Lustige. Ich habe vielleicht zwei, drei Stücke, die man als Electro bezeichnen könnte, bin aber eigentlich zwischen allem. Im Zweifelsfall ist das eher Acid Techno als Electro. Ich bediene eine gewisse Bandbreite an Styles, aber ich bin eher ein Electro-DJ als ein Electro-Produzent.

Klanglich erinnert »Qualm« sehr stark an deine ersten Releases. Hat sich in deinem Studio sehr viel verändert? Ich erinnere mich an ein Video bei Kaput in dem nicht unbedingt viel rumstand.
Das ist das Set-Up, das ich von Anfang an benutzt habe und das hat sich nicht verändert. Mein letztes Album »Discreet Desires« war relativ konzeptionell insofern, als dass ich das Foto für das Cover und einen bestimmten Sound im Kopf hatte, den ich umsetzen wollte. Das war ein bisschen poppiger, im Vergleich zu »Qualm« zumindest, etwas mehr Songstruktur-lastiger. Danach hatte ich Lust, wieder so Bunker-Zeug zu machen. Als ich angefangen habe, Musik zu machen, wollte ich genau das machen: Bunker. Das war mein Ding. Ich war immer fasziniert von diesem Bunker-Ansatz, von DIY, von roughem, hartem, dreckigem Sound, der mit sehr wenigen Maschinen produziert wird. Das klassische Prinzip: ein Drumcomputer, ein Synthesizer. Wie im Track »Een Drumcomputer & Een Synthesizer« [des niederländischen Produzenten Ronald Klaver alias Electronome, Anm. d. Red.]. Die Idee fand ich wahnsinnig spannend und tatsächlich war Bunker das erste Label, mit dem ich in Kontakt getreten bin und die zuerst etwas von mir veröffentlichen wollten, obwohl das Release nach meiner EP auf Werkdiscs erschien. Ich hatte mich an dem Sound noch nicht komplett abgearbeitet, ich hatte immer noch Bock drauf, ich wollte wieder dahin zurück und aus wenigen Mitteln etwas Energetisches produzieren. Was ich dann halt gemacht habe. (lacht)

Warum eigentlich? Ob Techno oder Electro, es geht immer um Fortschritt. Bedeutet es nicht aber eher einen Rückschritt für dich?
»Mehr Synthesizer« ist kein Fortschritt. Egal, was du machst: Es ist sowieso nie neu, das kannst du komplett vergessen. Wir brauchen neue Technologie, aber das neueste iPhone ist kein Fortschritt in der Technologie. Fortschritt findet nicht statt, es gibt nichts Neues. Natürlich kannst du dir das gesamte Zimmer mit Synthesizern vollstellen. Ob davon aber deine Musik besser wird, bezweifle ich. Wenn es dich inspiriert, vielleicht. Aber das ist nicht zwangsläufig der Weg, um zu geiler Musik zu kommen. Die besten Sachen kommen Leuten, die kein Geld haben, aber mit einem Drumcomputer und Ableton zuhause sitzen und das Ding zu Tode arbeiten. Ehrlich gesagt ist mir das auch ziemlich egal. Ob ich nun nach vorne gehe oder nach hinten – ich habe von Anfang an gemacht, worauf ich Lust hatte und nie darüber nachgedacht, ob es radikal, anders oder neu ist.

Wenn es aber back to the roots geht, wird das allerdings schnell als Nostalgie aufgefasst – und Nostalgie finden wir alle immer schlimm.
Ja, ich auch! (lacht) Ich habe mich aber auch nicht hingesetzt mit dem Ziel, dasselbe zu machen, was ich schon mit zwanzig Jahren gemacht habe. Mit »Discreet Desires« wollte ich schon etwas machen, das sich von allem zuvor unterscheiden sollte. Aber ich wusste zugleich, dass ich nicht viel in diese Richtung weiterarbeiten werde. Danach wollte ich wieder etwas Härteres machen.

Nostalgie ist aber aktuell auch gesamtgesellschaftlich interessant. Ein Slogan wie »Make America Great Again« ist auch ein nostalgisches Statement.
Ja. Wobei ich nicht genau verstehe, was er damit eigentlich meint. Denn wann war es überhaupt mal great?

Das tut vermutlich niemand so wirklich, deswegen funktioniert er ja so gut.
Na, ich glaube, die weiße Gesellschaft Amerikas weiß ziemlich genau, was damit gemeint ist.

Fair enough, das stimmt sicherlich.
Die schwarze fragt sich nur: »What the fuck do you mean with that, fucker?«

»Wir brauchen neue Technologie, aber das neueste iPhone ist kein Fortschritt in der Technologie.« (Helena Hauff)

Wie denkst du denn über die Zukunft?
In welchem Sinne? Ich selber denke überhaupt nicht über meine Zukunft nach. Ich bin immer ganz glücklich mit dem, wo ich gerade so bin. Wenn’s so weiterläuft wie bisher, fände ich das ziemlich spitze. Das habe ich vor fünf Jahren aber auch gedacht. Und vor zehn. Ich bin total einfach zu befriedigen. (lacht) Wenn ich aber politisch denke oder an die Umwelt, dann könnte ich mir Utopien oder Dystopien ausmalen von dem, was ich mir wünschen würde oder was ich schade fände. Aber ich weiß natürlich, was passiert – oder ob das wirklich die Frage war.

Das war schon eine totale Arschlochfrage!
Schweinebacke!

Du bewegst dich in einem toughen Business. Wenn wir also über Zukunft sprechen, dann reden wir auch übers Älterwerden – was auch immer das heißt – in diesem Business, das immer mehr von den Leuten erfordert. Du hast zwei Stunden geschlafen und jetzt den ganzen Tag Interviews gegeben, demnächst geht es für dich weiter. Macht einen das nicht fertig auf Dauer?
Ich muss es ja nicht machen. Das ist natürlich einfach zu sagen und das weiß ich auch.

Letztens sprach DJ Koze sehr offen an anderer Stelle in diesem Mag über Panik- und Angststörungen Es wird viel von DJ abverlangt und natürlich wird häufig gesagt: Die können doch etwas anderes machen. Im selben Zug aber wollen wir ja eure Dienstleistungen in Anspruch nehmen.
Genau. Diesen Interviewtag hätte ich nicht machen müssen, tue es aber schon gerne. Auch das Auflegen muss ich nicht machen. Ab einem gewissen Level musst du es auch nicht mehr für dein Bankkonto machen. Dann kannst du weniger spielen, weil du für den jeweiligen Auftritt genug bekommst. Natürlich hat man dann Angst, dass man nicht mehr so viel gebucht wird, aber ganz ehrlich: Es ist sehr viel einfacher, zu einem Gig nein zu sagen, wenn du in einer Position bist, in der du genug Geld hast, um deine Miete zu zahlen und davon zu leben. Wenn du in einer Position bist, in der du sowieso ein gutes Standing hast, ist es okay, nein zu sagen. Wenn man das nicht kann, hat man vielleicht den falschen Job. Oder es kann passieren, dass man gar nicht mitbekommt, dass es einem schlecht geht. Aber das kann einem in jedem Job passieren.

Sicherlich, allerdings denke ich auch an das Beispiel von Avicii. Da sitzt eine Reihe von Anzugträgern da, deren Job es ist, ihn dazu zu pushen, immer weiter zu machen. Ähnliche Strukturen gibt es vielleicht nicht unbedingt für dich, aber gemeinhin schon in dem, was wir als Underground bezeichnen: Manager_innen, Booker_innen und so weiter, die alle ein Interesse daran haben, dass DJs abliefern, weil sie dann erst ihr Geld bekommen.
Vielleicht bin ich in einer glücklichen Position, weil ich bisher noch jedem Manager gesagt habe, dass er sich verpissen soll. Weil ich auf einen Manager keinen Bock habe. Meine Bookerin sagt mir eher, dass ich mal weniger machen soll. Avicii ist natürlich ein Superstar. Den Fall finde ich schwierig anzubringen, weil es da nicht um einen DJ geht. Das kannst du eventuell noch mit Carl Cox vergleichen, aber selbst das nicht. Das ist wie mit Whitney Houston, wie mit Britney Spears und wem auch immer. Ich möchte beim besten Willen nicht wissen, wie es sich anfühlt, ein Mega-Superstar zu sein. Wenn du nicht mehr über die Straße gehen kannst, wenn dir die ganze Zeit irgendwelche Paparazzi hinterherlaufen. Das ist eine komplett andere Sache. Das hat nichts mit der DJ-Szene zu tun. Das ist ein klassischer Fall von »sehr jung sehr berühmt geworden«. Natürlich passieren solche Sachen auch Underground-DJs, aber ich glaube aus nochmal anderen Gründen. Es gibt auch diverse Arbeitslose, die sich umbringen oder die ein Alkoholproblem haben. Mehr als DJs vermutlich.

Aber auch das kommt mit dem Job.
Es ist wichtig, dass wir darüber reden, weil wir alle Menschen sind und aufeinander achten sollten. Wenn es einem DJ-Kollegen nicht gut geht, sollten wir ihn an die Hand nehmen. Aber das Gespräch darüber finde ich schwierig, weil es von Fall zu Fall so unterschiedlich ist. Avicii finde ich schwierig, weil er ein massiver Superstar war, der vermutlich noch ganz andere Geschichten am Laufen hatte als ich das je in meinen kleinen Kopf kriegen könnte. Ich kann mir nicht vorstellen, ein Avicii zu sein.

Natürlich gibt es genug Leute, die den DJ-Lifestyle mit all seinen Aspekten lieben. Ich habe aber schon oft genug von Leuten gehört, dass sie eigentlich gar nicht als DJs unterwegs sein wollen.
Aber warum machen die das dann?

Klar. Das verstehe ich. Du musst schon eine bestimmte Type sein, um auf das DJ-Ding Bock zu haben und damit fertig zu werden. Oder eventuell auch den passenden Rückhalt zuhause zu haben – dass da jemand ist, der dich vom Flughafen abholt und sagt: »Alles in Ordnung, mach dir keine Sorgen.« Freunde, Familie und so weiter, das hat dann auch nicht jeder. Wenn du dir deine Arbeit als Produzent damit verdienst, DJ zu sein, kann es natürlich schwierig sein. Es kommt aber aufs Level drauf an. Bei mir war es vor fünf Jahren am schlimmsten: Du spielst viel, verdienst aber noch nicht genug beim jeweiligen Auftritt, um weniger zu spielen. Du hast so viel zu tun und reist wie ein Superstar-DJ, aber du kannst nicht viel weniger machen. Aber selbst dann müssen es nicht vier Wochenenden sein – es reichen immer noch zwei. Und wenn du darauf kein Bock drauf hast, warum machst du es trotzdem? Klar, je weniger du spielst, desto weniger lernen dich die Leute kennen und dann machst dir Sorgen… (seufzt)_ Ich bin ganz happy und hoffe, dass ich – sollte ich nicht mehr happy sein – damit auch aufhöre.

Das klingt, als würdest du dir selbst nicht trauen.
Das sage ich ja: Ich weiß nicht, ob das so einfach wäre. (zögert) Ich glaube aber auch nicht, dass es so schwierig wäre.


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