Leicht hat es eh niemand. Seit das Geld aber auch nur noch nach oben tropft, der Sozialstaat zum Schatten seines Potenziales verkommt und die Kohle in Krieg statt in Kultur fließt, ist es 2026 für die allermeisten schwieriger denn je. Erst Recht, wenn man versucht, Kunst zu machen, Musik. Schon ein Discounter-Einkauf ist für viele Kunstschaffende ein signifikanter Posten im Monats-Budget – und die Miete… Aber woher kommen die Ideen, woher kommen die Utopien, woher kommen die Gegenentwürfe, das Widerständige, der Kontakt mit dem Unbekannten, das Unwahrscheinliche, das Verzauberte, wenn niemand mehr Kunst machen kann? Ganz sicher kommt es weder aus dem Kanzleramt, nicht von der KI und auch nicht von den Konzernen.
Eine etwas längere Einleitung, um der Wichtigkeit und der gesellschaftliche Tragweite des Musikfonds e.V. Nachdruck zu verleihen.
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10 Jahre Förderung der Vorstellungskraft
Kunst ist nicht austauschbar. Der Musikfonds fördert seit 2016 als unabhängige, zivilgesellschaftliche und basisdemokratische Organisation aktuelle, avantgardistische Musik in ihrer ganzen stilistischen Vielfalt; und fördert damit Gefühle von Weite und Alterität im gesamten Bundesgebiet. Über 6.200 bewilligte Projekte und Stipendien, und mehr als 62 Millionen Euro Fördermittel hat der Musikfonds in den letzten zehn Jahren ermöglicht. Das ist elementare Arbeit für eine pluralistische Gesellschaft, in der es Zuversicht geben kann, weil die Kunst einen immer wieder daran erinnert, dass Fülle möglich ist und Unterschiede nicht die Grenze, sondern das Lebenselixier schlechthin ist.
Wir wollen deshalb alle einladen, dass 10-jährige Jubiläum des Musikfonds zu feiern. Am 13. Oktober 2026. Berliner Silent Green. Einlass ist ab 18 Uhr; eine halbe Stunde später geht es los. Der Eintritt ist frei, aber meldet euch bitte vorher hier an.

(Foto: Projekt Riff Saasfee)

(Foto: Projekt Riff Saasfee)

(Foto: Lena Laine)
Das Programm
Lyrikerin und Trommlerin Mariá Portugal spielt live. Sie schafft mit ihrer Musik, dass man gleichermaßen an Folklore und den Aufbruch von Traditionen denkt.
Bei der Kollabo der Musiker Broken Frames Syndicate und Paul Pape verschmelzen wiederum Kultur und Klang.
Die Leipziger Crutches machen aufmüpfigen Punk-Jazz, in dem 8-Bit-Sounds erlaubt sind und eigentlich auch sonst alles.
Genug verraten aber noch lange nichts gefühlt ist mit dem Namen Dynamische Akustische Forschung (DAF) und der Ankündigung, es handle sich um eine Klang-Intervention. Sie findet im Aufgang der Betonhalle statt.
Zuletzt gibt es mit Alexander Schubert eine weitere große Namensvetternschaft. Das Musiktheaterstück ETERNAL DAWN befasst sich mit dem kontroversen Thema Transhumanismus.
