Frühes Fusion-Werk von Akira Ishikawa und seinen Count Buffaloes neu aufgelegt

07.03.23
Foto:© Cinedelic

Akira Ishikawa scheut den Bruch mit dem Bekannten nicht. Im Gegenteil, er sucht ihn geradezu. 1970 wagte der japanische Jazz-Schlagzeuger und Percussionist mit seiner Count Buffalo Jazz And Rock Band (auch Count Buffaloes genannt) einen frühen Versuch, eben Jazz und Rock zu verbinden. Das Ergebnis, »Bakishinba: Memories of Africa«, wird am 24. März 2023 von Cinedelic wiederveröffentlicht.

Mehr Santana als Miles

Das im Titel erinnerte Afrika muss auf der Platte schon mit gespitzten Ohren gehört werden. Leichter ist es, die Elemente lateinamerikanischer Musik zu entdecken, die sich im verjazzten Rock wiederfinden. Ich schreibe bewusst »verjazzter Rock«, denn in der Summe ist es mehr Carlos Santana als Miles Davis.

Und ganz klar: Den größeren Traditionsbruch sollte Akira Ishikawa drei Jahre später mit »Tsugaru Jongara Bushi« begehen, das erstmals die tsugaru shamisen, die japanische Langhalslaute, in den Jazz einführte. Nichtsdestotrotz ist auch »Bakishinba: Memories of Acrica« ein mutiges Werk, vor allem aus der Perspektive seiner Entstehungszeit. Die Neuauflage erscheint neben einer Black Vinyl Edition auch in einer auf nur 100 Stück limitierten Blue Vinyl Edition, die exklusiv bei HHV Records erhältlich ist.