Review

Co. Fee

Easy Listening

My Hollow Drum • 2011

Nachdem My Hollow Drum, das Künstler und DJs beinhaltende Kollektiv, sich in Los Angeles durch regelmäßige Veranstaltungen einen Namen machte und auch jenseits des Atlantiks nicht unbemerkt blieb, dürfen wir nun die erste Veröffentlichung des Kollektivs, Co. Fee’s Easy Listening feiern. Wer nun aber denkt, er hätte hier eine weitere Zusammenstellung von entspannenden Unterwassergeräuschen gefunden, die er laufen lassen kann, während er seine Möbel durch den Raum schiebt, muss enttäuscht werden. Schon das erste Stück, Destroy & Rebuild strotz nur so vor Energie und zeigt wie gut ein indisch anmutendes Gitarrensample in Verbindung mit Synths à la Timbaland klingen kann. Im weiteren Verlauf der Platte bedient Co. Fee sich des öfteren bei Bollywood Filmen. Auf Asante gelingt ihm das auch außerordentlich gut. Percussion, Gitarren, Rhodes und Bass harmonieren perfekt miteinander und das kluge Arrangement lässt sie ihre Wirkung vollends entfalten. Auf Kali jedoch will sich das Bollywood-Sample nicht so recht in das restliche Klangkonstrukt fügen und bewegt sich orientierungslos durch das Stück. Trotzdem enttäuscht Co. Fee’s Debüt nicht. Vor allem Liebhaber der LA-Beatbewegung und der Beat-Kondukta-Platten, werden sich an Easy Listening sicherlich erfreuen.