Review

James Blake

Playing Robots Into Heaven

Polydor • 2023

James Blake hämmert mit elf Tracks auf »Playing Robots Into Heaven« seine Wurzeln wieder in den Boden der Tatsachen. Dabei kündigt der Brite mit »Big Hammer« seine Reise in die Vergangenheit schon vor zwei Monaten an: Mit ordentlichem Groove dubstepped der Vierunddreißigjährige mit einer Zeitkapsel Richtung seiner Anfänge. Nach einem fünfzehn Soundscapes langen AI-Traum im vergangen Jahr und den zwei balladrigeren Vorgängern davor, macht James Blake mit »Playing Robots Into Heaven« endlich wieder einmal ein bisschen mehr Tempo und teased seine Fans nicht schlecht: Auch die zweite Single-Auskopplung »Loading« verspricht ein Album, das Melancholie inhaliert und sie als smoothe Basswelle rausballert. Dazwischen füllt James Blake die Leerstellen mit dem, was er am besten kann: Eine Mischung aus 90er-R&B und dem, was Anfang der 2000er in UK die Leute am Dancefloor zum Schwitzen gebracht hat. Dafür kombiniert der britische Produzent das Gefühl von unglücklichem Verliebtsein mit dessen Akzeptanz und jagt es durch die Loopmaschine. Was hier am Ende rauskommt, ist tanzbares Alleinsein: ein durchwegs befreiendes Gefühl.