Ephemerals

Nothin Is Easy

Jalapeno • 2014

Gleich beim ersten Hören fiel die Ähnlichkeit zu Hannah Williams’ letztjährigem Debut bei Rekord Kicks auf. Unverblümter Soul, mal verträumt ungewiss, mal unerbittlich direkt. Sowohl vom Sound als auch von den Lyrics her. Im Vordergrund stets die Liebe. Für die Sache des Soul an sich, als auch für das in den Texten verarbeitete. »Loving Guaranteed« verspricht all das, mit dem das Album sonst noch aufwartet. Wohltuender Herzschmerz, der durch verschiedenste Tempi gewälzt wird, und von 4/4 Kopfnicken bis hin zu ¾ Schunkeln alles zulässt. Dazu eine kantig raue Spielweise, die abgerundet wird durch Streicher Arrangements, die je nach Bedürfnis mit Tremolos aufkratzen, dann wieder in langgezogenen Flächen sanft auffangen. Songs wie »Six Days A Week« lassen den gerade mal 25 jährigen Frontman Wolfgang Valburn dann zum gestandenen Mann mutieren. So viel Whiskey und Zigaretten kann man in einem viertel Jahrhundert gar nicht konsumieren, um da so genuin mitzuhalten. Und beim Intro zu »I’m Your Man« war dann jeglicher Zweifel vom Tisch. Wer da aus dem Hintergrund mit ihrer Stimme die Band umschmiegt und wärmt, ist niemand anderes als Hannah Williams selbst. Kurz die digitale Karteikarte der Ephemerals aus dem Netz gefischt und siehe da. Verantwortlicher Produzent ist Hillman Mondegreen, der auch schon in selber Rolle, wie auch der des Songwriters, bei Williams’ »A Hill Of Feathers« in Erscheinung trat. Und ebenso taugt dieses Album dazu, sich die Seele aus dem Leib zu schreien, wie Sie auch flüsternd wieder hierin einzubetten.

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Ephemerals
Nothin Is Easy
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