Es grenzt fast schon an Ignoranz, Greg Foat einfach nur als »Jazz-Pianisten« zu bezeichnen. Der Engländer hat seine Zuständigkeit für Ambient, Folk, Space-Age-Pop, Jazz-Funk und -Soul auf gut zwei Dutzend Alben unter Beweis gestellt – und dabei immer auch einen Hang zur Library Music gezeigt. So wie auf seinem neuesten Album Blobs, einer meditativen, aber bis ins i-Tüpfelchen ausarrangierten Fantasie für Holzbläser und Synthesizer.
Flöte, Klarinette, Bassklarinette, Oboe und Englischhorn geben den Ton auf dem Album an, den Greg Foat mit impressionistischen Harmonien aus dem Synthesizer unterfüttert. Manchmal sind es nur pointillistisch gesetzte Farbkleckse, die Foat zu einem Oboe-Solo beisteuert. Den Referenzrahmen für dieses Album liefern alle möglichen Schein-Genres mit schwer kategorisierbarer Musik. Blobs hat etwas von japanischem City Pop, von 70er-Jahre-Filmsoundtracks, die nicht von Ennio Morricone stammen, und von der etwas anderen Library Music. Und alles bleibt schön im Rahmen der Tonalität, aber abenteuerlich ist das trotzdem. Und vielleicht ist es dann ja doch auch: Jazz.

Blobs
