Review

Has-Lo

In Case I Don’t Make It

Mello Music Group • 2011

Äußerst umtriebig zeigt sich derzeit die Mello Music Group aus Arizona. Das Label, das neben Declaime auch Künstler wie Diamond District oder Oddisee beheimatet, releaste erst kürzlich das neue Apollo Brown-Album Clouds und sorgte damit, ob der Qualität der Scheibe, für großes Aufsehen im US-Underground. Nun steht mit dem MC/Producer Has-Lo aus Philadelphia der nächste MMG-Artist in den Startlöchern. Mit seinem Debüt In Case I Don’t Make It reiht sich der junge Mann in die Riege der neuen Generation von Boom Bap-Vertretern ein und deutet auf den 15 Tracks sein großes Potential am Mikrofon an. Sein Sound versprüht fast durchgängig eine gewisse Finsternis und Melancholie, die tief in die dunklen Ecken einer scheinbar zerissenen Seele des Protagonisten blicken lässt. Trotz aller Schwere laden die Beats zum Kopfnicken ein und unterstreichen gleichzeitig die besagte Atmosphäre der Platte. Das hier ist kein Battle-Rap, sondern düsteres Storytelling. Has-Lo beweist, dass er in der Lage ist, musikalische Bilder zu zeichnen, die sich im Kopf des Hörers festsetzen, aber nicht immer zu positiver Stimmung verhelfen.