Review

HELM

The Hollow Organ EP

PAN • 2014

Im letzten Jahr hatte sich Luke Younger insbesondere um die Etablierung seines Labels Alter gekümmert und dieses Unterfangen mit einer Hand voll Releases so unterschiedlicher Künstler wie Hieroglyphic Being Richard Youngs, Age Coin oder Damien Dubrovnik in die Tat umgesetzt. Für sein gemeinsam mit Steve Warwick (Heatsick) betriebenes Projekt Birds Of Delay blieb da keine Zeit. Er selbst konnte unter seinem Alias HELM zumindest einen Release, »Silencer«, für PAN verbuchen. An diesen knüpft nun sein ebenfalls 4 Tracks umspannender neuer Streich, »The Hollow Organ«, an. Ähnlich wie in seiner Labelarbeit zeigt HELM auf der 12-inch, dass sein Interesse an Musik nicht einseitig ist. »Carrier«, mit 3 Minuten Länge ungewöhnlich kurz, steuert mit unterkühltem Puls dem Synthesizer-Halligalli entgegen. »Analogues« kehrt dann die Industrialeinflüsse stärker nach außen. »Spiteful Jester« setzt auf Nervengift und Noise. »The Hollow Organ«, der beste von vier sehr guten Tracks, dreht einen Drone in ein Stück Musique concrète hinein. HELM weiß die Texturen extrem spannend zu gestalten, die Balance zwischen den teilweise krassen Sounds stimmt. Das ist eben genau die Kunst hier. Solche Musik kann natürlich nicht nebenbei beim Sushi-rollen konsumieren. Da muss man den Seetang schon mal zur Seite legen. Die Konzentration diese 4 Tracks lang hochzuhalten sollte dann aber locker gelingen.