Review

Malcolm McLaren & The Bootzilla Orchestra

Call A Wave

Be With • 1989

Fünf Tracks zum Eskalieren: Denn »Call A Wave« gehört nicht nur zu den Kuriositäten der Musikgeschichte (Bootsy Collins, Jeff Beck und Malcolm McLaren auf einer Aufnahme), sondern zu den seltensten Veröffentlichungen jener Tage noch dazu. Auf dieser seltenen DJ-Promo findet sich der Track »Call A Wave« gleich in mehreren Varianten. Und was zuerst auffällt: Der »DFC Dance Mix« hört sich an, als ob er im 21. Jahrhundert entstand – dabei erschien die Promo bereits Ende der 1980er-Jahre. (Übrigens nie wirklich im Verkauf, daher eben so unfassbar selten.) Die Mixe, die folgen, setzen eher auf verschiedene Nuancen des Songs. Der »Breakdown Mix« geriert sich als kleiner Trip mit verfremdeter Stimme aus der Ferne und hypnotischerem Rhythmus. Der »Orbital Mix« katapultiert das Stück, wie könnte es anders sein, per Synthesizer in weite Welten – inklusive künstlichen Streichern und allerlei schiefem Kram, der nach Zukunft klingen soll. In diesen fünf Minuten hört sich das Album allerdings so sehr nach Achtzigern an wie an keiner anderen Stelle. Für den »New Age Mix« verschwindet die Stimme hingegen komplett im Sound. Damit dürfte diese Platte eine rentable Fundgrube für Beatmaker sein. Übrigens: Nicht ein Mix ist allerdings so verstrahlt wie der Originaltrack. Wer also in »Call A Wave Remixes« reinhört, sollte auch nochmal in McLarens Album »Waltz Darling« eine Chance geben.