Mira Calix

Utopia EP

Warp • 2019

Einmal Kunsthalle und zurück: Fast zehn Jahre vergingen seit der letzten Veröffentlichung von Mira Calix auf Warp. Jetzt folgt nach diversen Arbeiten bei Ausstellungen und Installationen eine neue EP. Mit vier Tracks. Laufzeit? Etwas mehr als zwölf Minuten. Und nicht einmal wirklich eigenständig als Werk kommt »Utopia« daher. Denn Basis für die EP ist ein Kurzfilm des Autors Adam Thirwell. Und so gehen diese vier Stücke nicht wirklich in die Tiefe, denn es fehlt ihnen zwangsläufig immer eine visuelle Ebene. Die in Südafrika geborene Musikerin kann über die wenigen Minuten einfach keinen überzeugenden Sog entwickeln. »Just Go Along« kriecht auf einem kargen Rhythmus dahin und »Upper ups« fühlt sich noch viel deutlicher nach Skizze als der Rest der EP an. All das lässt sich zwischen Electronica und IDM einordnen, nur eben in gewöhnlich. Denn experimentell mag das für Leute sein, die solche Form der elektronischen Musik sowieso als unhörbar einstufen. Für den Rest gibt es auf »Utopia« nur durchschnittliche Beats abzuholen. Sofern überhaupt mal ein richtiger Rhythmus auftaucht. Stattdessen gibt es eben das, was nach zehn Jahren mit Kunstprojekten zu erwarten war – abstrakte Kunstmusik ohne Emotionen. Es tut sich einfach nichts. Abgeriegelt im sterilen Raum entfaltet sich kaum was Spannendes. Frisch und spielerisch habe sich dieses Projekt wieder angefühlt, sagte Mira Calix vor Veröffentlichung der EP. Davon ist nur leider auf den vier Tracks nicht viel hängengeblieben.

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Mira Calix
Utopia
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