Review

The Smile

Wall Of Eyes

XL Recordings • 2024

The Smile ist eine britische Band, die wie viele andere Musikprojekte 2020 im tiefsten Lockdown ihre Wurzeln schlug. Thom Yorke und Jonny Greenwood, die beide aus dem Radiohead-Gefilde stammen, erschaffen gemeinsam mit Sons Of Kemet-Drummer Tom Skinner, eine Band, die sich schlichtweg aus der Lust am gemeinsamen Musik machen etabliert. Mit ihrem Album »A Light for Attracting Attention« debütiert das Trio 2022 schließlich. Während einige darin zunächst ein musikalisches Pendant zu Radiohead erkennen, schafft es The Smile letztendlich, die Band-Vergleiche und den Äquivalenten-Status abzulegen und als eigenständiges Opus in der Musikbubble zu agieren. Das Trio produziert weiter und setzt nun mit »Wall Of Eyes« ein zweites Studioalbum hinterher, mit welchem die in Pandemie-Zeiten entstandene Band den nächsten Schritt ihrer Discographie anvisiert. Die Tracks lassen sich zwischen Post-Punk und Psychedelic-Rock verorten. Die Klangfarbe Thom Yorkes Stimme verleiht dem Album instinktiv einen altvertrauten Charakter. Die Gitarren-Riffs des namensgebenden Songs »Wall Of Eyes« lassen Melodien in Lagerfeuer-Stimmung erklingen. Sie kreieren instrospektive Soundarregemnets, die sich wie ein roter Faden durch das gesamte Album ziehen. Als Nonplusultra der Psychedelic, holt sich das Trio Unterstützung des London Contemporary Orchestras ein, das in Verbindung mit dem ohnehin schon sensiblen, fast schon düsteren Post-Punk, jeglichen Erwartungen den Rücken kehrt.