Review

The Wave Pictures

Sweetheart EP

Moshi Moshi • 2010

Nach dem aufgeblasenen zweiten Album »If You Leave It Alone« bescherten die Briten von The Wave Pictures mit »Susan Rode The Cyclone« Anfang 2010 allen Folkverliebten die Möglichkeit zur freien und minimalistischen Entfaltung. Dem groovenden Lo-Fi-Sound des letzten Albums folgt mit »Sweetheart« eine EP, die eigentlich recht unspektakulär sechs Songs des Albums aufgreift. Allerdings liegt die Stärke von David Tattersall, Franic Rozycki und Jonny Helm Songs im Minimalismus. Welches Format wäre da besser geeignet als eine EP? Mit der knarzig-schrägen Stimme von Tattersall kratzt sich so ein süßliches »Sweetheart, when I’m with you I wish I didn’t have to go« über das erweichte Herz und klammert selbiges an das Trio. Denn, einmal in sein Herz geschlossen, möchte man The Wave Pictures nicht mehr loslassen. Bei Songs wie »Blind Drunk« oder »Cineamon Baby« zeichnen sich die Londoner als übermenschlich große Geschichtenerzähler aus, die in Höchstform berühren, inspirieren und unterhalten. Und das auch ohne ein fünftes Mastering der Songs. Minimalismus, der in seiner Simplizität pur und ehrlich überzeugt.

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