Upsetters 14 Dub Black Board Jungle, eines der wichtigsten Dub-Alben der Musikgeschichte – es gilt als das erste überhaupt – wird am 20. November 2026 via Week-End Records wiederveröffentlicht. In seiner gesamten Widersprüchlichkeit. Nur auf Vinyl. 3000er Auflage. Neu gemastert von Stephan Mathieu. Ein achtseitiges Booklet mit Liner Notes von Lee-Perry-Biograf David Katz und einem Interview mit Produzentenlegende Adrian Sherwood.
Tubby, Perry und der Mythos
Schon beim Zeitpunkt der Erstveröffentlichung des auf nur 300 Stück limitierten Originals herrscht Uneinigkeit: Mal heißt es Ende 1972 in Jamaika, dann wird ganz klar 1973 behauptet. Auch die Frage der Urheberschaft bleibt unbeantwortet. Nicht irrelevant bei Dub, dieser auf Hall und Bass fokussierten Mixing-Technik, die den Produzenten erstmals als Künstler und sein Studio als Instrument zeigt. Lee »Scratch« Perry und King Tubby nahmen für die 14 Tracks hier bereits vorhandene Musik und erneuerten sie zwischen 1970 und 1972 im Studio radikal.

Upsetters 14 Dub Black Board Jungle
Tubby war fürs Mixing zuständig gewesen, Perry fügte die »hypnotic psychedelic sound effects« hinzu. Arbeitsteilung. »[A]n unbeatable and tenuous partnership that’s never been bettered«, wie David Katz schreibt. Perry sah das mitunter anders: »He was the engineer, but he didn’t have anything to do with the effects. It was I [who] did all the effects as well.« 1981 kam eine neue Version des Albums auf den Markt, Blackboard Jungle Dub, dann mit 12 Tracks und in einer anderen Reihenfolge, oft verwechselt mit dem Original. Verwirrung komplett. Nur eines steht fest: »It’s just revolutionary«. (Adrian Sherwood)


