Music Review | verfasst 26.07.2019
Tommy Guerrero
From The Soil To The Soul
Be With, 2019
Text Anna Gyapjas
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Redaktion
Cover Tommy Guerrero - From The Soil To The Soul

Auf »From The Soil To The Soul« geht es ab. Wahlweise spielt sich eine E-Gitarre in den Vordergrund, dann ein Schlagzeug. Auf »The Underdog« machen sich sogar noch irgendwelche Streicher wichtig, was dann sehr melodramatisch und so gar nicht nach dem West Coast Chill des Tommy Guerrero klingt. Cringy fühlt sich natürlich nur an, wenn man sich nach »No Man’s Land« und »Road to Knowhere« in der detaliverliebten Eintönigkeit der Vorgängeralben eingerichtet hat. Also die Lust auf Fremde und Ferne erst einmal aufschieben und echten Stimmen lauschen, die hat es 2006 nämlich gegeben bei dem skatenden Musiker. Tommy Guerreros Ambitionen haben auf seinem zuerst bei Quannum erschienen, vierten Album noch verdammt vielfältig geklungen, aber vor allem nach mehr Rock und großen Gesten. Kompositorischer Minimalismus? Elegante Gelassenheit? Desert Vibes? Alles Schnee von Gestern, genauso übrigens auch die subtilen Hip Hop-Einflüsse. Anscheinend kann man auch ohne Wüstensound geerdet klingen. Also alles noch mal neu abgemischt und auf Vinyl gepresst, weil es 2006 nur CDs gab. Nicht, dass jemand denkt, Tommy Guerrero könne nur Weltvergessenheit.

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