Music Review | verfasst 13.09.2019
Sampa The Great
The Return
Ninja Tune, 2019
Text Björn Bischoff
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7.7
Nutzer (3)
8.3
Redaktion
Cover Sampa The Great - The Return

Australien ist nicht gerade das angesagteste Pflaster im Hip-Hop. Was aber nicht heißt, dass die Künstler dort keine Geschichte zu erzählen hätten. Wie Sampa The Great, mit bürgerlichem Namen Sampa Tembo, geboren in Sambia, heute in Sydney beheimatet. Wobei das schon die erste große Frage ihres Debüts ist: Was heißt Heimat überhaupt? Die Methode dafür lautet: »Returning to the self of my self.« So drückt es Sampa Tembo selbst im Titeltrack aus. Und damit erklärt sich auch der Titel des Debüts: Die Heldinnenreise zurück in die eigene Vergangenheit. »Ich musste in meinem Kopf und Geist neu definieren, was Heimat bedeutet«, sagt die Rapperin selbst dazu. Alles eine Nummer zu groß? Nicht wirklich. Denn Sampa The Great hat hier 19 Tracks gezimmert, die nur so vor Selbstbewusstsein und Offenheit strotzen. Vom Sound pendelt die Platte stets zwischen klassischem HipHop, Soul, Jazz und afrikanischen Einflüssen. »Diamond In The Ruff« fährt auf einem entspannten Sample mit ein paar Bläsern dahin, während »Mwana« mit einem dynamischen Rhythmus auffährt, der stets seine Richtung zu wechseln scheint. Und zwischen all diesen herausragenden Tracks platziert Sampa The Great mit »Final Form« einfach mal ein Brett, das als deutliche Ansage fungiert. Jede Zeile ein Treffer, eine unglaublich einprägsame Hook und einfach ein astreiner Flow. Dass Sampa Tembo so viel Abwechslung in »The Return« bringt, sorgt zwar für keinen Spannungsbogen. Allerdings bleibt stets das Gefühl, dass hier sehr viel jederzeit passieren könnte – immer stets in diesem satten und warmen Sound. So viel Selbstbewusstsein zeigte zuletzt in diesem Genre Erykah Badu auf ihren früheren Alben. »The Return« ist damit nicht nur ein Versprechen auf eine große Zukunft für Sampa Tembo, sondern in erster Linie ein unglaublich tolles und beeindruckendes Album.

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