Music Review | verfasst 05.09.2021
The Pro-Teens
I Flip My Life Every Time I Fly
Mr Bongo, 2021
Text Martin Silbermann
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Redaktion
Cover The Pro-Teens - I Flip My Life Every Time I Fly

Wer sich in der australischen Retro-Funk-Szene etwas auskennt, der/die ist sicherlich schon über Surprise Chef und Karate Boogaloo gestolpert. Hudson Whitlock ist Drummer bzw. Percussionist beider Bands und hat mit The Pro-Teens seit 2017 noch ein weiteres Projekt am Start. Zusammen mit illustren Gästen (alle anonymisiert durch abgehobene Pseudonyme wie Libby Clique-Baite) entstanden im Melbourner Studio diese 12 Songs, die die Grenzen zwischen Funk, Soundtracks, Psych-Rock und Boom-Bap-HipHop pulverisieren. Das bereits vierte Album von The Pro-Teens, »I Flip My Life Every Time I Fly« ist entsprechend übervoll mit sample-würdigen Breaks, groovigen Basslines, funky Gitarren-Licks, cineastischen Stimmungen und allerlei analogen Studio-Tricks. An manchen Stellen würde es wohl niemanden wundern, wenn plötzlich z.B. MF DOOM einsetzen würde. In anderen Momenten würde eine Soul-Diva besser passen. Auf »Convo« tritt mal eine Geige ins Rampenlicht, bei »Snooch Is Too Busy For This Shit« sind es Kalimba und Melodica, doch zumeist dominieren Wah-Wah-Gitarren und Analog-Synths das eklektische Klangbild. Das atmosphärische »Greta Thunberg« fährt dann mit geisterhaften Pfeifen und getragenen Streichern das Energielevel etwas herunter, bevor es mit »Elephant On The Wall« und »Slow Fast« nochmal abgeht. Gerade für Connaisseur_innen des organisch-warmen Analog-Sounds der 70ies dürfte »I Flip My Life Every Time I Fly« eine wahre Offenbarung sein.

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