Music Review | verfasst 14.01.2022
Michel Banabila
Echo Transformations
Knekelhuis, 2021
Text Sebastian Hinz
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8.8
Redaktion
Cover Michel Banabila - Echo Transformations

Die Releases von Michel Banabila zu überblicken, ist ein Fass ohne Boden. Seit 40 Jahren veröffentlicht der Niederländer nun Musik, produziert für Theater, Ballett, Fernsehen, Videokunst und veröffentlicht ohne Unterlass Schallplatten auf seinem Label Tapu Records. Alle paar Jahre werden seine Ergüsse dann auf bei Bureau B erscheinenenden Compilations zusammengefasst. Zuletzt: »Wah-Wah Whispers« für die Jahre 2013-2020. Nun veröffentlicht Knekelhuis ein neues Album des inzwischen 60-jährigen Musikers. Es ist ein erstes Highlight, dieses noch jungen Jahres. Musikalisch knüpft es an die von Jon Hassell und Brian Eno formulierte Idee einer primitive Ursprünglichkeit und raffinierte Technologie verbindende Fourth World-Music und somit auch an die Musik auf »Wah-Wah Whispers« an. Er belässt es in diesen »abstrakten Ethno-Colllagen« (ich klaue mir diesen Begriff jetzt mal von Tim Caspar Boehme) nicht bei ambienter Esoterik, sondern streut Dub und groovende Drums ein, was diesem Album eine neue Dringlichkeit gibt. »Echo Transformations« wirkt dabei so in sich geschlossen und stimmig, dass ich trotz seines vielgelobten Frühwerks »Marilli« behaupten möchte, dass ihm hier sein bisher bestes Album gelungen ist.

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