Music Review | verfasst 17.10.2011
Braille
A Meaning EP
Hotflush Recordings, 2011
Text Jens Pacholsky
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7.0
Redaktion
Cover Braille - A Meaning EP

Um uns das Warten auf das erste Sepalcure-Album zu versüßen, schickt Braille – 50 % des Duos – fix noch eine 4-Track-EP vorab. Und seid gewarnt: die Entwaffnung erfolgt von Anfang an. Der Titeltrack schlägt uns mit einem warmen House-Tune und beseeltem Lächeln gleich beide Arme um den Hals, dass man gar nicht anders kann, als ihn zu lieben. Riverbed bleibt der Erinnerung an die guten alten Zeiten des Chicago House treu. Mit viel Soul und Feingefühl strickt Braille Emotionen und schiebt ihnen freche, sommerleichte Breakbeats unter. Breakup beginnt mit einem Oldschool Synth-Piano und melancholischen »I got a story to tell« und baut sich – exemplarisch für die EP – wiederholt neu auf, um in immer ausufernden Melodiebrandungen zu tauchen, die vielleicht ein wenig zu glatt ans Ufer rollen. Den Höhepunkt bildet Chain Gang. Es ist eine klare Verortung Brailles als Hälfte von Sepalcure. Der TB 808 wackelt unverschämt locker, die Rhodes Pianos schmusen um den weichen Subbass, als wäre der Weltfrieden nicht fern. Also, genießt einfach die letzten Sonnenstrahlen eines vermaledeiten Sommers.

Die A Meaning EP von Braille findest du bei hhv.de: 12inch
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