Music Review | verfasst 04.04.2014
Lufth
Distanz und Nähe
Oktaf, 2014
Text Andreas Brüning
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7.0
Redaktion
Cover Lufth - Distanz und Nähe

Oktaf ist das Label des Ambientmusikers Marsen Jules, der dort neben seiner eigenen Musik auch Klänge zwischen Electronica, Field Recordings und Modern Classic von Künstlern wie Gastón Arévalo, Biosphere, Loscil und Taylor Dupree veröffentlicht. In diesen Zusammenhang passt auch das neue Album des Dubtechno- und Electronica-Veteranen Jörg Schuster wunderbar, der seit 2003 unter den Pseudonymen Digitalverein, Sensual Physics und jetzt auch als Lufth Musik macht. Jörg Schusters äußerst entspannte Tracks mischen ambiente Synthesizer-Flächen, analoge Percussionklänge und Glitches mit elektroakustischen Elementen. Rhythmen ergeben sich hier eher aus dem Schnitt und Arrangement, der oft geräuschhaften Loops, als aus herkömmlich gesetzten Beats. Atmosphärischem Rauschen und erwünschte digitale/analoge Störgeräusche und Restgeräusche sorgen nicht nur für lebendige, organische Texturen, sondern auch für eine angenehm traumhafte, versponnene und irgendwie unwirkliche Grundstimmung der Tracks. »Distanz und Nähe« klingt stets warm, angenehm melodisch und unaufgeregt. Das Album funktioniert natürlich auch gut als ambienter Hintergrund, ist aber eigentlich zu schade dafür. Wie zum Beispiel der Zeitlupen-Dub »Rotes Dortmund«, bei dem wirklich kein überflüssiges oder einfach nur schmückendes Schallereignis zu hören ist, so knapp und aufs Allernotwendigste und gleichzeitig Allerspannendste ausgedünnt klingt der Track.

Das Album »Distanz und Nähe« von Lufth findest du demnächst bei hhv.de.
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