Da geht noch was in Lissabon: Helviofox, gerade einmal 19 Jahre alt, speist hier seine Kuduro-Auslegung in den Beat der Stadt ein – euphorisierend, konzentriert, elegant. Was in den späten 1980er-Jahren in Luanda aus afrikanischen und karibischen Rhythmen sowie House und Techno zu Kuduro verschmolzen wurde und später in Lissabon, vor allem um das Label Príncipe herum, zu einer international gefeierten Musik weiterentwickelt wurde, erweist sich auf Rodeado de Batida als nach wie vor vitale Kunstform.
Beeinflusst von seinen Brüdern, die unter den Namen Dadifox und Erycox produzieren, setzt Helviofox, der sich mit seinem Namen wie diverse seiner Kollegen vor Urgestein DJ Marfox verneigt, mit einer guten Handvoll schwer synkopischer Grooves den Tanzboden in Bewegung. Unüberhörbar in dem verwurzelt, was Marfox und andere vor ungefähr 15 Jahren in Lissabons Vorstädten in Gang gesetzt haben, aber mit offenen Ohren für neue Sounds und einem ansteckenden Optimismus.

Rodeado de Batida