Jeremiah Jae

Raw Money Raps

Brainfeeder • 2012

Eigentlich ist es doch so, dass diese ganzen Jungs und Mädels bei Brainfeeder tolle Musik veröffentlichen – letztendlich wartet die Welt aber nur auf die erste Platte, die diesen Sound vernünftig mit Vocals verknüpft, eines dieser Überalben, das Grenzen sprengt und Hirne zerlegt. Dass FlyLo-Günstling Jeremiah Jae da eine gewichtige Rolle einnehmen könnte, ist seit einiger Zeit bekannt. Und die Ankündigung, dass sein Debüt »Raw Money Raps« über jene Beatschmiede in Los Angeles erscheinen wird, besorgte ihr übriges, um die Erwartungen zu füttern. Nach knapp fünfzig Minuten sind diese auch tatsächlich erfüllt. Das Hirn fühlt sich aber immer noch wie am Stück an. Dabei sind mehrere Tracks nur kurze Skizzen, die sich sofort zur Seite drücken lassen und auf den ersten Durchläufen kaum Beachtung finden. Doch über »False Eyes« und »Cat Fight«, deren Beats sich auch ein wenig mehr abheben von der dichten Atmosphäre auf »Raw Money Raps«, erschließt sich der Fluss dieser Platte. Die Instrumentals hängen dafür auf einem merkwürdigen Film zwischen Rausch und Rhythmus. Alles von Konventionen entbunden und schön schräg geklopft. Und einmal einen Zugang in dieses Universum gefunden, erschließen sich die Skizzen auch und die Striche laufen zu einem großen Werk zusammen. Jeremiah Jae gibt dazu den Beobachter und wirft ruhig seine Lyrics ein. Mit dem Verstand kommt keiner bei »Raw Money Raps« weiter. Einfach nur treiben lassen. Der Rest kommt dann von ganz alleine.

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Jeremiah Jae
Raw Money Raps
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