Review

Maha

Orkos

Habibi Funk • 1979

Habibi Funk liefert mit seinem zwanzigsten Release, bisher nur auf Kassette veröffentlichtes Material von Salah Ragab’s Cairo Jazz Band und der Sängerin Maha, aus dem Jahre 1979. Im Produzenten-Team trifft man zudem auf Hany Shenoda, dessen musikalisches Wirken bereits bei der Discopop-Gruppe Al Massrieen (»Modern Egyptian Music«) zu hören war. Mahas Stimme reiht sich im klassisch-traditionellen ägyptischen Frauengesang ein und trifft auf Salah Ragabs Orchester-Funk, dessen Genregrenzen von Track zu Track zwischen Jazz, Soul und Latin verschoben werden. Synthflächen, Rhodes, Streicher und ein rollendes Drumset mit allerlei perkussiver Untermalung lassen Maha den gebührenden Raum, um ihre Stimme aus voller Leidenschaft zur Geltung zu bringen. Als herausstechender Song entpuppt sich das über sechsminütige Discofunk-Statement »Law Laffeina El Ard«, das würdig zum globalen Sonnenuntergang des Disco-Hypes der damaligen Zeit (1979) beiträgt. Auch wenn es, durch die ursprünglich kleine Kassettenauflage, eher wenige Ohren hören konnten, sorgt Habibi Funk zumindest jetzt für eine weitere Gelegenheit. Technisch bzw. klangbildlich erwartet einem mit »Orkos«, trotz »Kassetten-Quelle«, ein ausgewogenes klares Soundspektrum. Vor allem die Bässe überzeugen und eröffnen somit auch den »Schallwellengang« auf die Club-Tanzfläche.

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