Ein Klassiker der südafrikanischen Musik ist nun endlich wieder auf Vinyl erhältlich. Malombo um den Sänger und Gitarristen Philip Tabane koppeln auf Sangoma, erstmals 1978 veröffentlicht, Jazz an seine Wurzeln und das Erbe der Townships zurück und schaffen eine Musik, die archaisch und modern zugleich klingt.
Musik ist nicht nur für Albert Ayler die heilende Kraft des Universums. Bei den Zulu heißen die Weisen und Heiler Sangoma. Für Tabane gehörte auch seine Mutter zu diesen Heilern.
Was ihn zu einer der wichtigsten Stimmen der südafrikanischen Musik machte, war sein unermüdliches Streben, aus dieser Tradition etwas Neues, Eigenes zu schöpfen. Die Band, mit der er auf Sangoma spielt – Oupa Monareng und »Fish« Phale (Percussion), Alpheus Koloti (Flöte) und Amos Lebombo (Bass) –, bewegt sich mit unbezwingbar swingender Eleganz zwischen den Welten, vereint Jazz-Techniken mit Township-Jazz. Und immer unauflöslich in den Bandsound integriert, zaubert Tabane Unerhörtes auf der Gitarre. Nach einem dreijährigen Aufenthalt in den USA, wo Tabane u.a. mit Miles Davis und Pharoah Sanders auftrat, hatte er sich die afrikanischen Wurzeln des Jazz selbstbewusst neu angeeignet. »Ich spiele nicht wie Miles«, sagte er damals, »Miles spielt wie ich.«

Sangoma