
Paranoid London
Paris Dub 1
Paranoid London • 2012 • ab 9.99€
EMBED:59384190:sc
Es tut mittlerweile schon wirklich gut, wenn sich die großen R&B-Diven nicht hinter diesen turmhohen Skrillex-Drops und grausamen Guetta-ismen verstecken. Rihanna ist diesbezüglich leider auch kein unbeschriebenes Blatt, was aber passiert, wenn Bangladesh ihr einen solch reduzierten 808 Banger vor die viel diskutierte Stirn wirft, zeigt »Cockiness«. Latente Dancehallanklänge, dazu ein ad infinitum wiederholtes Vokal-Sample (A Milli, anyone?) und eine Rihanna, die ganz schön unkodiert und vehement Oralsex einfordert. Das wiederum inspiriert sogar A$AP Rocky dazu wesentlich aufgekratzter zu klingen als sonst. Hat auch was zu hören wie sehr sich Pretty Flacko freut auf Riris Remix re-retarded zu gehen und im echten Leben damit sogar noch mit einer extended Popograbsch-Einladung belohnt zu werden.
EMBED:59384191:sc

Holy Other
Held
Tri Angle • 2012 • ab 21.99€
EMBED:59384192:sc
Egal in welcher Coverversion, »All Night Long« aus der Hitschmiede des einzigartigen Funkmaestros Rick James, der den Song Anfang der 80er seiner Girlgroup Mary Jane Girls auf den Leib schrieb, bleibt irgendwie unkaputtbar. Nun also Matthewdavid. Der Labelvater von Leaving Records, der neuerdings auch für Brainfeeder tätig ist, entschleunigt das wonnende Original signifikant im Tempo und kreiert um den eingängigen Groove einen basslastiges Stilhybriden irgendwo zwischen Dub, Trap und obskurer Disco-Electronica, der triefend von Samples und Effekten allerart einen appetitlichen Charme versprüht.
EMBED:59384193:sc

Trackman Lafonte & Bonquiqui (Legowelt & Xosar)
Pacific House EP
L.I.E.S. • 2012 • ab 10.99€
EMBED:59384195:sc
Wer »Hydroplane« hört, dürfte erahnen, was unter der Vokabel wonky ursprünglich gemeint war. Eine mächtige Synthfläche durchzieht diese acht Minuten, in denen man nie weiß, wann The Twilite Tone uns den Boden unter den Füßen entreißt und den Track kippen lässt, doch jedes manische Crescendo ebbt wieder kurzeitig ab, nur um Sekunden später mit noch mehr Nachdruck zu explodieren, ob nun unterstützt von einer pointiert eingesetzten Jazz-Vocal-Spur, dem Lachen und Stöhnen des Produzenten selbst oder nur getragen von dieser so vulgären, wie wunderschönen Synth-Line. Das ist Dorian Concepts Trilingual Dance Sexperience mit ganz anderen Mitteln.
EMBED:59384196:sc

Theo Parrish
Any Other Styles
Sound Signature • 2012 • ab 13.99€
EMBED:59384199:sc

Eko Fresh
EK To The Roots
Seven Days • 2012 • ab 10.82€
EMBED:59384200:sc
Seitdem Dominic Lord nicht mehr dem ASAP Mob zugehörig ist, lässt er sich seine Beats nicht mehr von Clams Casino oder ASAP Ty Beats sondern eben von Hudson Mohawke schneidern. Ansage. Dieser sorgt auf der wütenden, wenn auch äußerst schwer zu dechffrierenden Trennungshymne »Pierce«, für das passende Fundament und schneidert dem Fashionista Lord ein druckvolles Beatkorsett. Schwere Drums bohren sich über das schwebende Klassiksample und werden von einer für HudMo-typischen Casiomelodie mustergültig enthemmt. Damit die Disharmonie nicht aus dem Ruder läuft, legt Mohawke ordentlich Effekt über Lords Stimme und verleiht dessen geladenen Anklagen zusätzliche Finsternis. Nachzusehen vor allem im passenden Videoclip den Lord, weitere Verwirrung stiftend, zum Fashion-Projekt deklariert. Achja: Pusha T is killing it on the remix
EMBED:59384201:sc
Wir wollen jetzt keine blasphemischen Vergleiche zu den beiden Großmeistern MK und Todd Edwards anstellen, aber die Art und Weise, wie spielerisch leicht es Greymatter fällt, Vocalsamples sein Eigen zu machen, erinnert teilweise tatsächlich an diese beiden Säulenheiligen. Auf »Sweat« bedient sich Greymatter ausgiebig bei Beyonces »Get Me Bodied«, legt einen einen Flächenbrand von einer Bassline über Mrs. Knowles Aufforderungen zum kollektiven Schwitzen und samplet dazu noch Boogie-Stabs, die nach Prince klingen, aber vielleicht sind wir zu diesem Zeitpunkt auch schon so euphorisiert, dass das bloße Fantasie ist.