Music Review | verfasst 01.11.2007
Kanye West
Graduation
Roc-A-Fella, 2007
Text Florian Aigner
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Redaktion
Cover Kanye West - Graduation

I Herz Message Boards: Mr. West trägt statt XXXXL lieber Designer-Fummel und er samplet die Tekknotucken von Daft Punk. Hip Hop is gay. Nur so viel zum Tenor unter Gehirnzellen-Gehandicapten im Web 2.0-Nirvana. Kommen wir zur Musik. Die ist trotz medialen Overkills wesentlich spannender: Kanye West hat noch mehr als auf Late Registration die Disco-Synthies für sich entdeckt (siehe __Flashing Lights, Good Life oder das von Toomp produzierte, psychologisch wertvolle Big Brother). Dann hätten wir noch das elegante Everything I Am, den wunderschönen, Elton John-verwurstenden Opener, das von Lil Wayne leider nicht wirklich ernst genommene, aber einen weiteren Killerbeat auffahrende Barry Bonds, Kanyes Coldplay-Feature, das sehr College Dropout-ige The Glory (inkl. Chipmunk-Sample und Gospelpathos), die durchschnittlichen I Wonder und Champion, das bereits bekannte und gefeierte Can’t Tell Me Nothing, sowie das, trotz Can-Sample, völlig in die Hose gegangene ¾-Takt-Experiment Drunk And Hot Girls mit Mos Def. Auf enervierende Skits hat er endlich verzichtet, was dazu beiträgt, dass Graduation zwar nicht das bislang beste aber am das leichtesten durchzuhörende Kanye-Album geworden ist.

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