Music Review | verfasst 08.08.2014
Ziguri
Ziguri
Bureau B, 2014
Text Andreas Brüning
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7.4
Redaktion
Cover Ziguri - Ziguri

Ein monoton schweres und kraftvoll treibendes Galeeren-Schlagzeug, ein verzerrter, fetter und mäandernder Punkrock-Bass, lautmalerische Gesänge und eine Echo-Kammer voll übereinander geschichteter Gitarrenspuren. Das sind Dieter Kölsch, Udo Erdenreich und Günter Schickert alias Ziguri. »Ziguri« ist das Wort einer indigenen mexikanischen Ethnie für den das halluzinogene Meskalin enthaltende Peyote-Kaktus. Entsprechend hypnotisch klingt auch der Trance-Psych-Rock des Trios aus Berlin. Die Band existiert mit Unterbrechungen seit Ende der 80er Jahre. Günter Schickert war schon in den 60er Jahren in Berliner Free Jazz-Kreisen aktiv. Er veröffentlichte Mitte bis Ende der 70er Jahre mehrere psychedelische Gitarren-Solo-Alben auf den Krautrock-Labels Brain und Sky, nachdem er als Roadie und Tontechniker für den ehemaligen Tangerine Dream-Elektroniker und -Trommler Klaus Schulze gearbeitet hatte. Seltsamerweise blieb er damit immer ein Geheimtipp; der Ruhm seiner »Kollegen« Michael Rother und Manuel Göttsching blieb ihm versagt, obwohl seine Gitarrenmusik genau so innovativ und eigenständig war. Und auch heute sind die rollend repetitiven und dichten musikalischen Mantras von Schickert, Kölsch und Erdenreich etwas Besonderes.

Das Album »Ziguri« von Ziguri findest du bei hhv.de: LP+CD
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