Music Review | verfasst 02.10.2014
Cuthead
Total Sellout
Uncanny Valley, 2014
Text Kristoffer Cornils , Übersetzung Julia Frohn
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6.4
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9.0
Redaktion
Cover Cuthead - Total Sellout

Sachsens most wanted and blunted lässt den totalen Ausverkauf beginnen. Zu erwerben gibt es vormals als Gratis-Download erhältliches Material. Frisch auf Vinyl und Tape gebannt selbstredend, sogar notorische NostalgikerInnen können dieser Killer-Compilation beim »Total Sellout« zuhören. Kaum mehr als einen Steinwurf von Los Angeles entfernt, in Dresden also, sampelte sich Robert Arnold zwischen 2006 und 2010 51 Tracks zusammen, verteilte diese rein digital auf zwei LPs und einer EP und ließ die Fanbase lange für ein physisches Release zappeln. Uncanny Valley, Robert Arnolds Stammlabel seit 2011, hat sich endlich erbarmt und die Auswahl auf 18 Stücke zusammengedampft. Hip Hop, House, Dub – mal mit, mal ohne ›step‹ – sowie derer aller Schnittmengen und Gegensätze lotet Cuthead mit unverschämter Lässigkeit aus. In diesem grellbunten MPC-Flickenteppich tummeln sich erstklassige, abgehangene Madlib-Hommagen, mit »All Night Long« ist sogar eine Kampfansage an Moodymann als ewigem Keeper des deepesten Cools drin. Alle Register gekonnt gezogen. Da ist es völlig irrelevant, ob diese Tracks schon vor Jahren im Netz rumwuselten, erst recht bei diesem Abschluss, dieser reinsten und wahrsten Dreistigkeit. Cuthead, dieser slicke Sleazer, liefert die Review nämlich gleich mit: Labert da so ein Radiofritze in den letzten Sekunden was von einem »Mords-Oschi von LP«. Was auch immer das genau heißen soll, es ist mehr als viel dran: »Total Sellout« ist so rund und saftig wie ein glänzend-glasierter Donut. Zum Reinbeißen, Draufherumkauen und Niedavonsattwerden. Und wo bleibt jetzt eigentlich die Doomhead/Cutvillain-LP?

Das Album »Total Sellout« von Cuthead findest du bei hhv.de: 2LP, CD, Tape
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