Music Review | verfasst 16.03.2015
DJ Khalab
Eunoto EP
Black Acre, 2015
Text Andreas Brüning
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Redaktion
Cover DJ Khalab - Eunoto EP

Elastisch rasante und oftmals triolische Beats bilden die Basis für DJ Khalabs loop-basierte Tanzmusik und stehen bei seinem Solodebüt eindeutig im Vordergrund. Geschnitten aus vermutlich traditionellen afrikanischen Perkussion-Sounds und ergänzt um entsprechende Sprach-, Gesangs-und Chor-Samples bilden sie dabei einen spannenden Gegensatz zu zusätzlich verwendeten elektronischen Klängen und Rhythmen, die so auch durchaus in UK Bass und Chicago Footwork Verwendung finden könnten. DJ Khalabs Herangehensweise erinnert manchmal klanglich an Sam Shackletons organisch und analog perkussiv wirkende Musik, die Ergebnisse klingen aber immer eine Ecke kraftvoller, ritueller, hypnotischer und eben elektronischer als jene. Mit dem Titel »Substance« spielt der Italiener Khalab auf Einflüsse von schamanistischen pflanzlichen Drogen auf seine Arbeit an, was sicher die psychedelische Sogwirkung seiner Tracks erklärt. Einen großen musikalischen Anteil an dieser Wirkung haben aber mit Sicherheit die stoisch und repetitiv pumpenden Loops, die den Tracks einen mächtigen Drive verpassen, deren geschickte Kombination überliefert panafrikanischer und zeitgemäß digitaler Elemente aber stets auch auf die Klänge afro-futuristische Musiker wie Sun Ra, George Clinton oder Drexciya verweist.

Das Album »Eunoto EP« von DJ Khalab findest du demnächst bei hhv.de.
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