Music Review | verfasst 13.06.2016
Huerco S.
For Those Of You Who Have Never (And Also Those Who Have)
Proibito, 2016
Text Paul Okraj
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Redaktion
Cover Huerco S. - For Those Of You Who Have Never (And Also Those Who Have)

Huerco S. spielt auf seinem zweiten Album »For Those of You Who Have Never (And Also Those Who Have)« mit den Erwartungshaltungen. Wusste er auf seinem vor drei Jahren auf seinem Debüt »Colonial Patterns« noch mit einem Sound zu beeindrucken, den man »Outsider House« zu stigmatisieren geneigt war, präsentiert er heute einen lupenreinen Ambient-Nachfolger. Eine mutige, wenn auch nicht ganz so überraschende Entwicklung, wenn man die Diskografie des gebürtig aus Kansas stammenden jungen Mannes näher beobachtet hat. Wie klingt das Album aber? »For Those of You Who Have Never (And Also Those Who Have)« ist natürlich ein schweres Album geworden. Hypnotische Grooves und wiederkehrende Muster, die auf kurzen Loops und meditativen Flächen den Viervierteltakt vergessen machen. Manchmal zwielichtig verzerrt (»Kraanvogel«), dann aber auch seltsam tracky und melodiös (»On The Embankment«). Andere Stücke wieder führen fort, was Huerco in einer früheren Karrierephase bereits ab Dub Techno durchexerziert hat und grooven regelrecht – auch ohne Bassdrum. Deepness ist kein schönes Wort, das hier aber ist sie in excellence. Nicht nur Freunde von GAS oder Oval dürften hieran ihre Freude haben.

Das Album »For Those Of You Who Have Never (And Also Those Who Have)« findest du bei hhv.de auf 2LP.
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