Ein Album über die Zufriedenheit im gegenwärtigen Augenblick: Der Japaner Hiroshi Ebina lotet die Möglichkeiten von Ambient aus. Auf seinem neuesten Album On Solitude geht es weniger um Klanglandschaften. »One Step Closer To Awareness« folgt einer Steigerungslogik mit einem elektronischen Rhythmus, der eine Spannungskurve aufbaut, aber nie auflöst. Ein Track wie »Quiescence« folgt da eher der konventionellen Logik des Genres, wenn sich Ebina über den Synthesizer einen weiten Raum öffnet und darin einzelne Töne wie Eisblumen aufblühen.
Inspiration für dieses Album fand Ebina bei Wim Wenders und dessen Film Perfect Days. Unaufgeregtheit ist also angesagt. Selbst bei Songs wie »The Village In The Sky«, bei dem Hinako Omori singt: Die Worte gleiten über Synthesizer, sodass es fast Pop sein könnte, wenn es wollte. Es ist allerdings vielmehr ein weiterer Akzent, den Ebina mit seinem Sound auf diesem vielseitigen Album setzt.
Der 1987 geborene Ebina mischt all dies auf seiner Platte und findet dabei trotzdem eine Leitidee. Die Intensität findet dabei in den kleinen Momenten statt, im Verschieben und Ausarbeiten von wenigen Tönen als Melodie oder Rhythmus.

On Solitude - Winter Grey Gray Vinyl Edition