Auf Bass Is The Space ist Dub in erster Linie eine Arbeitsweise. Zum ersten Mal stehen BiggaBush und seine Tochter Re:ni gemeinsam im Studio – und verbinden Dubplate-Denken mit modernem Bassverständnis.
Im Vergleich zu re:nis Solo-Produktionen ist Bass Is The Space insgesamt stimmungsvoller und mit warmen, seidigen Farbtönen versehen. Bereits im Titeltrack sind tiefe, kosmische Synth-Spuren zu vernehmen, unter denen sich Downtempo-Patterns formen. Im clubtauglichsten Track »Death By Dubplate« liefert BiggaBushs langjähriger Kollaborateur Farda P perfekt abgestimmte Acapellas, während »Mae Uprising« mit sprudelnden Broken Beats und üppigen Akkorden einen flüssigeren Groove bringt, der schon fast balearisch anmutet.
Highlight dieses Konstrukts aus tiefen Rhythmen und atmosphärischem Sounddesign bleibt aber der Track »BigLozTek«, der tief in echoartige Dubwise-Akkorde eintaucht. Er lehnt sich damit als treue und zugleich moderne Hommage an den Dub Techno der 2000er-Jahre an. Bass Is The Space markiert Dub nicht als Stil, sondern als lebendige Produktionsethik. Bass, Raum und Handarbeit – weitergegeben, weitergeschrieben, gegenwartsfähig gemacht.

Bass Is The Space