Review

Ulla & Ultrafog

It Means A Lot

Motion Ward • 2024

Für alle, die sich auf den etwas grazileren Part von elektronischer Musik einlassen können, ist das neue Album »It Means A Lot« von Ulla und Ultrafog ein frühzeitiges Sommergeschenk. Veröffentlicht auf Motion Ward, erinnert es an einen surrealen Sommertraum, an dem die Sonnenstrahlen durch die breite Baumkrone dringen und eine leichte Brise die erste unbeschwerte Trance bringt. 

Shoegaze–Gitarrenriffs, einige wenige Subs, dazu aufschnellende und gedrückte Vocals reichen aus, die einnehmende und sphärische Atmosphäre aufzubauen. Es wirkt wie ein Zusammenspiel aus Dream Pop und unberührtem Ambient, das jedoch schnell auf persönlicher Ebene funktioniert. So prasselt beispielsweise in dumb rain ein satter Schauer Pianonoten herab und hinterlässt eine Form der Nachdenklichkeit und Ruhe. Selten hat eine gezielte Stille so viel Aufmerksamkeit bekommen – eine angenehme Leere, die mit Raum gefüllt wird. Die wummernden Bässe, die sich immer wieder auftürmen, sind nicht ansatzweise beiläufig. »It Means A Lot« ist glitchy aber auch so nah. Das Debüt des Duos zeigt leichte und zugleich anspruchsvolle Musik. Eine neue Art der intimen Musik, die in ihren minimalistischen Facetten nicht vielseitiger sein könnte.