Wo andere den Beat auf Dauerlicht schalten, lassen Batu und Donato Dozzy ihn nervös flackern. Batu, bürgerlich Omar McCutcheon, Gründer des Timedance-Labels und UK-Bass- und Techno-Fusionierer, und Dozzy, italienischer Ambient-Techno-Veteran, haben ein gemeinsames Album gemacht. Die Kölner Autorität Wolfgang Voigt hat einmal gesagt, die Kickdrum sei das »unverhandelbare Ursignal des Techno«. Dass im Genre dann doch mehr Verhandlungsspielraum steckt, zeigen Batu und Donato Dozzy. Exhale ist ein Techno-Album, aber eines, das weit nach rechts und links ausschlägt.
Batu liefert die Offbeats und Polyrhythmen, die manchen Tracks eine Afrobeat-Anmutung geben, und Dozzy betätigt sich als der begnadete Soundarchitekt, der er nun mal ist. Seine verhallten und psychedelisch aufgeladenen Eingaben spielen sich aber meist im Hintergrund ab – der Star ist der synkopierte Beat. »Drift« ist die Ausnahme der polyrhythmischen Regel, ansonsten ist Exhale nicht das Album, auf dem die Kickdrum durchtackert wie ein Ultrapräzisionsuhrwerk.

Exhale

