
Ähnlich sensationell und leider im ersten Run sofort vergriffen: CS & Kreme und »Snoopy«. Die Australier hatten bereits zuvor auf EP-Länge immer wieder die inhärenten HTRK’ismen in den coolsten Pop-Entwurf der späten 10er übersetzt, die Art und Weise wie hier aber auch Albumlänge Avantgarde-Protzerei in genuine Emotionen übersetzt wird, ist schon auch konkurrenzlos gerade. Klingt schwurbelig, ist aber bemerkenswert zugänglich und damaligen Cocteau Twins oder Pink Industry-Werken damit gar nicht so unähnlich.


Ein krasser Kontrast zu Minor Science ist »Cape Cira«, weil K-Lone hier ein thematisch hyperkonzentriertes Mikro-Genre Album gemacht hat, das in seiner hermetischen Tonalität damit teilweise an das »Workaround« von Beatrice Dillon erinnert, sich aber genremäßig für Tropical-Tropen und naiven Eskapismus nicht zu schade ist. Als Club-Produzent hat K-Lone zwar die besseren Ideen, aber Respekt für so viel Zurückhaltung hier.









Auch super und gar nicht mal so ganz easy wie zuvor »Crestless«: Ben Bertrands Zweitling »Manes« und gleichzeitig das erste Album für Stroom. Wie so oft bei neuen Releases dort hat das nichts mit Ambient als Hintergrundgedudel zu tun, gleichzeitig aber auch nichts mit konzeptionell-akademischem KUNSCHT-Gewichse.
Florian Aigner Zur Review







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