Review

Coki

Don’t Get Twisted EP

DMZ • 2011

Der Londoner Produzent Coki, der eine Hälfte der legendären Digital Mystikz darstellt, hat eine neue EP für sein Label DMZ produziert. Auf vier Tracks tobt sich Coki mit allem aus, was einem klassischen Dubstep-Produzent als Material zur Verfügung steht. Ausgefuchste Percussions, knochenzermalmende Bässe, »atonale« Synthesizermelodien und ab und zu ein runtergepitchtes Vocal. Das alles hat man schon einmal gehört; das Genre lässt sich so sicherlich nicht neu erfinden. Aber Pionierarbeit hat DMZ ja schon öfters geleistet, sodass man nicht auf jedem neuen Release seine Fähigkeit zur Innovation beweisen muss. Diese Doppel-EP, die in einigen Läden Londons direkt ausverkauft war, hat alles, was man sich von einem Dubstep-Release erhoffen kann. Gerade »Lower Octave« dürfte so manchen Club auf den Kopf stellen. Mit »Celestial Dub« liefert Coki dann auch noch etwas für das Warm-Up. »Think You’re Gone« ist das eigentliche Glanzstück dieser Platte. Eine Snare und eine Synth-Line reichen als Build-Up aus, um beim Drop dann erst richtig loszulegen. »This is a real murder tune!« Vom Aufbau her erinnert Coki auf dieser EP an Produktionen seines Kollegen Benga. Die charakteristischen Sounds machen allerdings von Anfang an deutlich, welcher Produzent hier am Werk war.

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Coki
Don't Get It Twisted
ab 13.99€