Music Liste | verfasst 28.12.2015
Jahresausklang 2015
Die besten Songs (50-31)
Woche für Woche picken unsere Redakteure im Ausklang ihre Lieblingssongs. Jeder für sich. Jetzt sollten sie gemeinsam die Top 50 des Jahres festlegen. Es wurden Existenzen in Frage gestellt bis Platz 1 alle vereinte.
Text Florian Aigner, Pippo Kuhzart, Kristoffer Cornils
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50 Tame Impala – Let It Happen
Kristoffer Cornils: Diesen IKEA-getrimmten Psych-Rock geil zu finden, halte ich nach wie vor für ein Lebensausschlusskriterium, aber der Soulwax-Remix macht meiner Meinung nach immerhin einiges bis vieles richtig.

Florian Aigner: Klar, dass der Kunze wieder auf das grobkörnige Hippievideo reinfällt. Für mich in etwa so eskapistisch wie ein alkoholfreier Prosecco, aber ich gebe ja zu: jetzt nach dem dritten Versuch ein potentielles Highlight beim Macbook-Streicheln im Saturn.

Philipp Kunze: Klar, dass meine degenerierten Kollegen mit dem Arbeits- respektive Bewertungszwang hier keinen Zugang finden. Arschflöten.

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49 Ceremony – The Separation
Kristoffer Cornils: Ceremony wurden für ihr neues Album gebasht, weil es zu sehr nach Joy Division klänge – sagen Menschen, die a) nicht gerallt haben, dass sich diese Band noch in Powerviolence-Tagen nach eben jenem Joy Division-Song benannt hatten und b) nie Siouxsie And The Banshees gehört haben.

Florian Aigner: Im internen Rating habe ich diesem Song 1/10 gegeben. Doodoo-Emoji.

Philipp Kunze: Klingt 1 zu 1 wie Joy Divison. Joy Division finde ich prima. Prima Song.

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48 Rone – Acid Reflux
Kristoffer Cornils: Das dafuq did i just read einer Welt, in der Border Community zum Wohlfühlstandard geworden ist.

Florian Aigner: Ah ok, ich habe es verstanden: Rone übersetzt dieses DJ Krush Album mit dem japanischen Trompeter in einen sphärischen Ambient-Not-Ambient-Tearjerker. Oder in Vimeo-Sprech: »Where they sell that trippy sushi with radioactive wasabi?«

Philipp Kunze: Voll meditativ und dabei trotzdem emotional. Als würde ein Mönch seinen inneren Hugh Grant embracen. Schon deshalb ein besonderer Song.

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47 Jabu feat. Chester Giles – Slow Hours
Kristoffer Cornils: Der böse Zwilling von «Dry Your Eyes«. Das Happy End wurde hier noch vor dem Staffelfinale gecancelt. Es bleibt ein unbefriedigender Fade-Out, weil solche Songs keinen Abschluss finden dürfen.

Florian Aigner: Oh schön, ein humorfreier Mike Skinner mit offenem Hi-Hat-Boner.

Philipp Kunze: Wenn britische Trübheit kunstfertig dargestellt wird, bin ich eh immer Fan.

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46 Money – You Look Like A Sad Painting From Both Sides Of The Sky
Philipp Kunze: Der für mich inbrünstige Gitarrensong des Jahres. Hierzu lass ich ich in aufrichtiger Aufgewühltheit für eine Ewigkeit und in Slow Mo rückwärts mit gestreckten Armen in einen Teppich fallen, wo ich, sollte der Fall je enden, aufgebe.

Kristoffer Cornils: Hey, weißer Dreitagebarts-Dude mit Gitarre, Gefühlen und Zitterstimmchen. Conor Oberst schreit nach Tantiemen und Xiu Xiu schnaubt durch die Kokskruste. Aber gut: Wir fühlen alle mal schwammige Verzweiflung, wenn sie die Welt ummantelt.

Florian Aigner: Gitarre, Gefühle, Zitterstimmchen, dabei hatte ich bei dem Namen auf 808, Facials und Schaum vor dem Mund gehofft.

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45 The Weeknd – Can’t Feel My Face
Kristoffer Cornils: Die ironisch-unironisch abgefeierte Post-Managerseminar-Sauf-und-Schnorchelhymne 2015, die auf jeder Abi-Vorfinanzierungsparty genauso einschlagen ist. Über menschliche Abgründe zu singen ist eins, sie aktiv mitzugraben ein anderes.

Philipp Kunze: Logischer kann das Ankommen im Pop-Zirkus kaum vonstatten gehen. Dafür: chapeau. Ansonsten der musikgewordene Instagram-Account von einer Tussi aus L.A., die Make Up-Tutorials auf Youtube hochlädt. Oder der von Mario Götze.

Florian Aigner: The Weeknds »Don’t Stop Till You Get Enough«, aber irgendwie wollten das diese beiden Dress-Shirt traumatisierten Idealisten hier nicht zugeben.

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44Pépé Bradock – Abul Abbas
Kristoffer Cornils: Wir könnten auch sagen: Die Neuauflage von »Deep Burnt« hat Deep House dieses Jahr über die Runden gerettet. Oder Pépé freundlich zugestehen, dass der hier auch was kann, zumindest in Sachen Hände hoch.

Florian Aigner: Ah ja, das ist also Pepe wenn er denkt er müsse nichts beweisen, sondern nur eine Nachtschicht für Red Bull runterreißen. Dass dabei sein bester Track seit »Path Of Most Resistance« entstanden ist, kann man ironisch finden oder aber als akuten Talentüberschuss.

Philipp Kunze: Schon cool mit dem ganzen Zeug, das da über dem basic ass House-Beat abgeht. Diese Da fliegen Mini Dronen durch Utopia-Sounds. Kann ich diggen – und dann direkt vergessen.

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43Herva – All Good On Your Side
Kristoffer Cornils: Das Schönste ist ja doch, Musik nicht zu verstehen. Wie bei dem hier: Wo kommt der her, wo will er hin? Wo liegt der Rhythmus, wann lösen sich diese Harmonien auf? Die Antworten sind diskrete Loops, die nur pro forma beschämt dreinblicken, ihre Informationsleere aber insgeheim zelebrieren.

Florian Aigner: Als hätte jemand beim dem vorausgegangenen Pepe Bradock-Track die Melodien willentlich gethermomixt. Komisch geil, geil komisch.

Philipp Kunze: Als wäre in Bibios Kräutergarten das Unkraut jäten längst überfällig. Viel Gestrüpp, aber damn dat Schnittlauch dazwischen though.

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42Omar S – I Wanna Know (feat. James Garcia)
Florian Aigner: Allein schon weil ich mich zu diesem Trance, Italo und Öööörly Chicago eindampfenden Monstrum im letzten Jahr einmal relativ öffentlich bewegen musste, jetzt schon aufgenommen in Omar-S’ nicht gerade kurze Klassikerliste.

Kristoffer Cornils: Bei Omar-S sind selbst die Aussetzer noch liebenswürdig, weshalb diese Käsenummer noch alles zum Schmelzen bringt, und seien es nur die FXHE-Eiswürfel.

Philipp Kunze: Eigentlich schmieriger als jeder Bachelor-Kandidat. Aber für überzogen schmalzige Manöver auf der Tanzfläche genau das Richtige.

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41Schnipo Schranke – Cluburlaub
Kristoffer Cornils: Der »Pisse«-Hype ist vorbei, der »Cluburlaub« hat begonnen. Alleinunterhalterswing für schlechten All-Inclusive-Urlaub in den Strandresorts unserer Restinnerlichkeit. Hoffnung? You bet.

Florian Aigner: Bei Schnippo Schranke muss ich irgendwie immer denken, dass die Texte das sind was Poetry Slammer tun sollten, wenn sie nicht für immer als aufgeblasene Hackepeters – und -petras in Erinnerung bleiben wollen würden. Die Musik: hach ja, geht.

Philipp Kunze: Sind Schnipo Schranke eigentlich schon bei den Julia Engelmann-Fans angekommen? Logisch wäre es. Ist aber nur zu einem gewissen Teil die Schuld der Damen mit der erfrischenden Ehrlichkeit.

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40DJ Sprinkles & Mark Fell – Insights
Kristoffer Cornils: Immer noch keine Vinyl-Ausgabe von der »120 Midtown Blues«, dafür aber im Frühjahr das hier: Der beswingte Beweis dafür, dass DJ Sprinkles auf immer relevant bleiben wird, solange noch so viel Übel in der Welt zu sehen und zu hören ist.

Florian Aigner: Deep House durchgespielt, zum 756. Mal. Never stop, Terre.

Philipp Kunze: Find’s okay.

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39Jessy Lanza – You Never Show Your Love (feat. DJ Spinn & Taso)
Kristoffer Cornils: So ein Windhosendummy sein, das wäre was. An Jessy Lanzas Flanken parallel tanzen. In SloMo. Ach, was wäre das Leben in SloMo, mit diesem Song im Hintergrund? Ein großer, reinigender Schmerz.

Florian Aigner: Ui, Trip Hop? Oh doch nicht, da kommt die Ciara Bassline. Zwei Gunshots inna di Air für Jessy Lanzas toll unironische R&B-Umarmung.

Philipp Kunze: Mmmm mmmm mmm, so richtiger R&B.

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38Stump Valley – Sunshine Motel
Florian Aigner: Yes. Rumpelbass und Tropen-Tropen, all übersteuert everything. Geht auf meine Kappe und ich bin ein bißchen stolz, dass die anderen beiden drauf reingefallen sind.

Philipp Kunze: Auf solche Drums falle ich immer rein – und aus meinen Hosen gleich mit. Definitiv etwas zu dem ich Bodenturnen in Räucherstäbchen-Schwaden mache.

Kristoffer Cornils: Disco war 2015 wirklich groß, das hier nimmt zusätzlich noch balearische Gefühlswelten mit. Brauchte es das neben dem José Padilla-Album oder Wolf Müllers (aka Jan Schultes) tollem Remix? Vielleicht nicht, vielleicht aber schon.

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37Jam City – Dream ’15
Kristoffer Cornils: Mit so einer frühe-New-Order-mittlere-The-Cure-Gitarre steckte mich Jam City. So viel Drive hatte der Äther selten, auch wenn er voller Geigen hing.

Florian Aigner: Jam City habe ich ja immer höchstens zu 30 Prozent verstanden, aber Dream zumindest zu 60.

Philipp Kunze: Habe ich im redaktionsinternen Rating mit einer 4/10 bewertet. Was mich da geritten hat? Ich weiß es nicht, ist jedenfalls viel zu viel. Ein furchtbarer Song, die Instrumentierung so wenig anziehend wie ein sich verweigernder Kindergärtner an der Kinder-Garderobe vor dem Herbstspaziergang.

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36 Maalem Mahmoud Guinia & Floating Points – Mimoun Marhaba
Kristoffer Cornils: Ewige Generaldankbarkeit an Honest Jon’s, uns bauchnabeligen Weißbroten das Jenseits des Tellerrands zu zeigen. Guinia starb noch dieses Jahr, seine Vermächtnis lebt in euch – ladet es hier kostenlos herunter.

Florian Aigner: Ich bin immer noch sauer auf Floating Points, weil das Album halt doch wider Erwarten nicht das beste House Album seit »Another Side« wurde, aber warum das mehr über meine eigene Dummheit aussagt, als tatsächlich ein Fehler des guten Shepherds ist, sieht man hier.

Philipp Kunze: Diese Gimbri-Line könnte ich stundenlang hören. Hierzu roch der alte Staub, der auf meiner Heizung im Winter verbruzelt immer direkt ein bisschen nach Wüstenstaub. Visions of a Weißbrot.

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35Solpara – Vitamin D

Kristoffer Cornils: Hätte Kälte ein Gewicht, der untere Kelvin-Bereich würde so viel wie dieser Bass wiegen. Solpara tanzt einen niedergradigsten Danse Noire, über seinen eisverfilzten Haaren hängt eine wolkige Mischung aus kondensiertem Atem und unbändiger Leidenschaft.

Florian Aigner: Grindcore-Kumbia für Call Of Duty-Missionen in Lagos und mein Lieblingskandidat für einen »Fury Road«-Rescore.

Philipp Kunze: Kann ich jetzt nicht so viel mit anfangen. Hört sich an, wie mein Spülbecken aussieht: Kalt, beschmutzt, durcheinander und lange von keiner Menschenseele angefasst.

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34Stormzy – Shut Up/Standart
Florian Aigner: Wer wie Wiley klingt, hat eh gewonnen. Wer das aber noch mit grundsympathischen Tracksuit-Cyphers und kürzlich einer noch sympathischeren Kampagne gegen Wham und für mehr Fressehalten an Weihnachten kombiniert, stößt direkt Khaled vom W-Thron.

Philipp Kunze: Kann jemand Stormzy schnell eine Flex Kathedrale bauen?

Kristoffer Cornils: Was nun – Shutdown oder up? Stormzy ist zwar nicht so stylisch, dafür ungleich sympathischer als Skepta.

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33 Mall Grab – Drive
Kristoffer Cornils: Alter Menschheitstraum: Im Dschungel unter einem Wasserfall zu tanzen, als wäre es eine Shampoo-Werbung. Wir müssen darauf beharren, wir kommen hier ja doch nicht lebend raus.

Philipp Kunze: Socken unter der Decke anlassen, Waden noch weicher als der Pimmel, alle Termine abgesagt: Hierzu im Wohnzimmer liegen und Kontakt zu meinen Zimmerpflanzen aufnehmen.

Florian Aigner: Zum Glück erinnert sich keiner mehr an Fidget House. Also erfindet Mall Grab einfach das Genre neu und ich tue so als hätte ich nie eine Maxi auf Dubsided gekauft.

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32 Baba Stiltz – Cherry
Kristoffer Cornils: Handclaps! Piano Stabs! Vocalschnipsel! Volles Happy-Mode-Pathos im Übercoolmodus. Der hier will dich mitnehmen und tut so, als wärst du ihm egal. Vorsichtig sein – oder noch besser: hingeben.

Florian Aigner:Bestes Video, bester Typ. »Cherry« und Unknown To The Unknown werben für noch mehr geistige Verdummung auf dem Tanzflur und Alicia Keys klauen sie dabei auch noch direkt all ihre elfenhafte Eleganz.

Philipp Kunze: Wenn dieses Video nicht gewesen wäre, wäre auch der Track nicht so weit oben gelandet.. Behaupte ich mal. Wobei die beiden Pappnasen (Aigner und Cornils) halt genau bei solchen Songs am besten zulassen können, dass halt auch sie leicht gestrickt sind.

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31 Huerco S – Rushing To Paradise
Kristoffer Cornils: Ein bisschen bekomme ich hier Porter Ricks-Vibes, das heißt Lust zu kiffen. Es bleibt bei dem rein theoretischen Verlangen, was besser ist, weil ich im Kiffen schon immer eher schlecht war, das heißt mir nach dem Kiffen immer schlecht war.

Florian Aigner: Für mich eher Weihrauch als Sativa, weil der Huerco mittlerweile diese transzendente Pose so unangestrengt halten kann, dass er sich eine Residency im Kölner Dom wirklich verdient hätte.

Philipp Kunze: Ich nehme meine Zimmerpflanzen direkt mit auf meinen Trip zu Kepler 452b.
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Action Bronson
»Nichts könnte mich davon abhalten, mein Leben zu lieben«
Action Bronson meldet sich zurück. Das ist erstaunlich, denn die Musik ist nur ein Teil im Leben des New Yorkers, der auch Maler, Tänzer, Olivenöl-Tester, Schauspieler und anderes ist. Wir hatten die Gelegenheit zu einem Gespräch.
Music Kolumne
Records Revisited
Kate Bush – Hounds Of Love (1985)
Auf ihrem selbstproduzierten, fünften Studioalbum erklimmt Kate Bush den Gipfel ihres Autoren-Art-Pops. Ihre Synthese von digitaler Klanggestaltung und Folk-Elementen zeitigt ein Album, das einem Jahrhundertroman gleichkommt.
Music Porträt
Melody As Truth
An der Schwelle von Sound und Stille
Mit seinem Label Melody As Truth bewegt sich Jonny Nash zwischen Balearic und Ambient. Die Reise führt von New Age zu einer neuen Art von Weltkammermusik. Er selbst spricht vom »Erforschen von Raum und Timing«.
Music Kolumne
Aigners Inventur
September & Oktober
Der Sommer ist vorbei, die Welt ja sowieso, da wird selbst unser Kolumnist emotional. Er gibt seinem Haustier einen Namen und legt sich zu Enya in die Badewanne. Aigners Inventur ist zurück. Ganz, ganz wild.
Music Porträt
Larry Heard
Von der Luftgitarre zur Clubhymne
Larry Heard gilt als einer der Gründungsväter von Chicago House. Mit »Can You Feel It« prägte er das Antlitz von Deephouse. Stets blickte er über den Tellerrand der Clubmusik hinaus. Begonnen hat er seine Karriere jedoch als Luftgitarrist.
Music Kolumne
Records Revisited
Aesop Rock – Float (2000)
Statistisch gesehen ist Aesop Rock der eloquenteste unter allen Rappern. Stilistisch gesehen musste er zuerst behaupten, um im Feld der elaborierten Hip-Hopper zu etablieren. Dahingehend war »Float« von 2000 eine erstes Ausrufezeichen.
Music Interview
Kelly Lee Owens
»Wir verkörpern Emotionen«
Mit »Inner Song« veröffentlichte die walisische Musikerin ihr zweites Album, das mit einer Hand die Tränen nach dem Closing-Set aus den Augen wischt und mit der anderen das Fenster in den Alltag aufstößt. Ein Gespräch.
Music Liste
Harmonious Thelonious
10 All Time Favs
Mit »Plong« rüttelt Stefan Schwander an den Grundfesten der Clubmusik. Sein neues Solo-Album als Harmonious Thelonious lässt Alltagsgeräusche ein unheimliches Eigenleben entwickeln. Uns hat er erzählt, welche 10 Platten ihn geformt haben.
Music Interview
Nubya Garcia
Verwobene Erinnerungen
Die Saxophonistin Nubya Garcia ist Teil der regen Londoner Jazzszene. An ihrem Instrument ist sie eine der energetischsten Musikerinnen der Welt. Ansonsten ruht sie in sich. Sie ist so cool, wie die Musik, die sie spielt. Ein Interview.
Music Porträt
Pierre Schaeffer
In allem steckt Musik
Lange Zeit war es kaum vorstellbar, dass Musik durch anderes als Instrument und Stimme entstünde. In den Händen Pierre Schaeffers jedoch wurde der Tonträger zur Basis der Komposition. Vor 25 Jahren starb der Pionier der elektronischen Musik
Music Liste
Record Store Day 2020 – 1st Drop
12 Releases nach denen du Ausschau halten solltest
Am 29.8.2020 findet nun der erste von drei Record Store Days in diesem Jahr statt. Allein dafür sind mehr als 350 exklusive Releases angekündigt. Wir haben daraus zwölf Schallplatten gepickt, die wir euch ans Herz legen wollen.
Music Liste
Jonathan Bree
10 All Time Favs
Jonathan Bree versteckt sein Gesicht hinter einer Latexmaske. Nun ja. Aber das ist nicht das bemerkenswerteste an dem Neuseeländer. Denn er ist vor allem ein erstklassiger Songwriter. Uns hat er erzählt, welche 10 Platten ihn geformt haben.
Music Porträt
Kommerz Records
Sich selbst das Bein stellen
Jonathan und Lukas Nixdorff haben sich einen Kindheitstraum erfüllt: Vor wenigen Wochen gründeten sie Kommerz Records. Dort erscheint nun das erste Release, »Kommerz Season 1: Anti-Virus«.
Music Porträt
Light In The Attic
Alles ist erleuchtet
Seit fast 20 Jahren bringt das in Seattle beheimatete Plattenlabel Light In The Attic Licht ins Dunkel jener Releases, die im Schatten stehen. Dass sie von Beginn an auf Vinyl setzten, zubilligt dem Label heute die Rolle eines Vorreiters.
Music Porträt
Jason Molina
Gone But Not Forever
Soeben sind unveröffentlichte Aufnahmen von Jason Molina veröffentlicht worden. Mit Songs: Ohia oder Magnolia Electric Co. wollte er sein Leben als Momentaufnahme festhalten. Doch es löste sich auf wie die Gespenster, an die er glaubte.
Music Kolumne
Records Revisited
Raekwon – Only Built 4 Cuban Linx… (1995)
Nach »Enter the Wu-Tang (36 Chambers)« haben sich die Clan-Mitglieder solo ausprobiert. Erst Method Man, dann Ol’ Dirty Bastard, schließlich Raekwon. Sein 1995 releastes »Only Built 4 Cuban Linx…« zählt zu den Meisterwerken des Hip-Hop.
Music Porträt
Jockstrap
Viel Klang, viel Geräusch
Das Londoner Duo Jockstrap veröffentlicht ihre Schallplatten bei Warp. Ihre Songs sind in Werbungen von Chanel und Dior zu hören. Taylor Skye und Georgia Ellery spielen sich auf der zweiten EP »Wicked City« passgenau die Bälle zu.
Music Liste
Jay Glass Dubs
10 All Time Greek Favs
»Soma« heißt auf Griechisch Körper und an den richtet sich die Musik von Jay Glass Dubs. »Soma« heißt sein neues Album. Das war die Chance den Griechen nach 10 Schallplatten zu fragen, die ihn geformt haben. Er antwortet griechisch.
Music Kolumne
Record Revisited
Elliott Smith – Elliott Smith (1995)
Die neunziger Jahre waren ein lautes Jahrzehnt, doch sie gaben uns auch die Musik von Elliott Smith. Dessen zweites Album »Elliott Smith« setzte einen stillen, inwendigen Kontrapunkt zum Weltgeschehen.
Music Kolumne
Records Revisited
Joy Division – Closer (1980)
Joy Divisions Album »Closer« war ein Zwischenschritt, ein halbherziges, halbbeseeltes Statement von vier jungen Männern auf ihrem Weg in neue Untiefen. Nur einer aber wollte, konnte nicht vom Fleck kommen.
Music Porträt
WeWantSounds
Ansteckende Leidenschaft
Den Grund für die Label-Gründung trägt WeWantSounds im Namen. Seit 2015 veröffentlicht der Pariser Zweimannbetrieb persönliche Lieblingsmusik aus den Siebzigern und Achtzigern. Bei der Auswahl spielen Genre- und Landesgrenzen keine Rolle.
Music Kolumne
Vinyl-Sprechstunde
Arca – KiCK i
»KiCK i« soll das erste von vier neuen Arca-Alben sein. Während sich einer unserer Autoren dazu auf dem Shakti-Kissen lümmelt, surft der andere auf Soundcloud das Reggaetón-Tag ab und bewundert der Dritte das Songwriting der Platte.
Music Essay
Baltic & Finnish Jazz
Grenzen ausbooten
Während Jazz von London bis L.A. eine neue Pop-Sensibilität entwickelt oder Fusion updatet, werden an den Ostseeküsten kühle Geschmacksrichtungen zwischen Nachwuchs und Nostalgie kultiviert. Weltoffen ist Jazz auch hier – und total eigen.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Juli & August 2020
Hier werden persönliche Anekdoten zu programmatischen Allegorien: Aigners Inventur verabschiedet sich schlussendlich mit einem Wimmern in die Sommerferien. Es ist schließlich 2020.
Music Porträt
International Anthem Recordings
Die Suche nach dem Echten
Seit sechs Jahren liefert das Label International Anthem aus Chicago zuverlässig Jazz mit ganz eigener Attitüde. Wobei sich die Gründer fast jeder Zuschreibung verweigern. Für sie gilt: Der schönste Klang ist stets das Echte.
Music Liste
Halbjahresrückblick 2020
50 best Vinyl Records so far
Wahrscheinlich wird man in 40 Jahren zwei Fragen beantworten müssen: Was man 2020 selbst gegen das Leid und die Ungerechtigkeit getan und welche Platten man gehört hat. Bei der Beantwortung der zweiten Frage, können wir behilflich sein.
Music Porträt
We Jazz
Mit Betonung auf Wir
We Jazz, das steht für überraschenden Jazz aus dem Norden. Und noch mehr. Seit 2013 gibt es das Festival in Helsinki, seit 2016 das Label. Dort verlegt Matti Nives vorwiegend finnische Bands. Wir stellen euch das Label vor.
Music Porträt
Roy Ayers
Vibrationen zum Wohlfühlen
Er zählt zu den meistgesampelten Musikern der Gegenwart. Mit Songs wie »Everybody Loves The Sunshine« wurde Roy Ayers, der im September seinen 80. Geburtstag feiert, zur Legende. Auf Jazz Is Dead sind nun neue Songs von ihm erschienen.
Music Porträt
Sven Wunder
Wer bin ich?
Es kursieren gerade zwei Alben, die Liebhabern des Rare Groove Freudentränen in die Augen treiben. Das eine, »Doğu Çiçekleri«, spricht seine musikalische Sprache mit türkischen Akzent, »Wabi Sabi« mit japanischem. Doch wer ist Sven Wunder?