Music Liste | verfasst 28.12.2015
Jahresausklang 2015
Die besten Songs (50-31)
Woche für Woche picken unsere Redakteure im Ausklang ihre Lieblingssongs. Jeder für sich. Jetzt sollten sie gemeinsam die Top 50 des Jahres festlegen. Es wurden Existenzen in Frage gestellt bis Platz 1 alle vereinte.
Text Florian Aigner, Pippo Kuhzart, Kristoffer Cornils
Mag_banner_tracks_1024x685px_de_neu

50 Tame Impala – Let It Happen
Kristoffer Cornils: Diesen IKEA-getrimmten Psych-Rock geil zu finden, halte ich nach wie vor für ein Lebensausschlusskriterium, aber der Soulwax-Remix macht meiner Meinung nach immerhin einiges bis vieles richtig.

Florian Aigner: Klar, dass der Kunze wieder auf das grobkörnige Hippievideo reinfällt. Für mich in etwa so eskapistisch wie ein alkoholfreier Prosecco, aber ich gebe ja zu: jetzt nach dem dritten Versuch ein potentielles Highlight beim Macbook-Streicheln im Saturn.

Philipp Kunze: Klar, dass meine degenerierten Kollegen mit dem Arbeits- respektive Bewertungszwang hier keinen Zugang finden. Arschflöten.

Listen

49 Ceremony – The Separation
Kristoffer Cornils: Ceremony wurden für ihr neues Album gebasht, weil es zu sehr nach Joy Division klänge – sagen Menschen, die a) nicht gerallt haben, dass sich diese Band noch in Powerviolence-Tagen nach eben jenem Joy Division-Song benannt hatten und b) nie Siouxsie And The Banshees gehört haben.

Florian Aigner: Im internen Rating habe ich diesem Song 1/10 gegeben. Doodoo-Emoji.

Philipp Kunze: Klingt 1 zu 1 wie Joy Divison. Joy Division finde ich prima. Prima Song.

Listen

48 Rone – Acid Reflux
Kristoffer Cornils: Das dafuq did i just read einer Welt, in der Border Community zum Wohlfühlstandard geworden ist.

Florian Aigner: Ah ok, ich habe es verstanden: Rone übersetzt dieses DJ Krush Album mit dem japanischen Trompeter in einen sphärischen Ambient-Not-Ambient-Tearjerker. Oder in Vimeo-Sprech: »Where they sell that trippy sushi with radioactive wasabi?«

Philipp Kunze: Voll meditativ und dabei trotzdem emotional. Als würde ein Mönch seinen inneren Hugh Grant embracen. Schon deshalb ein besonderer Song.

Listen

47 Jabu feat. Chester Giles – Slow Hours
Kristoffer Cornils: Der böse Zwilling von «Dry Your Eyes«. Das Happy End wurde hier noch vor dem Staffelfinale gecancelt. Es bleibt ein unbefriedigender Fade-Out, weil solche Songs keinen Abschluss finden dürfen.

Florian Aigner: Oh schön, ein humorfreier Mike Skinner mit offenem Hi-Hat-Boner.

Philipp Kunze: Wenn britische Trübheit kunstfertig dargestellt wird, bin ich eh immer Fan.

Listen

46 Money – You Look Like A Sad Painting From Both Sides Of The Sky
Philipp Kunze: Der für mich inbrünstige Gitarrensong des Jahres. Hierzu lass ich ich in aufrichtiger Aufgewühltheit für eine Ewigkeit und in Slow Mo rückwärts mit gestreckten Armen in einen Teppich fallen, wo ich, sollte der Fall je enden, aufgebe.

Kristoffer Cornils: Hey, weißer Dreitagebarts-Dude mit Gitarre, Gefühlen und Zitterstimmchen. Conor Oberst schreit nach Tantiemen und Xiu Xiu schnaubt durch die Kokskruste. Aber gut: Wir fühlen alle mal schwammige Verzweiflung, wenn sie die Welt ummantelt.

Florian Aigner: Gitarre, Gefühle, Zitterstimmchen, dabei hatte ich bei dem Namen auf 808, Facials und Schaum vor dem Mund gehofft.

Listen

45 The Weeknd – Can’t Feel My Face
Kristoffer Cornils: Die ironisch-unironisch abgefeierte Post-Managerseminar-Sauf-und-Schnorchelhymne 2015, die auf jeder Abi-Vorfinanzierungsparty genauso einschlagen ist. Über menschliche Abgründe zu singen ist eins, sie aktiv mitzugraben ein anderes.

Philipp Kunze: Logischer kann das Ankommen im Pop-Zirkus kaum vonstatten gehen. Dafür: chapeau. Ansonsten der musikgewordene Instagram-Account von einer Tussi aus L.A., die Make Up-Tutorials auf Youtube hochlädt. Oder der von Mario Götze.

Florian Aigner: The Weeknds »Don’t Stop Till You Get Enough«, aber irgendwie wollten das diese beiden Dress-Shirt traumatisierten Idealisten hier nicht zugeben.

Listen

44Pépé Bradock – Abul Abbas
Kristoffer Cornils: Wir könnten auch sagen: Die Neuauflage von »Deep Burnt« hat Deep House dieses Jahr über die Runden gerettet. Oder Pépé freundlich zugestehen, dass der hier auch was kann, zumindest in Sachen Hände hoch.

Florian Aigner: Ah ja, das ist also Pepe wenn er denkt er müsse nichts beweisen, sondern nur eine Nachtschicht für Red Bull runterreißen. Dass dabei sein bester Track seit »Path Of Most Resistance« entstanden ist, kann man ironisch finden oder aber als akuten Talentüberschuss.

Philipp Kunze: Schon cool mit dem ganzen Zeug, das da über dem basic ass House-Beat abgeht. Diese Da fliegen Mini Dronen durch Utopia-Sounds. Kann ich diggen – und dann direkt vergessen.

Listen

43Herva – All Good On Your Side
Kristoffer Cornils: Das Schönste ist ja doch, Musik nicht zu verstehen. Wie bei dem hier: Wo kommt der her, wo will er hin? Wo liegt der Rhythmus, wann lösen sich diese Harmonien auf? Die Antworten sind diskrete Loops, die nur pro forma beschämt dreinblicken, ihre Informationsleere aber insgeheim zelebrieren.

Florian Aigner: Als hätte jemand beim dem vorausgegangenen Pepe Bradock-Track die Melodien willentlich gethermomixt. Komisch geil, geil komisch.

Philipp Kunze: Als wäre in Bibios Kräutergarten das Unkraut jäten längst überfällig. Viel Gestrüpp, aber damn dat Schnittlauch dazwischen though.

Listen

42Omar S – I Wanna Know (feat. James Garcia)
Florian Aigner: Allein schon weil ich mich zu diesem Trance, Italo und Öööörly Chicago eindampfenden Monstrum im letzten Jahr einmal relativ öffentlich bewegen musste, jetzt schon aufgenommen in Omar-S’ nicht gerade kurze Klassikerliste.

Kristoffer Cornils: Bei Omar-S sind selbst die Aussetzer noch liebenswürdig, weshalb diese Käsenummer noch alles zum Schmelzen bringt, und seien es nur die FXHE-Eiswürfel.

Philipp Kunze: Eigentlich schmieriger als jeder Bachelor-Kandidat. Aber für überzogen schmalzige Manöver auf der Tanzfläche genau das Richtige.

Listen

41Schnipo Schranke – Cluburlaub
Kristoffer Cornils: Der »Pisse«-Hype ist vorbei, der »Cluburlaub« hat begonnen. Alleinunterhalterswing für schlechten All-Inclusive-Urlaub in den Strandresorts unserer Restinnerlichkeit. Hoffnung? You bet.

Florian Aigner: Bei Schnippo Schranke muss ich irgendwie immer denken, dass die Texte das sind was Poetry Slammer tun sollten, wenn sie nicht für immer als aufgeblasene Hackepeters – und -petras in Erinnerung bleiben wollen würden. Die Musik: hach ja, geht.

Philipp Kunze: Sind Schnipo Schranke eigentlich schon bei den Julia Engelmann-Fans angekommen? Logisch wäre es. Ist aber nur zu einem gewissen Teil die Schuld der Damen mit der erfrischenden Ehrlichkeit.

Listen

40DJ Sprinkles & Mark Fell – Insights
Kristoffer Cornils: Immer noch keine Vinyl-Ausgabe von der »120 Midtown Blues«, dafür aber im Frühjahr das hier: Der beswingte Beweis dafür, dass DJ Sprinkles auf immer relevant bleiben wird, solange noch so viel Übel in der Welt zu sehen und zu hören ist.

Florian Aigner: Deep House durchgespielt, zum 756. Mal. Never stop, Terre.

Philipp Kunze: Find’s okay.

Listen

39Jessy Lanza – You Never Show Your Love (feat. DJ Spinn & Taso)
Kristoffer Cornils: So ein Windhosendummy sein, das wäre was. An Jessy Lanzas Flanken parallel tanzen. In SloMo. Ach, was wäre das Leben in SloMo, mit diesem Song im Hintergrund? Ein großer, reinigender Schmerz.

Florian Aigner: Ui, Trip Hop? Oh doch nicht, da kommt die Ciara Bassline. Zwei Gunshots inna di Air für Jessy Lanzas toll unironische R&B-Umarmung.

Philipp Kunze: Mmmm mmmm mmm, so richtiger R&B.

Listen

38Stump Valley – Sunshine Motel
Florian Aigner: Yes. Rumpelbass und Tropen-Tropen, all übersteuert everything. Geht auf meine Kappe und ich bin ein bißchen stolz, dass die anderen beiden drauf reingefallen sind.

Philipp Kunze: Auf solche Drums falle ich immer rein – und aus meinen Hosen gleich mit. Definitiv etwas zu dem ich Bodenturnen in Räucherstäbchen-Schwaden mache.

Kristoffer Cornils: Disco war 2015 wirklich groß, das hier nimmt zusätzlich noch balearische Gefühlswelten mit. Brauchte es das neben dem José Padilla-Album oder Wolf Müllers (aka Jan Schultes) tollem Remix? Vielleicht nicht, vielleicht aber schon.

Listen

37Jam City – Dream ’15
Kristoffer Cornils: Mit so einer frühe-New-Order-mittlere-The-Cure-Gitarre steckte mich Jam City. So viel Drive hatte der Äther selten, auch wenn er voller Geigen hing.

Florian Aigner: Jam City habe ich ja immer höchstens zu 30 Prozent verstanden, aber Dream zumindest zu 60.

Philipp Kunze: Habe ich im redaktionsinternen Rating mit einer 4/10 bewertet. Was mich da geritten hat? Ich weiß es nicht, ist jedenfalls viel zu viel. Ein furchtbarer Song, die Instrumentierung so wenig anziehend wie ein sich verweigernder Kindergärtner an der Kinder-Garderobe vor dem Herbstspaziergang.

Listen

36 Maalem Mahmoud Guinia & Floating Points – Mimoun Marhaba
Kristoffer Cornils: Ewige Generaldankbarkeit an Honest Jon’s, uns bauchnabeligen Weißbroten das Jenseits des Tellerrands zu zeigen. Guinia starb noch dieses Jahr, seine Vermächtnis lebt in euch – ladet es hier kostenlos herunter.

Florian Aigner: Ich bin immer noch sauer auf Floating Points, weil das Album halt doch wider Erwarten nicht das beste House Album seit »Another Side« wurde, aber warum das mehr über meine eigene Dummheit aussagt, als tatsächlich ein Fehler des guten Shepherds ist, sieht man hier.

Philipp Kunze: Diese Gimbri-Line könnte ich stundenlang hören. Hierzu roch der alte Staub, der auf meiner Heizung im Winter verbruzelt immer direkt ein bisschen nach Wüstenstaub. Visions of a Weißbrot.

Listen

35Solpara – Vitamin D

Kristoffer Cornils: Hätte Kälte ein Gewicht, der untere Kelvin-Bereich würde so viel wie dieser Bass wiegen. Solpara tanzt einen niedergradigsten Danse Noire, über seinen eisverfilzten Haaren hängt eine wolkige Mischung aus kondensiertem Atem und unbändiger Leidenschaft.

Florian Aigner: Grindcore-Kumbia für Call Of Duty-Missionen in Lagos und mein Lieblingskandidat für einen »Fury Road«-Rescore.

Philipp Kunze: Kann ich jetzt nicht so viel mit anfangen. Hört sich an, wie mein Spülbecken aussieht: Kalt, beschmutzt, durcheinander und lange von keiner Menschenseele angefasst.

Listen

34Stormzy – Shut Up/Standart
Florian Aigner: Wer wie Wiley klingt, hat eh gewonnen. Wer das aber noch mit grundsympathischen Tracksuit-Cyphers und kürzlich einer noch sympathischeren Kampagne gegen Wham und für mehr Fressehalten an Weihnachten kombiniert, stößt direkt Khaled vom W-Thron.

Philipp Kunze: Kann jemand Stormzy schnell eine Flex Kathedrale bauen?

Kristoffer Cornils: Was nun – Shutdown oder up? Stormzy ist zwar nicht so stylisch, dafür ungleich sympathischer als Skepta.

Listen

Listen

33 Mall Grab – Drive
Kristoffer Cornils: Alter Menschheitstraum: Im Dschungel unter einem Wasserfall zu tanzen, als wäre es eine Shampoo-Werbung. Wir müssen darauf beharren, wir kommen hier ja doch nicht lebend raus.

Philipp Kunze: Socken unter der Decke anlassen, Waden noch weicher als der Pimmel, alle Termine abgesagt: Hierzu im Wohnzimmer liegen und Kontakt zu meinen Zimmerpflanzen aufnehmen.

Florian Aigner: Zum Glück erinnert sich keiner mehr an Fidget House. Also erfindet Mall Grab einfach das Genre neu und ich tue so als hätte ich nie eine Maxi auf Dubsided gekauft.

Listen

32 Baba Stiltz – Cherry
Kristoffer Cornils: Handclaps! Piano Stabs! Vocalschnipsel! Volles Happy-Mode-Pathos im Übercoolmodus. Der hier will dich mitnehmen und tut so, als wärst du ihm egal. Vorsichtig sein – oder noch besser: hingeben.

Florian Aigner:Bestes Video, bester Typ. »Cherry« und Unknown To The Unknown werben für noch mehr geistige Verdummung auf dem Tanzflur und Alicia Keys klauen sie dabei auch noch direkt all ihre elfenhafte Eleganz.

Philipp Kunze: Wenn dieses Video nicht gewesen wäre, wäre auch der Track nicht so weit oben gelandet.. Behaupte ich mal. Wobei die beiden Pappnasen (Aigner und Cornils) halt genau bei solchen Songs am besten zulassen können, dass halt auch sie leicht gestrickt sind.

Listen

31 Huerco S – Rushing To Paradise
Kristoffer Cornils: Ein bisschen bekomme ich hier Porter Ricks-Vibes, das heißt Lust zu kiffen. Es bleibt bei dem rein theoretischen Verlangen, was besser ist, weil ich im Kiffen schon immer eher schlecht war, das heißt mir nach dem Kiffen immer schlecht war.

Florian Aigner: Für mich eher Weihrauch als Sativa, weil der Huerco mittlerweile diese transzendente Pose so unangestrengt halten kann, dass er sich eine Residency im Kölner Dom wirklich verdient hätte.

Philipp Kunze: Ich nehme meine Zimmerpflanzen direkt mit auf meinen Trip zu Kepler 452b.
Listen

Hier geht es zu den Plätzen 30-11

Dein Kommentar
Ähnliche Artikel
Music Liste | verfasst 27.10.2017
Ausklang | 2017KW43
8 essentielle neue Platten
Hunderte neue Releases, jede Woche. Davon viele sehr gut – und bereits von diversen Portalen vorgestellt. Wir präsentieren: die unvorgestelltesten, besten Releases der Woche. Ab vom Schuss, leicht daneben und tierisch geil: der Ausklang.
Music Review | verfasst 04.11.2013
Huerco S
Colonial Patterns
Verstörende Loops, dystopische Klangbilder und erdrückende Störcollagen bilden das Fundament eines fantastischen Debütalbums.
Music Review | verfasst 13.06.2016
Huerco S.
For Those Of You Who Have Never (And Also Those Who Have)
Auf seinem zweiten Album »For Those Of You Who Have Never (And Also Those Who Have)« überrascht Huerco S. mit lupenreinem Ambient.
Music Kolumne | verfasst 11.12.2013
2013
Die 50 Alben des Jahres (Teil 1)
Es war ein richtig gutes Jahr für alle Musikconnaisseure. Wir haben uns durch Alben und Mini-Alben gehört und 50 Highlights zusammengetragen. Lest hier Teil 1 der Liste…
Music Kolumne | verfasst 31.12.2013
Zwölf Zehner
Jahresrückblick 2013 (Teil 2)
Streitbar, scheuklappenfrei, hart und herzlich, House und R&B, Hip-Hop, Trap, Kanye und Post-Everything. Das Kolumnen-Duo plus Kunze schließt das Jahr 2013 mit einer Auswahl seiner 50 liebsten Tracks ab.
Music Review | verfasst 17.02.2020
Tame Impala
The Slow Rush
Mit »The Slow Rush« sind die Gitarren bei Tame Impala, dem Projekt des Australiers Kevin Parker, endgültig passé.
Music Review | verfasst 08.12.2015
Mall Grab
Alone
Die dritte Mall Grab-EP »Alone« verweigert sich den Diktaten der Dance Music. Leider aber nicht konsequent genug.
Music Review | verfasst 19.12.2017
Mall Grab
Feel U EP
Collect-Call kramt die »Feel U EP« von Mall Grab wieder aus. Sie gehört in jeder gut sortierte Plattensammlung.
Music Review | verfasst 12.11.2018
Mall Grab
How The Dogs Chill Vol.1
Der australische Überflieger Mall Grab hat etwas zu beweisen und deshalb mit Looking For Trouble ein eigenes Label gestartet.
Music Porträt | verfasst 12.03.2015
Solpara
Direkt aus der Waschküche
Es brauchte eine Menge von College-Absagen, bevor die Karriere von Paul Sara begann. Partys in Waschküchen, ein internationales Musikerkollektiv und eine überzeugende Debüt EP sind erst der Anfang von Solpara.
Music Review | verfasst 08.07.2014
Floating Points
King Bromeliad
Eine neue Veröffentlichung von Sam Shepherd alias Floating Points ist immer eine gute Nachricht. »King Bromeliad« bildet da keine Ausnahme.
Music Review | verfasst 05.11.2015
Floating Points
Elaenia
Freundlich, zugänglich, doch zugleich auf fast ätherische Weise abgewandt, rätselhaft: Das alles ist »Elaenia« von Floating Points.
Music Review | verfasst 19.08.2019
Floating Points
Lesalpx / Coorabell
Nach fast zwei Jahren ohne neue Musik hat Floating Points kürzlich die beiden neuen Tracks »Lesalpx« und »Coorabell« veröffentlicht,
Music Kolumne | verfasst 01.07.2011
Zwölf Zehner
Juni 2011
Willkommen im Juli. Doch vorher lassen Florian Aigner und Paul Okraj den Monat Juni musikalisch Revue passieren und destillieren in ihrer Kolumne Zwölf Zehner die wichtigsten zehn Tracks des Monats.
Music Kolumne | verfasst 03.11.2011
Zwölf Zehner
Oktober 2011
Willkommen im November. Doch vorher lassen Florian Aigner und Paul Okraj den Monat Oktober musikalisch Revue passieren und destillieren in ihrer Kolumne Zwölf Zehner die wichtigsten zehn Tracks des Monats.
Music Kolumne | verfasst 04.12.2011
Zwölf Zehner
November 2011
Willkommen im Dezember. Doch vorher lassen Florian Aigner und Paul Okraj den Monat November musikalisch Revue passieren und destillieren in ihrer Kolumne Zwölf Zehner die wichtigsten zehn Tracks des Monats.
Music Porträt | verfasst 15.03.2012
Eglo Records
Fingerübung in Sachen Qualität
Vor genau drei Jahren taten sich Sam Shepherd (Floating Points) und Radio-DJ Alexander Nut zusammen und gründeten das Label Eglo Records. Wir stellen euch das Londoner Label genauer vor.
Music Bericht | verfasst 21.10.2013
Gilles Peterson, Four Tet & Floating Points
»Free Spirits Sunday« am 13.10. in Berlin
Die jazzaffinen DJs und Musiker leisteten beim »Free Spirits Sunday« eine dringend notwendige Unterstützung für die Steve Reid Foundation und verneigten sich zeitgleich auch auf vielfältige musikalische Weise vor ihren Vorbildern.
Music Interview | verfasst 14.10.2019
Floating Points
»Sowas bringt mich auf die Palme!«
Floating Points mag das Wort »Crush«. Es sei einerserseits zärtlich, andererseits stehe es für langsame Gewalt. Sein neues Album heißt »Crush« und es bewegt sich genau in diesem Spannungsfeld. Wir trafen ihn zum Gespräch.
Music Kolumne | verfasst 13.11.2019
Aigners Inventur
November & Dezember 2019
Kommt gerade vom Gruppenkuscheln auf der Ersti-Party und weiß trotzdem, wer das beste Deutschrap-Album aller Zeiten veröffentlichen wird. Es kann sich dabei nur um unseren Kolumnisten handeln.
Music Review | verfasst 11.09.2013
Jessy Lanza
Pull My Hair Back
Indie-R&B/Pop trifft Hyperdub-Electronic: Sexy, lupenrein produziert und groovy. Doch es fehlt etwas Entscheidendes…
Music Review | verfasst 22.07.2015
Jessy Lanza, DJ Spinn & Taso
You Never Show Your Love EP
Nach einer kleinen, verdienten Pause meldet sich Jessy Lanza mit Teklife’s DJ Spinn und Taso als Producer.
Music Review | verfasst 13.05.2016
Jessy Lanza
Oh No
Für Jessy Lanza heißt es alles oder nichts, auf »Oh No« trifft derweil alles auf nichts. Ihr zweites Album ist eine radikale Platte.
Music Review | verfasst 09.12.2016
Jessy Lanza
Oh No No No
Die Eckpfeiler von Jessy Lanzas Sound? Disco und Footwork. Auf »Oh No No No« sind Morgan Geist, DJ Spinn & Taso und DVA als Remixer an Bord.
Music Review | verfasst 27.07.2020
Jessy Lanza
All The Time
Wieder gemeinsam mit Jeremy Greenspan bündelt Jessy Lanza auf »All The Time“ ihre Kräfte zu auf den Punkt angespitzten R&B-Pop-Nummern.
Music Porträt | verfasst 22.10.2013
Jessy Lanza
Sie und Er
Was haben Chart-R&B und Warp Records gemeinsam? Nichts möchte man denken. Wären da nicht Jessy Lanza und Junior Boy Jeremy Greenspan, die aus R&B, Disco, Post-Alles und Electro-Pop das sexieste Album des Jahres gemacht haben.
Music Review | verfasst 18.11.2013
Omar Souleyman
Wenu Wenu
Kieran Hebden hat den »street level syrian and iranian Dabke«- Omar Souleyman tatsächlich ins Studio locken können.
Music Review | verfasst 24.07.2015
Omar Souleyman
Bahdeni Nami
Mit Four Tet, Modeselektor und Gilles Peterson an den Reglern veröffentlicht Omar Souleyman sein Album »Bahdeni Nami«.
Music Bericht | verfasst 20.07.2015
Omar Souleyman
Das Leiden eines Hochzeitssängers
Er war Maurer, er war Hochzeitssänger – heute ist Omar Souleyman in unseren Kulturkreisen vielleicht der bekannteste Syrische Musiker. Wir stellen euch den international erfolgreichsten Hochzeitssänger aller Zeiten vor.
Music Bericht | verfasst 31.08.2015
By The Lake Festival
Offen gegenüber Neuem
In der Freilichtbühne Weißensee in Berlin fand zum ersten Mal das By The Lake Festival statt. Es wollte seinen Gästen einen schönen Tag bereiten, mit ungewöhnlicher und spannender Musik in einer unverbrauchten und zwanglosen Atmosphäre.
Music Essay | verfasst 19.12.2017
Jahresrückblick 2017
Fourth World Problems
Fourth World Music: etliche Alben, Compilations und Reissues widmeten sich 2017 dem Thema. Offenbar gab es in diesem Jahr eine hohe Nachfrage nach Utopie. Aber handelt es sich bei dem Phänomen nicht vielmehr um eine bittere Realität?
Music Review | verfasst 04.09.2015
Schnipo Schranke
Satt
Schnipo Schranke führen auf ihrem Album »Satt« prustendes Pathos gegen konkrete Probleme ins Feld. Am Ende steht eine naiv-schöne Utopie.
Music Review | verfasst 27.01.2017
Schnipo Schranke
Rare
Man sollte sich froh schätzen, heirzulande eine Band wie Schnipo Schranke zu haben. Selten, dass deutscher Pop aufrichtiger ist.
Music Liste | verfasst 10.12.2015
Jahresrückblick 2015
Die 50 Alben des Jahres
Wir haben ein-, um- und aussortiert. Am Ende stehen die für uns besten/wichtigsten Alben des Jahres. Bei unsere Auswahl haben wir gemerkt: Sie sagen auch etwas darüber aus, wie das Jahr 2015 für uns war.
Music Interview | verfasst 31.01.2017
Schnipo Schranke
Weil es halt scheiße ist
Authenthisch und gar nicht mal so optimistisch. Warum machen Schnipo Schranke eigentlich die Musik, die sie machen? Weil machens halt offensichtlich scheiße ist. Wir trafen Fritzi Ernst und Daniela Reis in St. Pauli.
Music Review | verfasst 20.09.2013
The Weeknd
Kiss Land
Hier wäre mehr drin gewesen und gleichzeitig lebt das Album davon, dass es darum gar nicht geht.
Music Review | verfasst 04.09.2020
The Weeknd
After Hours
The Weeknds bekanntes Narrativ aus Hedonismus, Depression, Drogen verwickeln sich auf »After Hours« in nicht neuen, aber süßen R&B-Fäden.
Music Porträt | verfasst 26.03.2011
The Weeknd
Betäubter Rhytmus, tiefer Blues
The Weeknd haben R&B wieder eine Nische geschaffen. Die beiden Kanadier haben moderne musikalische Phänomene von Künstlern wie James Blake abgeguckt und sie auf ein Genre übertragen, dass zum Großraum-Dissen-Sound verkommen war.
Music Kolumne | verfasst 20.04.2011
Aigners Inventur
März 2011
Auch in diesem Monat klärt Aigners Inventur wieder die wirklich essentiellen Fragen der Menschheit: Fürchtet Pusha T wirklich das Fegefeuer? Vermittelt Frank Ocean zwischen Tyler und Bieber? Ist die Welt tatsächlich aus Plastik?
Music Kolumne | verfasst 07.03.2012
Zwölf Zehner
Februar 2012
Willkommen im März. Doch vorher lassen Florian Aigner und Paul Okraj den Monat Februar musikalisch Revue passieren und destillieren in ihrer Kolumne Zwölf Zehner die wichtigsten zehn Tracks des Monats.
Music Kolumne | verfasst 14.08.2013
Zwölf Zehner
Juli 2013
Willkommen im August. Doch vorher lassen unsere Kolumnisten vom Dienst den Monat Juli musikalisch Revue passieren und destillieren in ihrer Kolumne Zwölf Zehner die wichtigsten zehn Tracks des Monats.
Music Essay | verfasst 01.10.2015
Wreck Yoself!
Die neue Lust an der Selbstzerstörung
Die Utopien sind aufgebraucht, der Medizinschrank bis zum Zerbersten voll. Rapper sind vom Glauben abgekommen und auf Drogen hängengeblieben. Wir gucken ihn gerne dabei zu – die Kaputtesten sind die Erfolgreichsten. Was ist los?
Music Review | verfasst 16.09.2015
Die Goldenen Zitronen
Flogging A Dead Frog
Die Goldenen Zitronen versammeln auf »Flogging A Dead Frog« englische Versionen und Neubearbeitungen aus ihrem bisherigen Schaffen.
Music Liste | verfasst 12.05.2017
Ausklang | 2017KW19
8 essentielle neue Platten
Hunderte neue Releases, jede Woche. Davon viele sehr gut – und bereits von diversen Portalen vorgestellt. Wir präsentieren: die unvorgestelltesten, besten Releases der Woche. Ab vom Schuss, leicht daneben und tierisch geil: der Ausklang.
Music Liste | verfasst 19.05.2017
Ausklang | 2017KW20
8 essentielle neue Platten
Hunderte neue Releases, jede Woche. Davon viele sehr gut – und bereits von diversen Portalen vorgestellt. Wir präsentieren: die unvorgestelltesten, besten Releases der Woche. Ab vom Schuss, leicht daneben und tierisch geil: der Ausklang.
Music Liste | verfasst 26.05.2017
Ausklang | 2017KW21
8 essentielle neue Platten
Hunderte neue Releases, jede Woche. Davon viele sehr gut – und bereits von diversen Portalen vorgestellt. Wir präsentieren: die unvorgestelltesten, besten Releases der Woche. Ab vom Schuss, leicht daneben und tierisch geil: der Ausklang.
Music Liste | verfasst 02.06.2017
Ausklang | 2017KW22
8 essentielle neue Platten
Hunderte neue Releases, jede Woche. Davon viele sehr gut – und bereits von diversen Portalen vorgestellt. Wir präsentieren: die unvorgestelltesten, besten Releases der Woche. Ab vom Schuss, leicht daneben und tierisch geil: der Ausklang.
Music Liste | verfasst 09.06.2017
Ausklang | 2017KW23
8 essentielle neue Platten
Hunderte neue Releases, jede Woche. Davon viele sehr gut – und bereits von diversen Portalen vorgestellt. Wir präsentieren: die unvorgestelltesten, besten Releases der Woche. Ab vom Schuss, leicht daneben und tierisch geil: der Ausklang.
Music Liste | verfasst 16.06.2017
Ausklang | 2017KW24
8 essentielle neue Platten
Hunderte neue Releases, jede Woche. Davon viele sehr gut – und bereits von diversen Portalen vorgestellt. Wir präsentieren: die unvorgestelltesten, besten Releases der Woche. Ab vom Schuss, leicht daneben und tierisch geil: der Ausklang.
Music Liste | verfasst 23.06.2017
Ausklang | 2017KW25
8 essentielle neue Platten
Hunderte neue Releases, jede Woche. Davon viele sehr gut – und bereits von diversen Portalen vorgestellt. Wir präsentieren: die unvorgestelltesten, besten Releases der Woche. Ab vom Schuss, leicht daneben und tierisch geil: der Ausklang.
Music Interview
Common
»Befreiung fängt im Kopf an«
Sein neues Album trägt den Namen »A Beautiful Revolution Pt.1«, erschien bereits im Oktober digital und in diesen Tagen wird es nun auch auf Vinyl veröffentlicht. Wir nutzten die Gelegenheit mit dem Rapper aus Chicago zu sprechen.
Music Porträt
Zoviet France
Fiebertraum vom Ende
Keine Namen, keine Gesichter, keine Tradition: Zoviet France wollten als anonymes Kollektiv Anfang der Achtziger die Antithese zum orthodoxen Kunstverständnis formulieren – und wurden dabei zu Kultfiguren wider Willen. Bis heute.
Music Liste
Aigners Inventur
Januar & Februar 2021
Ist es Gott? Ist es Hesse? Ist es Domian? Nein, es ist zum Glück einfach nur der Aigner. Der hat die Gardinen seit Wochen maximalst zugezogen und schickt uns die erste Inventur des noch fast unbefleckten neuen Jahres aus dem Kabuff.
Music Liste
Aaron Frazer
10 All Time Favs
»Introducing« heißt das erste Soloalbum von Aaron Frazer. Als Schlagzeuger von Durand Jones & The Indications ist er aber längst kein unbekannter. Musikalisch geht’s in die Sechziger. Uns sagt er, was ihn wirklich musikalisch geprägt hat.
Music Porträt
On The Corner
Banger für das Hinterzimmer
Mit seinem Label On the Corner Records serviert Pete Buckenham einen berauschenden Eintopf aus afro-futuristischen Jazz-Konzepten und zeitgenössischen Street Grooves und stößt er heute bereits die Pforten zum Sounduniversum von morgen auf.
Music Liste
Jahresrückblick 2020
Top 50 Albums
Sprechen wir es aus: Musik ist in Gefahr, weil sie nicht gemeinsam erlebt werden kann und weil ihre Macher*innen sich seit Monaten in einer existenziellen Krise befinden. Auf Schallplatte gab es dennoch einiges zu hören, wie diese 50 Alben.
Music Liste
Jahresrückblick 2020
Top 20 12inches
Tanzen war 2020 nicht wirklich. Aber die Vinyl 12" war trotzdem ein begehrtes Format. Und zwar für Musik, die von einer Zeit nach der Katastrophe träumt. Hier sind unsere Top 20. Einen Bonus in Form einer Vinyl 7" gibt’s obendrauf.
Music Liste
Jahresrückblick 2020
Top 50 Reissues
Früher war alles besser, das reden wir uns schon seit geraumer Zeit ein und seit zehn, fünfzehn Jahren versucht uns die Reissue-Industrie in dieser zur Weltanschauung geronnenen Vermutung zu bestätigen. Hier sind die Top 50 Reissues 2020.
Music Liste
Jahresrückblick 2020
Top 20 Compilations
Werkeinstiege zu Beverly Glenn-Copeland und Sade, DJ-Mixe von etwa Helena Hauff und Avalon Emerson, Würdigungen, Geschichtslektionen: Die Compilations in 2020 brachten Schwung in das pandemisch und politisch kriselnde Jahr.
Music Liste
Jahresrückblick 2020
Top 20 Tapes
Das angebliche Tape-Revival ist schon alt genug, als dass seine Heraufbeschwörung durch wiederverwertungsgeile Feuilletons selbst bald ein Revival feiern könnte. Sei’s drum: Diese zwanzig Kassetten haben uns 2020 das Leben gerettet.
Music Porträt
The Silhouettes Project
Protest aus dem Underground
Kosher und Eerf Evil gründeten das Silhouettes Project, um dem Londoner Untergrund Struktur zu verleihen. Ihr selbstbetiteltes Album entstand in gemeinsamen Sessions der britischen Alternative-Rap-Szene.
Music Kolumne
Records Revisited
Coil – Musick to Play in the Dark (1999)
Magie als Klang, der lunare Energien ansammelt: Mit dem im Jahr 1999 veröffentlichten Album »Musick to Play in the Dark« schufen die Elektronik-Esoteriker Coil ihre größten Hymnen an die Nacht. Jetzt wurde es endlich neu veröffentlicht.
Music Porträt
Sault
Black is …
Sault sind die inoffizielle musikalische Stimme der Black Lives Matter Bewegung. Voll radiotauglichem Soul und Jazz, hinter dem die längst überfällige Revolution steht.
Music Kolumne
Aigners Inventur
November & Dezember 2020
Das Virus? Nah, unser furchtloser Kolumnist fürchtet nur eines hinter jeder Straßenecke: Clueso. Aigner schmeißt sich in fiktive Nachtbusse und bückt sich n zu den REWE-Spaghetti runter, weil die von Barilla wieder weggepreppt wurden.
Music Kolumne
Records Revisited
The Pharcyde – Labcabincalifornia (1995)
Pioniere im Andersdenken. Vor 25 Jahren wurden die überdrehten Klassenclowns von The Pharcyde auf ihrem zweiten Album »Labcabincalifornia« zu zynischen Antihelden. Daran trug auch ein damals unbekannter producer namens J Dilla Schuld.
Music Porträt
Tidal Waves
Die Welle reiten
Eine kräftige Welle hat schon so manchen Schatz an Land gespült. So gesehen passt der Name, denn das belgische Reissue-Label Tidal Waves sucht, findet und veröffentlicht verlorengeglaubte Perlen der Musikgeschichte.
Music Kolumne
Records Revisited
Four Tet – There Is Love in You (2010)
Als Four Tet Anfang 2010 das Album »There Is Love in You« veröffentlicht, muss er der Welt nichts mehr beweisen und setzt sich einem retromanischen und verbissenen Zeitgeist mit einem gerüttelt Maß Glückseligkeit entgegen.
Music Kolumne
Records Revisited
GZA – Liquid Swords (1995)
Vor 25 Jahren säbelte GZA sein erstes Solo-Album innerhalb des Wu-Tang-Universums raus, boxte im Schatten von Shaolin-Kriegern und machte seine Gegner mit Lines einen Kopf kürzer. Das Ergebnis nannte sich »Liquid Swords«.
Music Porträt
Mort Garson
Musik für Pflanzen und Menschen
Er war an über 900 Liedern beteiligt, erreichte Platz 1 der Billboard Charts, doch Mort Garsons heutiger Ruhm beruht auf einer Begegnung mit Bob Moog, den er überredete, ihm einen seiner Synthesizer zu überlassen. Eine Wiederentdeckung.
Music Kolumne
Records Revisited
Pet Shop Boys – Behaviour (1990)
»Behaviour« ist das Pet Shop Boys-Album schlechthin. Reflektierte Texte, die schon damals bewährten Hymnen-Melodien und Harold Faltermeyers analoge Produktion verschmolzen zu einem Klassiker, der keinen Staub ansetzen will.
Music Porträt
Dark Entries
Zwischen Disco, Goth und Porno-Soundtracks
Seit 2009 betreibt Josh Cheon sein Label für Undergroundiges aus den 1980er Jahren und solches, das es werden will. Nächstes Jahr wird er über 300 Schallplatten dort veröffentlicht haben. Wir stellen euch das Label aus San Francisco vor.
Music Interview
Makaya McCraven
»Ich grabe Sound aus«
Makaya McCraven ist einer der Jazzmusiker dieser Tage. Nicht nur seine Heimatstadt Chicago, sondern die ganze Welt scheint sich an dem freien Umgang mit dem Jazzerbe in seiner Musik zu inspirieren. Wir hatten die Chance zum Interview.
Music Liste
Record Store Day 2020 – 3rd Drop
12 Releases nach denen du Ausschau halten solltest
Am 24.10.2020 findet nun der dritte von drei Record Store Days in diesem Jahr statt. Dafür sind wiederum mehr als 120 exklusive Releases angekündigt. Wir haben daraus zwölf Schallplatten gepickt, die wir euch ans Herz legen wollen.
Music Porträt
Sade
Magie ohne Mysterium
Mit dem Box-Set »This Far« wird das Gesamtwerk von Sade neu veröffentlicht. Viel ist das nicht. Aber Sängerin Helen Folasade Adu ist nicht nicht nur der größte Superstar, der nie einer werden wollte – sondern singt nur, wenn sie es will.
Music Kolumne
Records Revisited
Godspeed You! Black Emperor – Lift Your Skinny Fists Like Antennas To Heaven (2000)
Das zweite Album des Projekts Godspeed You! Black Emperor ist ein Werk voller Widersprüche und Zweifel. Vor allem liefert es den Soundtrack zur Komplexität menschlicher Existenz im aufkeimenden Dogmatismus.
Music Porträt
Derya Yıldırım
Im Namen der Menschlichkeit
Für Derya Yıldırım ist Musik in erster Linie Ausdruck menschlicher Beziehungen. Mit der Grup Şimşek verbindet sie die Musik ihrer anatolischer Heimat mit unzähligen anderen Klängen und Melodien, die die Menschen erden.
Music Essay
A Journey Into Turkish Music
Gastarbeiter*innen Musik
Parallel zur Genese des Anadolu Pop entwickelt sich in der BRD eine virile Infrastruktur. Diese »Gastarbeitermusik« hat das öffentliche Bewusstsein stets nur gestreift. Der wirtschaftliche Austausch hätte ein kultureller sein können.
Music Essay
A Journey Into Turkish Music
Anadolu Pop
Altın Gün, Derya Yıldırım & Grup Şimşek oder Gaye Su Akyol: mehr und mehr Bands beziehen sich wieder auf den Sound des Anadolu Pop, der sich in den 1960er Jahren in der Türkei formierte. Aber ist es ein Revival? Wir klären auf.
Music Kolumne
Records Revisited
Mouse On Mars – Iaora Tahiti (1995)
Mit ihrem zweiten Album »Iaora Tahiti« haben Mouse On Mars schließlich den letzten überzeugt, dass schlaue Electronica in den Neunzigern durchaus auch aus good ol’ Germany kommen kann. In diesen Tagen wird das Album 25 Jahre alt.
Music Kolumne
Records Revisited
Radiohead – Kid A (2000)
Zwischen Bigotterie und Blasphemie liegt oft nur »Kid A«. Das vierte Album von Radiohead erschien am 2. Oktober 2000, tauschte Gitarren gegen Synthesizer – und begann mit einem Fehler.
Music Kolumne
Vinyl-Sprechstunde
Tolouse Low Trax – Jumping Dead Leafs
Der Mann, der einen Sound geprägt hat, ist zurück mit einem Langspieler. Die drei Männer, die nichts geprägt haben, sind zur Stelle, um sich über ihn zu unterhalten. Das ist natürlich eine tolle Sache.
Music Liste
Record Store Day 2020 – 2nd Drop
Weitere 12 Releases nach denen du Ausschau halten solltest
Am 26.9.2020 findet nun der zweite von drei Record Store Days in diesem Jahr statt. Dafür sind wiederum mehr als 150 exklusive Releases angekündigt. Wir haben daraus zwölf Schallplatten gepickt, die wir euch ans Herz legen wollen.
Music Interview
Action Bronson
»Nichts könnte mich davon abhalten, mein Leben zu lieben«
Action Bronson meldet sich zurück. Das ist erstaunlich, denn die Musik ist nur ein Teil im Leben des New Yorkers, der auch Maler, Tänzer, Olivenöl-Tester, Schauspieler und anderes ist. Wir hatten die Gelegenheit zu einem Gespräch.
Music Kolumne
Records Revisited
Kate Bush – Hounds Of Love (1985)
Auf ihrem selbstproduzierten, fünften Studioalbum erklimmt Kate Bush den Gipfel ihres Autoren-Art-Pops. Ihre Synthese von digitaler Klanggestaltung und Folk-Elementen zeitigt ein Album, das einem Jahrhundertroman gleichkommt.
Music Porträt
Melody As Truth
An der Schwelle von Sound und Stille
Mit seinem Label Melody As Truth bewegt sich Jonny Nash zwischen Balearic und Ambient. Die Reise führt von New Age zu einer neuen Art von Weltkammermusik. Er selbst spricht vom »Erforschen von Raum und Timing«.
Music Kolumne
Aigners Inventur
September & Oktober 2020
Der Sommer ist vorbei, die Welt ja sowieso, da wird selbst unser Kolumnist emotional. Er gibt seinem Haustier einen Namen und legt sich zu Enya in die Badewanne. Aigners Inventur ist zurück. Ganz, ganz wild.
Music Porträt
Larry Heard
Von der Luftgitarre zur Clubhymne
Larry Heard gilt als einer der Gründungsväter von Chicago House. Mit »Can You Feel It« prägte er das Antlitz von Deephouse. Stets blickte er über den Tellerrand der Clubmusik hinaus. Begonnen hat er seine Karriere jedoch als Luftgitarrist.
Music Kolumne
Records Revisited
Aesop Rock – Float (2000)
Statistisch gesehen ist Aesop Rock der eloquenteste unter allen Rappern. Stilistisch gesehen musste er zuerst behaupten, um im Feld der elaborierten Hip-Hopper zu etablieren. Dahingehend war »Float« von 2000 eine erstes Ausrufezeichen.
Music Interview
Kelly Lee Owens
»Wir verkörpern Emotionen«
Mit »Inner Song« veröffentlichte die walisische Musikerin ihr zweites Album, das mit einer Hand die Tränen nach dem Closing-Set aus den Augen wischt und mit der anderen das Fenster in den Alltag aufstößt. Ein Gespräch.
Music Liste
Harmonious Thelonious
10 All Time Favs
Mit »Plong« rüttelt Stefan Schwander an den Grundfesten der Clubmusik. Sein neues Solo-Album als Harmonious Thelonious lässt Alltagsgeräusche ein unheimliches Eigenleben entwickeln. Uns hat er erzählt, welche 10 Platten ihn geformt haben.
Music Interview
Nubya Garcia
Verwobene Erinnerungen
Die Saxophonistin Nubya Garcia ist Teil der regen Londoner Jazzszene. An ihrem Instrument ist sie eine der energetischsten Musikerinnen der Welt. Ansonsten ruht sie in sich. Sie ist so cool, wie die Musik, die sie spielt. Ein Interview.