Music Kolumne | verfasst 29.06.2018
Halbjahresrückblick 2018
50 best Vinyl Records so far
Techno ohne Kick und Snare, kunstvolles Gurgeln, Musik, zu der Buckelwale ihre Babys beisetzen: alles drin unter den 50 Schallplatten, die uns die erste Jahreshälfte 2018 bislang besonders versüßt haben.
Text Andreas Brüning, Tim Caspar Boehme, Pippo Kuhzart, Florian Aigner, Kristoffer Cornils, Sebastian Hinz, Felix Hüther, Steffen Kolberg, Lars Fleischmann

Halbjahresrückblick 2018 - Top 50 Releases Das Jahr 2018 hat schon wieder die Hälfte hinter sich. Und während wir im Alltag lernen mussten, dass wir uns auf nichts verlassen können (amerikanische Präsidenten, deutsche Fußballnationalmannschaften, umweltfreundliche Dieselautos sind umweltunfreundlich, die Rente ist sicher, die Schallplattenpreise sind stabil), haben uns die Vinyl-Releases gelehrt, das weiterhin sehr gute, neue und wiederentdeckte Musik von den immer akribischer, herzblütiger, aufopferungsvoller arbeitenden Plattenfirmen veröffentlicht werden. (Außer vielleicht im Hip-Hop, da hoffen wir aber schwer auf die zweite Jahreshälfte.) Also haben wir unsere rauchenden Köpfe zusammengesteckt und eine Liste zusammengestrichen, die 50 Schallplatten in allen Formaten und aus allen Genres beinhaltet. Darunter Räucherstäbchenmanifeste, Schöpfungsgeschichte-Ouvertueren, richtiger Messiascheiß eben, Techno ohne Kick und Snare, kunstvolles Gurgeln, Musik für Radiergummies und Musik, zu der Buckelwale ihre Babys beisetzen. Das ganze Programm eben.


Die 50 besten Vinyl-Schallplatten der ersten Jahreshälfte 2018 findest du bei uns im Webshop von HHV Records.


Airchina – LP1Webshop ► Vinyl LP Feine fernöstliche Klangkunst, frisch aus Düsseldorf. Dort gibt es zwar die drittgrößte japanische Community Europas, die Musik stammt aber von Stabil Elite-Sänger Nikolai Szymanski. Der lässt sich unter dem Namen Airchina vom Yellow Magic Orchestra ebenso wie von den Visible Cloaks inspirieren, um eine Platte voller inspirierter Instrumentals vorzulegen, die Ambient ebenso gut wie Synth-Pop können. Und dass die Angelegenheit »LP 1« getauft wurde, lässt hoffen, dass es kein einmaliger Ausflug geblieben sein wird. Tim Caspar Boehme
 

Ayuune Sule – We Have One DestinyWebshop ► Vinyl LP Ayuune Sule aus dem Nordosten Ghanas singt und spielt die Kologo, ein westafrikanisches Lauten-artiges Saiteninstrument, und die Sinyaka, ein Maracas-ähnliches Perkussionsinstrument. Sein Debüt-Album »We Have One Destiny« kombiniert auf 11 Stücken die rein akustischen Soloklänge seiner Hitsingle »What A Man Can Do A Woman Can Do Better« mit einer kompletten Band samt Chorgesängen, Raps und elektronischen Sounds zu einer äußerst tanzbaren Musik zwischen Tradition und Moderne. Andreas Brüning
 

Bebe Fang – Bebe Fang LPWebshop ► Vinyl LP Die einzigen Aufnahmen überhaupt von Berber Visser and Keimpe Koldijk alias Bebe Fang. Zehn Jahre auf irgendeiner Kassette eingestaubt, in diesem Jahr vom großartigen Label Vrystaete auf Platte veröffentlicht. Verloren wird diese Musik bleiben. Im besten Sinne. Schwer diesen jetzt hier auf die Kürze zu beschreiben. Das ist Musik, zu der Buckelwale ihre Babys beisetzen. Unglaubliches Album, wirklich. Definitiv das Album des Halbjahres. Philipp Kunze
 

Barker – Debiasing EPWebshop ► Vinyl LP Die erste Solo-EP, »Debiasing«, des langjährigen Leisure System-Kurators und ND Baumecker-Aficionados Sam Barker ist das Destillat eines Perfektionisten. Der Verzicht auf Kick, Snare und Clap bietet vielseitige Einsatzmöglichkeiten hinter den Decks, um mit den passenden DJ-Tools die auftreibenden Melodiebögen so richtig in Szene zu setzen. Unterschwellige Detroit-Verweise auf A1 und B1 erinnern dabei an die Built-Ups des Underground-Resistance-Klassikers »Journey Of The Dragons« oder die »Timeworm EP« von 2030. Felix Hüther
 

Beverly-Glenn Copeland – Beverly-Glenn Copeland LPWebshop ► Vinyl LP Die schleichende Wiederentdeckung von Beverly Glenn-Copeland verwundert nicht nur ihn selbst, sondern bringt auch die schräg-schönste Musik überhaupt ans Tageslicht. Nach einem Reissue des 1986 veröffentlichten Tapes »Keyboard Fantasies« ist Copeland Debütalbum »Beverly Glenn-Copeland« irgendwie zwischen Joan Baez, Gabor Szabo und Pharoah Sanders eine Fundgrube von Musik, die sich vorher und danach nie jemand getraut hätte. Kristoffer Cornils
 

Borusiade – A BodyWebshop ► Vinyl LP Miruna Boruzescu aka Borusiade ist leider viel zu lange übersehen worden. Liegt vielleicht daran, dass Rumänien-Diggen noch nicht als cool gilt. Diese LP hat sie aber glücklicherweise auf’s Radar geworfen. Diese Wave-Bombe »A Body«, die hält, was sie verspricht. Die Körperlichkeit, die sich aus dem Zusammenspiel der meist düsteren Tracks und dem schwurbelig-nebulösen Gesangs-Parts ergibt, ist vornehmlich bei höherer Lautstärke zu genießen. Aber auch schon auf dem gut isolierten Kopfhörer ist der Genuss groß, die Tiefe überwältigend. Neben dem Club auch perfekt zum Reisen. Lars Fleischmann
 

Cecilia – AdorationWebshop ► Vinyl LP Synthpop so bekömmlich wie ein Kilo Dachziegel: Cecilias »Adoration« klingt wie Lucrecia Dalt am Katheter. Italienisch, Englisch, Französisch und trotzdem gibt es nichts woran man sich hier festhalten könnte. Wenn Portishead nach »Third« komplett den Verstand verloren hätten, würden sie heute so klingen wie Cecilia. Florian Aigner
 

Chevel – Always YoursWebshop ► Vinyl LP Wer noch immer nicht das Label Different Circles (und ihre Macher Mumdance und Logos) aufm Schirm hat, dem wurde jüngst ein weiteres Argument, die Missachtung endlich aufzugeben, bereitgestellt. Es kommt von dem Italiener Chevel und hört auf den komplett in die Irre führenden, und daher wunderschönen Titel »Always Yours«. Darauf: Musik für Menschen mit Tunnelblick und für jene, die sich das Rauchen angewöhnen wollen. Musik zur Selbstpessimierung. Absolut. Musik für den Moment, wenn im Kühlschrank das Licht ausgeht. Musik zwischen Proto-Kanalreinigung und Post-Arschversohlen. Musik für Radiergummis und alle, die es werden wollen. Sebastian Hinz
 

Christy Essien – One UnderstandingWebshop ► Vinyl LP Wer »Take Life Easy« und »You Can’t Change A Man« kennt und nicht besitzt, für den ist diese Reissue ohnehin essentiell. Für den Rest kurz die Eckdaten: Christy Essien gilt als Königin nigerianischer Popmusik, die oben genannten Stücke finden sich in etlichen Disco-Sets namhafter DJs. Die Platte, »One Understanding«, war auch unter Discogs-Einsteigern ein holy grail und dementsprechend kaum noch zu finden. Jetzt ist sie wieder da. Deshalb findet sie sich hier wieder. Philipp Kunze
 

Cienfuegos Autogolpe – Cienfuegos Autogolpe LPWebshop ► Vinyl LP Wer sich für rostigen Tribalindustrial auf 95 BPM nicht interessiert, darf gerne scrollen, in ze most obvious news ever ist Cienfuegos Autogolpes LP auf L.I.E.S. für mich wieder Messiasscheiß tho. Also zumindest wenn der Beat hinter all dem Asbest so klar zu erkennen ist wie auf »False Prophets«, »Encantada« und dem völlig irren EBM-Grime «The Seventh Sister«. Florian Aigner
 

DJ Nigga Fox - Cranio EPWebshop ► Vinyl LP Nun ist er angekommen, der Batida-Sound aus Lissabons Vorstädten. Der »Cranio EP« geht zwar ein Stück weit die derbe Rauheit ab, die die früheren Veröffentlichungen von DJ Nigga Fox auf Príncipe so herrlich schwer verdaulich machten. Doch auch in seiner etwas bekömmlicheren Form ist dieser Künstler ein Gewinn für Warp Records, wo man die Nase mal wieder in die richtige Himmelsrichtung gestreckt hat.Steffen Kolberg
 

DsorDNE – E Un SoleWebshop ► Vinyl LP Dark Entries kippen den rarsten 80s-Scheiß nach wie vor fünfmal die Woche vom Laster. Kein Plan wie man da nebenher noch Shampoo kaufen und Steuererklärung machen soll ohne akute FOMO-Entzündung. Am wenigsten zu verpassen wäre dieses Jahr bisher Dsorndne und »E Un Sole«. Perfektester Schweinkram-Spoken-Word über rostigen Midtempo-Industrial mit ungewöhnlich weichem Herz. Florian Aigner
 

Eblen Macari – Musica Para PlanetariosWebshop ► Vinyl LP Das kanadische Label Séance Centre hat Anfang des Jahres »Musica Para Planetarios«, eine Auftragsarbeit, die der mexikanische Musiker Eblen Macari 1987 für das Planetarium seiner Heimatstadt Mexico City komponieren durfte, veröffentlicht. Das Ergebnis ist nichts weniger als die Vertonung der Entstehung der Welt, eine Verlautbarung des steten Werdens, frei in den Mitteln und kein bisschen abgehoben. Sebastian Hinz
 

Emerson Kitamura – The Countryside Is Great Webshop ► Vinyl LP Emerson Kitamura hat mit der »The Countryside Is Great EP« eine Platte gemacht, die besser ist als alle Reissue-Kuriositäten, die uns dieses Jahr obibestrippt aus Japan erreicht haben. Vom Dreampop-Cover des ollen George McRae Schinkens »Rock Your Baby« über den strengen Minimalismus’ von »Lam Phloem Salab Khonsawan« zu den auf 45 und 33 gleichermaßen sensationellen Digidub-Versionen des Titelstücks: vielleicht die EP des Jahres bisher. Florian Aigner
 

Gabor Lazar – UnfoldWebshop ► Vinyl LP Weil Mark Fell fast nur noch Kunsthochschulenmucke macht, muss sein vormaliger Mitstreiter Gábor Lázár es richten und parallel zu Fells »Intra« mit »Unfold« ein Album vorlegen, das Grime-Signale durchs SND-Prisma bouncen lässt. Im Gesamten klingt das wie ein musikalischer Grand mal-Anfall, im Einzelnen wie etwas, nach dem die Track-ID-Crowd in Anschluss aufs nächste Aphex Twin-Set fieberhaft giert. Kristoffer Cornils
 


Die 50 besten Vinyl-Schallplatten der ersten Jahreshälfte 2018 findest du bei uns im Webshop von HHV Records.


Garland – Preludes #1Webshop ► Vinyl LP »Preludes #1« sind musikalische Skizzen, entstanden im Austausch zwischen Glasgow und Köln. Anleihen von frischgezapftem Dub, 80er Kassetten-Industrial, Black Zone Myth Chant-Tribal, auf halber Strecke liegt eh immer Düsseldorf. Garland haben hier auf Izabel Caligiors immer interessantem Label Lullabies For Insomniacs einen Release vorgelegt, der sich einem nie endgültig erschließt. Und das deswegen zumindest beim Verfasser dieser Zeilen zu den meistgehörten Platten der letzten Monate gehört. Philipp Kunze
 

Grouper – Grid Of PointsWebshop ► Vinyl LP Liz Harris kann also innerhalb von nur zehn Tagen 21 Minuten Musik schreiben, die selbst in Unfertigkeit noch rundherum perfekt klingt. Okay, das überrascht nun nicht wirklich, weil das Unfertige schon immer der USP von Groupers Musik war. Mit »Grid of Points« allerdings klappt die Harrische Schere zwischen Intimität und Distanz noch ein kleines bisschen weiter zu als zuvor: Songs wie gespenstische Umarmungen, frostig und erhaben zugleich. Kristoffer Cornils
 

Iannis Xenakis – PersepolisWebshop ► Vinyl LP Iannis Xenakis Ode an die Stadtruinen von Persepolis im heutigen Iran klang schon 1971 wie der Merzbow-Remix des John Carpenter-Katalogs und 2018 mit neuem Mastering noch lauter als zuvor. Als Album bildet »Persepolis« nur eine Facette des damaligen Multimedia-Spektakels ab. Ob jedoch heute irgendjemand das volle Programm noch unbeschadet überstehen könnte, scheint nach 55 Minuten sowieso unwahrscheinlich. Kristoffer Cornils
 

Job Sifre – BestaanWebshop ► Vinyl 12" Die Geschichte zu »Bestaan« ist schnell erzählt: Junger Holländer macht seine zweite Platte, dieses mal für Mark Knekelhuis Label, verfeinert was auf Platte eins schon quasi perfekt funktioniert hat, ballert sich einmal von 75 bis 125 BPM durch das EBM- und DIY-Einflussprogramm und drückt doch die Konkurrenz feixend an die Wand. Und: mehr holländische Vocals, bitte. Florian Aigner
 

Kali Malone – Cast Of MindWebshop ► Vinyl LP Bläser-Drones und Buchla-Einsatz mit halber Kraft voraus: Klar, auf den ersten Blick könnte »Cast Of Mind« von Kali Malone schnell als Start-Up-Detox-Yoga-Soundtrack verenden. Wenn denn die vier Tracks der Wahlschwedin nicht ebenso hintergründig wie doppelbödig wären. Statt Wellness gibt es Unbehagen, jede weitere Entschleunigung führt nur tiefer in die Krise hinab. Brisanter war erdrückend langsame Musik schon lang nicht mehr. Kristoffer Cornils
 

Kaoru Inoue – Em PazWebshop ► Vinyl LP Derweil aktuell so ziemlich jedes New Age- und Ethno-Ambient-Release aus dem Japan der 1980er Jahre zum essentiellen Kultklassiker hochgewichst wird, um vom Reissue eine Fünfhunderter-Auflage abzusetzen, geht es übrigens auch zeitgeistiger: Kaoru Inoue hat mit »em paz« ein wunderbar blödes Räucherstäbchenmanifest für überarbeitete Tokyo-Opfer aufgenommen. Muss er jetzt vierzig Jahre lang auf Anerkennung warten? Wir hoffen nicht. Kristoffer Cornils
 

Lena Platonos – LepidopteraWebshop ► Vinyl LP Jetzt endlich auch für den Rest der Welt: New Wave-affine Griechen durften sich schon in den 1980er Jahren über die Musik von Lena Platonos freuen. Und unter den Reissues aus dem Hause Dark Entries hat besonders der jüngste, »Lepidoptera«, bis heute uneingeschränkte Gültigkeit. Dunkelsynthetisiertes, Chanson-eskes und Folklore kann die Komponistin so gut integrieren, dass man ihr fast jede Krise von heute überlassen wollen würde. Wenn Musik allein die Lösung wäre. Diese ist es, irgendwie. Tim Caspar Boehme
 

Lena Willikens – Selectors 005Webshop ► Vinyl LP Lena Willikens hat mit der Compilation »Selectors 005« einen Grundstein dafür gelegt, dass Leute die Komplexität ihrer Sets nun auch außerhalb der Clubs studieren können. Der Selectors-Reihe gelingt damit im fünften Anlauf, was vielleicht ihr Ziel all along war: In der Ko-Ordination von Stücken ein Ensemble von Skulpturen zu schaffen. Ein modernes »Bilder einer Ausstellung« sozusagen. Lars Fleischmann
 

Lucrecia Dalt – AnticlinesWebshop ► Vinyl LP Lucrecia Dalt hat mir ihrem neuesten Album den nächsten Schritt ihrer künstlerischen Entwicklung vollzogen. Hier ist nun alles ausformuliert, was sich bereits auf den Vorgängern fand. Ausformuliert heißt eben auch: auf den Punkt gebracht. Kein Synth zu viel, keine ambienten Flächen als Selbstzweck. Unheimlich war Lucrecia Dalts Musik immer irgendwie. Auf »Anticlines« klingt sie unheimlich rational. Der verschrobene Zauber ist kalten Gedichten gewichen. Dalt hat um ihren Sound eine Installation gebaut, die die Flächen, die Weite, alles verschluckt. In einem kunstvollen Gurgeln geht sie unter, die letzte fucking Fee ist tot. Ihre Stimme sagt noch aus dem Off die letzten Gedichte auf. Die Natur ist irgendwo da oben, hier unten im Loch lebt nur noch die Kunst. Zuletzt so eindrucksvoll gehört auf Felicia Atkinsons 2017er Werk »Hand In Hand«. Philipp Kunze
 

Luis Perez – Ipan In Xiktli Metztli / Mexico Magico Cosmico / El Ombligo de la LunaWebshop ► Vinyl LP Luis Perez begann sich mit nur 20 Jahren der musikalischen Vergangenheit seiner Heimat Mexiko zuzuwenden und brauchte zehn Jahre, um die Ergebnisse auf Platte zu bannen. »Ipan In Xiktli Metztli / Mexico Magico Cosmico / El Ombligo de la Luna« klingt hier wie Pink Floyd auf dem Ethno-Trip und dort wie nichts, was irgendjemand sonst irgendwann mal gehört hätte. Insbesondere der zweite Punkt macht dieses Album zu einer der essentiellsten Neuveröffentlichungen des Jahres. Kristoffer Cornils
 

Mkwaju Ensemble (Midori Takada) – Ki-MotionWebshop ► Vinyl LP Midori Takada ist ja durch die Re-issue-Welle glücklicherweise immer mehr Leuten ein Begriff. Und auch Live reiste sie schon durch deutsche Lande. Als nun die Vorgänger-»Band« zu ihrer Solo-Karriere, das Mkwaju Ensemble, auch noch ge-re-issuet wurde, schloss sich für mich endlich ein Kreis. Nicht vom Ende, mehr vom Anfang. Nun macht diese Minimal Music endlich Sinn, sie ergibt sogar Sinn, stiftet Sinn. Auf dieser Platte kann man sekundlich und en detail den Übergang von E- zu U-Musik erkennen. Überaus spannend, wenn man solche Trennungen eigentlich ablehnt. Lars Fleischmann
 

Mount Eerie – Now OnlyWebshop ► Vinyl LP Phil Elverum hatte schon immer ein Problem mit der Realität und seit seine Frau Genèvieve Castrée 2016 an Krebs verstarb, hat er zwei. Darum ging es 2017 auf »A Crow Looked At Me«, darum geht es auch 2018 auf »Now Only« von Mount Eerie. Vor allem aber geht es auf diesen sechs Stücken darum, aus dem Unaussprechlichen Songs zu machen, das erdrückende Dickicht der Realität noch weiter ausfransen zu lassen und lebendig draus hervorzukommen. Immerhin das ist für Phil Elverum offenkundig kein Problem. Kristoffer Cornils
 

Nat Birchall – Cosmic LanguageWebshop ► Vinyl LP Alle haben die neue Londoner Jazz-Szene auf dem Schirm. Bei viel zu vielen weiterhin sträflich unter dem Radar ist dabei Nat Birchall, der zwar weder neu noch jung ist noch aus London, aber ein aktiver Jazzer aus England, der der Musik der alten Spiritual Jazz-Helden am nächsten kommt. »Cosmic Language« gehört zweifelsohne zu den besten Jazzalben des Halbjahres, Nat Birchall hat noch Gras aus Lancshire an den Moonboots hängen, wenn er den Saturn betritt. Philipp Kunze
 

Nexda – Words & NumbersWebshop ► Vinyl LP Völliger Quatsch, dass ich noch irgendetwas neues zu Nexdas »Words & Numbers« schreiben soll, wenn wir schon eine Review hatte, in der das hier stand: »Nexda klingen, als hätten Joy Division mit Augustus Pablo rumgehangen, als wäre, wasweißich, Sheffield ein Stadtteil von Kingston. Was Nexdas Post-Punk so sexy macht, ist nicht nur der Dub, der den Song-Skeletten wabbliges Fleisch auf die Knochen legt. Es ist vor allem die Dominanz der Percussions. (…) Darüber halb-gesprochene Vocals, die sich für nichts interessieren, obwohl sie alles fühlen. Saxophon. Ich nenne meine Katze Nexda, ich rufe meine Frau Nexda, ich taufe mein Kind Nexda.« Florian Aigner
 

O$vmv$m – O$vmv$m 3	Webshop ► Vinyl LP Einen Monat, eine Inventur und fünf Versuche später bin ich mir immer noch nicht sicher, ob die neueste O$vmv$m auf 33 oder 45 läuft. Spielt eigentlich auch keine Rolle, verdeutlicht aber wie wenig hier in Tempi und Genres gedacht wird. Ein Cloudrap-Beattape für Gespenster. Florian Aigner
 

Pablo's Eye – Spring BreakWebshop ► Vinyl LP STROOM, STROOM, STROOM. Nosedrip liefert und liefert. Wenn man in zwanzig Jahren zurückschaut, wird das Label für eine gewisse Zeit und eine gewisse Bubble prägend gewesen sein. Immer Musik, die ein paar Amsterdamer so treffend unter »Strange Sounds From Beyond« zusammengefasst haben. Die Compilation »Spring Break« des 1989 in Brüssel aktiven Kollektivs Pablo’s Eye ist stellenweise schon ziiiiemlich seifenblasig, kann einem durchaus esoterisch aufstoßen. Es ist der Kontext, in dem sie erscheint und in der diese Musik gespielt werden wird, die das Ganze erst richtig gut werden lassen. Philipp Kunze
 

Perel – HermeticaWebshop ► Vinyl 2LP Nach 90s House und Ibiza-Party hat Perel mit ihrem Album »Hermetica« sowie der dazugehörigen Vorab-Single »Die Dimension« ihren Sound gefunden und ist damit quasi auf Anhieb zwischen LCD Soundsystem und Factory Floor gelandet – Âme und Dixon sind Fans. Die LP fällt dabei experimenteller aus, als ihr Hit vermuten lässt. Minimal-Wave, Nu-Disco und vertrackter Techno-House bilden das Grundgerüst, auf dem Synthie-Hooks, The Cure und Miss Kittin nostalgisch in den aktuellen Zeitgeist eingebettet werden. Felix Hüther
 

Peter Brötzmann - Machine Gun LPWebshop ► Vinyl LP Ob 1968 nun den großen Aufbruch bedeutete oder, wie Georg Seeßlen kürzlich schrieb, nichts weiter als ein fantastischer Fetisch der Linken ist: Im Mai des Jahres nahm das Peter Brötzmann Octet mit unter anderem Sven-Åke Johansson und Fred Van Hove ein Album auf, das dem Muff von tausend Jahren mit übertriebenem Bläsereinsatz wegschnaubte. »Machine Gun« ist selbst in der Geschichte des Free Jazz ein radikales Album – nicht allein wegen seines undeutschen Humors. Kristoffer Cornils
 

Phew – Voice HardcoreWebshop ► Vinyl LP Alles mit’m Mund. Haben seinerzeit schon Die Prinzen gemacht, bei der Avantgarde- und New Wave-Veteranin Phew ist die emotionale Wirkung auf »Voice Hardcore« aber etwas anders als bei den Leipziger A-cappella-Stars. Auch auf Phew muss man sich einlassen, wird dafür jedoch mit einer immersiven Erfahrung der besonderen Art belohnt. Gedehnte Ambient-Gesänge, nachbearbeitete Murmel-Loops und allerlei Transkommunikationsartiges kommen da zusammen – zugegeben, heiter ist nicht. Trotzdem schön. Tim Caspar Boehme
 

Philipp Otterbach – HumansWebshop ► Vinyl LP Philipp Otterbach schickt den Hörer in der sibirischen Eisenbahn Richtung K-Hole, den dubbigen Bass von Track 2 im Magen, komische Stimmen im Kopf. Was sind das, Filmschnippsel, eigene Erinnerung? Eine Frau, ein Äffchen? »Humans« ist erst beängstigend weit und dann beängstigend eng. Philipp Kunze
 


Die 50 besten Vinyl-Schallplatten der ersten Jahreshälfte 2018 findest du bei uns im Webshop von HHV Records.


Primitive World – White On WhiteWebshop ► Vinyl LP Das Auge hört ja bekanntlich mit. Und die visuell schönste Schallplatte, die du in diesem Jahr bislang kaufen konntest, war »White On White« von Primitive World. Das hat durchaus einen Grund, denn Sam Willis (zusammen mit Alessio Natalizia das Label Ecstatic Recordings betreibend und das Duo Walls bildend) hat sich für diese Schallplatte vom Leben und Schaffen des britischen Künstlers Marlowe Moss inspirieren lassen. Dessen Arbeiten waren minimalistisch, abstrakt, fraktal. Ein bisschen wie Mondrian. Aus dieser Matrix des Artifiziellen kann sich die Musik auch nicht befreien. Wenn dich das nicht stört: nicht versäumen. Sebastian Hinz
 

Pusha T – Daytona Part 1 der diesjährigen Yeezy-Season. Auch Pusha T hat von Kanye West ein Album mit sieben Titeln auf den Leib geschnitzt bekommen. »Daytona« ist vor allem ein Kanye-Album. Es entspricht ganz klar dessen (inzwischen nicht mehr visionärer) Vision. Aber man könnte Pusha halt nach wie vor über ein Leberwurst-Brot rappen lassen und es würde die Fear Of God in einem wecken. Man möchte sich für die Strophen immer mit mindestens Schienbeinschonern wappnen. Pushi geht seit langem nicht mehr wirklich unter die Haut, aber eben immer noch an die Knochen. Philipp Kunze
 

Robert Görl – The Paris TapesWebshop ► Vinyl LP In die diesjährige Liste für den Record Store Day musste man schon wieder sehr genau schauen oder Bowie-Ultra sein, um etwas zu finden, auf das man sich so richtig freuen konnte. »The Paris Tapes« von Robert Görl war eines der wenigen Highlights abseits der absurden auf 5.000 Stück (sic) limitierten Releases auf farbigem Vinyl von irgendwelchen All Time Greats. Eingespielt Mitter der 1980er Jahre, legen diese rein instrumentalen Aufnahmen Zeugnis einer schweren Zeit für das Yin von D.A.F ab. Melancholische Synths vor allem; wenn hier Extase stattfindet, dann beinhaltet sie immer direkt die Angst vor dem Abklingen ebendieser. Philipp Kunze
 

Roc Marciano – RR2: The Bitter Dose Webshop ► Vinyl 2LP | CD Pusha T und Drake mögen bitte weiterhin Realness-Ping-Pong spielen, Roc Marciano hustelt in der Zwischenzeit weiter im Dinosaurier-Game so, als hätte niemals jemand das Smartphone erfunden. »Rosebudd’s Revenge 2. The Bitter Dose« lässt vom Lattenrostswagger zum Lee Moses-Schlaglicht gar nichts aus, was nicht 1996 schon passé gewesen wäre und schert sich wenig um das Weltgeschehen. Solange Mutti Kekse hinstellt, ist die Welt ja doch in Ordnung. Kristoffer Cornils
 

Skee Mask – ComproWebshop ► Vinyl LP Skee Mask hantiert auf »Compro« unbeschwert mit den Referenzen diverser Genres. Er behandelt Hardcore, IDM und Drum’n’Bass nicht als nostalgisches Zitat, sondern verschmilzt sie zu einem einzigen Impuls. Dabei denkt er sich auf so unmittelbare Weise in die Rhythmus-Pattern hinein, dass sich deren Verlauf nicht antizipieren lässt. Die Haltlosigkeit der Breaks wird in abgeklärten, irisierend schönen Melodien geerdet. Skee Mask würdigt die Stille hier ebenso wie das Spiel mit dem Chaos. Felix Hüther
 

Sterile Hand – Sterile Hand LPWebshop ► Vinyl LP Hier WERDEN Gefangene gemacht. Ab in den Kerker, Lacksachen an, im Strobo-Licht den Boden lecken! Silent Servant und Ori Ofir reichen dem Hörer die »Sterile Hand« und fordern zur Selbstaufgabe. Techno, EBM, hier gibt es keine zwei Meinungen. Die eine heißt: OK, tun wir’s! Philipp Kunze
 

Suba – Wayang Webshop ► Vinyl LP In der Vinyl-Sprechstunde der Kollegen Aigner, Cornils und Kunze steht ja schon eigentlich alles drin. Am packendsten fand ich aber den Gedanken, dass das alles eine Fake-Backstory sei. Beim Hören von »Wayang« von Suba öffnet sich nun stets ein Kosmos der unvernünftigen Gedanken. Ivkovic als Lügner, Trump hat Erfolg, die Welt geht noch nicht unter, es liegt an mir und nicht an ihnen… all der Quatsch, der Trost zu spenden wagt, wenn es am kältesten ist. Vor allen Dingen die Stimmen sind so quatschig, dass ich immer wieder mit einem Grinsen im eigenen Wohnzimmer erwischt werde. Lars Fleischmann
 

Tommy Mandel – Mello MagicWebshop ► Vinyl LP Tommy Mandel ist der Typ, dessen Wuschelkopf du vermutlich schon 8 Mal in deinem Instagram-Feed hattest, weil irgendjemand die zeigefingerlastige Original-Pressung seiner schweineteuren EP gefunden hat und sein Glück nun in Digging-Hashtags kulminieren lässt. Voll ok, so geil Arthur Russell-ig wie auf »Mello Magic« klang Italo Disco selten und weil Invisible City Editions Invisible City Editions ist, kommt die Reissue noch mit allerlei weiteren Sensationen. Florian Aigner
 

Ursula K. Le Guin & Todd Barton – Music and Poetry Of The KeshWebshop ► Vinyl LP Wie tanzen die Fischreiher? In der Gemeinschaftsarbeit »Music And Poetry Of The Kesh« der verstorbenen Science Fiction-Autorin Ursula K. Le Guin und ihres musikalischen Partners Todd Barton kann man das hören. Vor allem aber, wie das nordpazifische Küstenvolk der Kesh gedichtet und gesungen hat. Das haben die beiden in schönster Konsequenz ersonnen und vertont – in Kesh-Sprache, versteht sich. Authentische ethnische Musik ohne Authentizitätsanspruch, genau das, was unsere Zeit gebrauchen könnte. Klingt außerdem toll! Tim Caspar Boehme
 

Vanessa Amara – ManosWebshop ► Vinyl LP Man stelle sich Vanessa Amara als andalusische Komponistin vor, mit kinnlang geschnittenem Bob, zierlich, selbstbewusst. Auf ihrem Piano spielt sie feine Pianothemen. Dazu ein wenig Cello, für den Blick vom Leuchtturm El Picachio. In Wirklichkeit kommt »Manos« »natürlich« von zwei haarigen Dänen, mit den handwerklichen Fähigkeiten sowie dem Fingerspitzengefühl, um aus dänischen Buchen fragile Streichholzschiffe zu bauen. Sebastian Hinz
 

Various Artists - Uneven Paths: Deviant Pop From Europe 1980-1991Webshop ► Vinyl LP Das andere Europa kennenlernen. Lokale Pop-Entwürfe aus der Provinz, die wenig Provinzielles haben. Die krummen Pfade dieses alternativen Pops, die Vinyl-Sammelautorität Raphaël Top-Secret und Jamie Tiller von Music From Memory auf »Uneven Paths« zusammengetragen haben, brauchen keine verschollenen Hits. Was sie an abseitigen New Wave-Ansätzen und Artverwandtem aufgetrieben haben, genügt völlig. So ein Europa bräuchte nicht krampfhaft zusammenzuhalten, um nicht auseinanderzufallen. Tim Caspar Boehme
 

Various Artists – OST Italo Disco LegacyWebshop ► Vinyl 2LP+CD Dass der ebenso aufgekratzte wie aufrichtige Italo Disco-Sound ein Revival erlebt, ist nur auf den ersten Blick verwunderlich und auf den zweiten unbedingt begrüßenswert: Die naive Freude und der noch naivere Zukunftsglaube schließlich könnten heutzutage wieder beispielhaft werden. Das zeigte die wunderbar amateurhafte Dokumentation »Italo Disco Legacy«, das macht der dazugehörige Soundtrack mithilfe von Klassikern und neuen Perlen hörbar. Kristoffer Cornils
 

Virna Lindt – ShiverWebshop ► Vinyl 2LP+CD Es ist mir ein Rätsel, weshalb »Shiver«, dieses erstmals 1983 veröffentlichte, und jetzt von Les Disques Du Crepuscule neu aufgelegte Debüt von Virna Lindt, nicht im Kanon der Popmusik zu finden ist. Ein Album, dass so sehr den Zeitgeist seiner Entstehungszeit einfängt und gleichzeitig visionär ist. Nun: die Zeit heilt alle Wunden. Und jetzt ist die Zeit. Virna Lindt ist die schwedische Debbie Harry. Ihre Musik ist eine Mischung aus Lizzy Mercier Descloux, Jean-Claude Vannier, Vladimir Cosma, Cristina und eben Blondie. Also ran an die Köttbullar und nicht den gleichen Fehler wie deine Eltern machen. Sebastian Hinz
 

Walter Verdin – Voor AdelineWebshop ► Vinyl LP »Voor Adeline« sind zwischen 79 und 81 für ein experimentelles belgisches Theater entstandene Aufnahmen. Ihr Macher, Walter Verdin, war 1983 als Teil von Pas De Deux beim Eurovision Songcontest. Fakten, die heiß machen sollten. Purpurne Vorhänge, geschminkte Gesichter, obskurer Wave. Einmal hierzu Pantomime sein, einsam in einem verspiegelten Novellenraum, es liegen verunsichernde Puzzleteile auf dem Boden. Philipp Kunze
 

XYR – El Dorado EPWebshop ► Vinyl LP Eine der besten (wiederaufgelegten) Ambient-Platten des Halbjahres kommt aus Russland, aus St. Petersburg. XYR muss die silber glänzenden Kuppeln seiner Heimatstadt im Blick gehabt haben, während er in seinem Schlafzimmer von El Dorado geträumt hat. Diese Goldstadt liegt an der Newa und kennt den Winter. Großartiges Album mit langsamer Musik, die schnell ihr Ziel erreicht: das Anderswo, das nicht existiert. Philipp Kunze
 


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Barker & Baumecker
Transsektoral
Andreas Baumecker und Sam Barker raufen sich zusammen und produzieren eines der Technoreleases des Jahres.
Music Review | verfasst 18.09.2019
Barker
Utility
Schon viele Jahre in Berlin als DJ und Produzent unterwegs, legt Sam Barker mit »Utility« nun auf Ostgut Ton sein Debütalbum »Utility× vor.
Music Review | verfasst 01.02.2016
Skee Mask
Shred
Skee Mask liebt elektronische Musik. Das wird ganz klar, wenn man »Shred«, sein neues Album auf Ilian Tape hört.
Music Review | verfasst 22.01.2015
Lena Willikens
Phantom Delia
Die Kölnerin Lena Willikens mag zwar zur Cómeme-Labelfamilie gehören, aber »Phantom Delia« ist die beste L.I.E.S.-Platte seit langem.
Music Review | verfasst 02.03.2018
Various Artists
Dekmantel 10 Years 09
Zwei Ausfälle, zwei Hits: Bufiman und Lena Willikens machen die neunte Ausgabe der Dekmantel-Jubiläumsserie zur sicheren Bank.
Music Liste | verfasst 27.02.2015
Lena Willikens
10 All Time Favs + 6 more
Wir fragen Musiker nach 10 Schallplatten, durch die sie geformt, gebessert und gebildet wurden und bitten sie diese Auswahl zu kommentieren. Diesmal nimmt sich die Produzentin, DJ und Radiomoderatorin Lena Willikens dieser Aufgabe an.
Music Review | verfasst 03.05.2018
Lucrecia Dalt
Anticlines
Der Zauber schleicht sich auf »Anticlines«, dem neuen Album von Lucrecia Dalt, nach und nach an.
Music Review | verfasst 17.03.2017
Midori Takada
Through The Looking Glass
Ein Anwärter für die Bestenliste am Ende des Jahres im Segment »Reissue«: »Through The Looking Glass« von Midori Takada.
Music Interview | verfasst 16.03.2017
Midori Takada
Innere Landschaften
Die Ausnahmepercussionistin Midori Takada gewährt uns einen Einblick in die Aufnahmen und Umstände Ihres Meisterwerks »Through The Looking Glass«, das jetzt von WRWTFWW Records in Kooperation mit Palto Flats wiederveröffentlicht wird.
Music Liste | verfasst 10.07.2017
Halbjahresrückblick 2017
Best Electronic so far
Das Jahr ist noch halb leer, aber schon vollgepackt mit super Releases. Wir haben grob in vier Genres aufgeteilt, je 20 Platten. Hier unsere Lieblinge aus dem Bereich Elektronik.
Music Liste | verfasst 15.09.2017
Ausklang | 2017KW37
8 essentielle neue Platten
Hunderte neue Releases, jede Woche. Davon viele sehr gut – und bereits von diversen Portalen vorgestellt. Wir präsentieren: die unvorgestelltesten, besten Releases der Woche. Ab vom Schuss, leicht daneben und tierisch geil: der Ausklang.
Music Review | verfasst 05.02.2018
Phew
Voice Hardcore
Seit ihrem Debüt von 1981 hat Phew den Status einer Art Geheimtipp. Nun veröffentlicht die 58-jährige mit »Voice Hardcore« ihr neues Album.
Music Review | verfasst 30.04.2018
Sterile Hand
Sterile Hand
Ganz grob zwischen Schwefelgelb und DAF zu verordnend, kennt dieser brachial EBM nur eine Ansage: gib dich hin!
Music Kolumne | verfasst 28.02.2018
Vinyl-Sprechstunde
Suba – Wayang
»Komm, das ist dieses Geräusch, das klingt als würden 500 Frösche gleichzeitig laichen.« Unsere Biologie-Expertenrunde im Talk über das neueste Release auf Vladimir Ivkovics Offen-Label.
Music Kolumne | verfasst 02.12.2019
Jahresrückblick 2019
Top 20 12inches
Dance Music dominiert bei den Vinyl 12"s des Jahres 2019. Aber das ist doch nichts Schlechtes. Im Gegenteil. Denn diese Auswahl zeigt: alles ist erlaubt auf dem Dancefloor und muss es ogar sein.
Music Liste | verfasst 10.07.2017
Halbjahresrückblick 2017
Best Organic Grooves so far
Das Jahr ist noch halb leer, aber schon vollgepackt mit super Releases. Wir haben grob in vier Genres aufgeteilt, je 20 Platten. Hier unsere Lieblinge aus dem Bereich Organic Grooves.
Music Liste | verfasst 20.10.2017
Ausklang | 2017KW42
8 essentielle neue Platten
Hunderte neue Releases, jede Woche. Davon viele sehr gut – und bereits von diversen Portalen vorgestellt. Wir präsentieren: die unvorgestelltesten, besten Releases der Woche. Ab vom Schuss, leicht daneben und tierisch geil: der Ausklang.
Music Review | verfasst 14.11.2018
Michele Mercure
Beside Herself
In der Flut minimalistischer Synthesizermusik sticht Michele Mercure heraus. RVNG Intl veröffentlicht mit »Beside Herself« eine Werkschau.
Music Liste | verfasst 31.08.2018
Matt Werth
Picks 10 latest Vinyl Records
Vor 15 Jahren hat Matt Werth das Label RVNG Intl gegründet. Es ist heute eines der taktgebenden Labels des Planeten. Wiederentdeckungen und Neuentdeckungen gehen hier Hand in Hand. Wie auch bei Matt Werths 10 Vinyl Picks.
Music Kolumne | verfasst 29.01.2020
Aigners Inventur
Januar & Februar 2020
Der Rap Game Berti Vogts hat es ins neue Jahrzehnt geschafft. Angemessen woke und tiefmüde zugleich startet unser Kolumnist Aigner in 2020 und zieht Alben von Stormzy, Ramzi und Bufiman in Mitleidenschaft.
Music Kolumne | verfasst 20.12.2016
Jahresrückblick 2016
Top 20 Compilations
Unter Plattenliebhabern sind Compilations jetzt nicht das »Coolste«. Schließlich hat ja jemand anderes die entscheidende Arbeit gemacht: in den verdammten Crates gediggt. Manchmal aber eben derart gut, dass kein Weg an ihnen vorbeiführt.
Music Kolumne | verfasst 02.12.2019
Jahresrückblick 2019
Top 20 Compilations
Die Compilation ist der Endgegner jedes Jahresrückblicks. Denn seien wir mal ehrlich: Wenn zehn bis zwanzig ganz unterschiedliche Tracks zusammenkommen, ist das Ergebnis nur in 1% der Fälle überzeugend. Wir haben trotzdem 20 rausgesucht.
Music Review | verfasst 27.08.2019
X.Y.R.
Robinson Crusoe
Soundtrack für den Cocktail-Kater: 2012 nur auf Tape erschienen, erhält »Robinson Crueso« von X.Y.R. nun eine Vinylversion.
Music Review | verfasst 02.05.2012
Barker
Like An Animal
Der Mitbegründer von Leisure System lädt auf »Like An Animal« zu einem Streifzug durch die zeitgenössische elektronische Musik ein.
Music Kolumne | verfasst 13.11.2019
Aigners Inventur
November & Dezember 2019
Kommt gerade vom Gruppenkuscheln auf der Ersti-Party und weiß trotzdem, wer das beste Deutschrap-Album aller Zeiten veröffentlichen wird. Es kann sich dabei nur um unseren Kolumnisten handeln.
Music Liste | verfasst 16.06.2017
Ausklang | 2017KW24
8 essentielle neue Platten
Hunderte neue Releases, jede Woche. Davon viele sehr gut – und bereits von diversen Portalen vorgestellt. Wir präsentieren: die unvorgestelltesten, besten Releases der Woche. Ab vom Schuss, leicht daneben und tierisch geil: der Ausklang.
Music Kolumne | verfasst 04.03.2020
Aigners Inventur
März & April 2020
Boomer vermissen hier die neue Ozzy Ozzbourne, Fintec-Heinis finden eine Antwort auf die Frage nach ihrer Seele: Aigners Inventur im März Mit dem ersten essentiellen Album des neuen Jahrzehnts und einer überraschenden Enttäuschung
Music Review | verfasst 15.02.2019
Acronym & Kali Malone
The Torrid Eye
Acronym und Kali Malone treffen sich am Buchla 200 und denken mit ihrer gemeinsamen EP »The Torrid Eye« Chain Reaction elegant weiter.
Music Review | verfasst 21.01.2016
Lucrecia Dalt
OU
Man lauscht in die Hallräume von »OU«, horcht tief hinein, wo sie abgeblieben sind. Bei Lucrecia Dalt kommen sie nicht wieder.
Music Review | verfasst 02.03.2016
These Hidden Hands feat. Lucrecia Dalt
These Moments Dismantled
Chaos? Ordnung? These Hidden Hands und Lucrecia Dalt loten auf »These Moments Dismantled« die Spannung dazwischen aus.
Music Porträt | verfasst 14.01.2016
Lucrecia Dalt
Der Klang des fallenden Baums
Lucrecia Dalts Musik ist der Baum, der umfällt, wenn niemand im Wald ist. So weit, so abstrakt. Wir haben versucht, uns das erklären zu lassen. Gar nicht so einfach, denn die Kolumbianerin geht den Dingen gerne auf den Grund.
Music Essay | verfasst 03.06.2019
Cool Japan
Warum japanische Musik ein Revival feiert (Teil 1)
Seit geraumer Zeit stehen Reissues japanischer Alben aus den 1980er Jahren hoch im Kurs. Warum, das erforscht unsere zweiteilige Serie »Cool Japan«. Wir fangen mit den Anfängen elektronischer Musik in Japan an.
Music Essay | verfasst 04.06.2019
Cool Japan
Warum japanische Musik ein Revival feiert (Teil 2)
Seit geraumer Zeit stehen Reissues japanischer Alben aus den Achtzigern hoch im Kurs. Warum, erforscht unsere zweiteilige Serie »Cool Japan Forever«. Teil zwei widmet sich dem experimentellen Sound der japanischen »Bubble Economy«.
Music Kolumne | verfasst 23.04.2020
Records Revisited
Hiroshi Yoshimura – Green (1986)
»Green« von Hiroshi Yoshimura ist ein Meilenstein der japanischen »kankyō ongaku«. Besser gesagt ein Meilenstein des Ambient überhaupt: Kein anderes Album legte dermaßen schonungslos offen, dass es sich bei ihm um eine Simulation handelte.
Music Review | verfasst 05.03.2018
Nat Birchall
Cosmic Language
Spiritueller Jazz, so schön wie seine großen Vorbilder. Am Ende aber doch anders. Weil europäischer.
Music Review | verfasst 10.09.2018
Nat Birchall meets Al Breadwinner
Sounds Almighty
Der britische Saxophnoist Nat Birchall hat sich für sein neues Album »Sounds Almighty« mit dem Dub-Produzenten Al Breadwinner zusammengetan.
Music Review | verfasst 13.12.2018
Brötzmann / Leigh
Sparrow Nights
Im Widerspiel von Harmonie und Kakofonie wird auf »Sparrow Nights« von Peter Brötzmann und Heather Leigh ein Lied unserer Gegenwart gesungen
Music Review | verfasst 05.02.2018
Philipp Otterbach
Humans
Frühes Highlight im noch jungen, aber bereits dunklen Jahr: Philipp Otterbachs Musik beklemmt durch Enge und Weite gleichzeitig.
Music Review | verfasst 16.11.2011
Quelle Chris
Shotgun & Sleek Rifle
Detroit ist und bleibt ein raues Pflaster und Quelle Chris ist nach Guilty Simpson und Danny Brown der nächste Beweis dafür.
Music Review | verfasst 09.05.2010
Roc Marciano
Marcberg
Roc Marciano’s Marcberg ist ein Album vom Rap-Liebhaber, für den Rap-Liebhaber. Kohärenter geht nicht.
Music Review | verfasst 12.03.2012
Copywrite
God Save The King
Copywrite hat einen erstklassigen, klugen Rapstil und darf diesen auf Beats von RJD2, Bronze Nazareth oder Marco Polo ausbreiten.
Music Review | verfasst 29.11.2012
Roc Marciano
Reloaded
Wer 2012 nach authentischem Rapsound ohne Gimmicks sucht, wird ganz sicher wieder mit Roc Marciano glücklich.
Music Review | verfasst 03.04.2014
The UN
UN or U Out
»UN or U Out« von The UN liefert zeitlosen Trueschool-Sound mit der New York-typischen »No-Bullshit«-Attitüde.
Music Review | verfasst 09.11.2018
Roc Marciano
Behold A Dark Horse
Die Beats auf »Behold A Dark Horse« gehören zum Besten, was Roc Marciano bislang veröffentlicht hat. Es gibt aber auch Schwächen…
Music Review | verfasst 29.01.2020
Roc Marciano
Marcielago
Auf seinem achten Album »Marcielago« schert sich Roc Marciano nicht um zeitgenössische Soundentwürfe. Klingt aber dennoch erfrischen roh.
Music Kolumne | verfasst 03.11.2011
Zwölf Zehner
Oktober 2011
Willkommen im November. Doch vorher lassen Florian Aigner und Paul Okraj den Monat Oktober musikalisch Revue passieren und destillieren in ihrer Kolumne Zwölf Zehner die wichtigsten zehn Tracks des Monats.
Music Interview | verfasst 26.11.2012
Roc Marciano
Habe die Ehre
Roc Marciano setzt bei seinem zweiten Soloalbum auf gewohnte Zutaten. Hypnotische Loops treffen auf eindringliche Straßenpoesie, »Reloaded« also. Wir luden den sonst so interviewscheuen MC und Producer zum Gespräch.
Music Kolumne | verfasst 03.04.2018
Vinyl-Sprechstunde
Roc Marciano – RR2: The Bitter Dose
Roc Marciano ist zurück, geändert hat sich nicht: Drums, die dir die Zähne ausschlagen, Samples fürs Seelchen, und Reim-Skills für die Ewigkeit. Unsere Autoren fühlen sich zu Hause.
Music Review | verfasst 01.10.2010
Aloe Blacc
Good Things
Mit seinem zweiten Album besinnt sich Aloe Blacc auf die Wurzeln schwarzer Protestmusik im Pop.
Music Review | verfasst 01.11.2013
Aloe Blacc
Lift Your Spirit
Falls Dein Bild über Aloe Blacc von »Good Things« geprägt ist, überspring »Lift Your Spirit« einfach. Es ist besser so.
Music Interview | verfasst 25.09.2010
Aloe Blacc
Der Mensch lebt nicht vom Dollar allein
Jetzt ist Aloe Blacc der Durchbruch gelungen. Ein Gespräch über den Erfolg, Popmusik und Politik.
Music Review | verfasst 11.11.2011
Pusha T
Fear Of God II: Let Us Pray
Bruder Malice fehlt deutlich auf Pusha T’s Solo-Versuch. Als Ausgleich gibt es durchwachsene Features, aber auch einen Pusha in Bestform.
Music Review | verfasst 15.10.2013
Pusha T
My Name Is My Name
Dieses Album hätte einen Offenbarung werden können. Drei Namen sorgen dafür, dass es leider keine geworden ist.
Music Kolumne | verfasst 03.05.2012
Zwölf Zehner
April 2012
Willkommen im Mai. Doch vorher lassen unsere Kolumnisten vom Dienst den Monat April musikalisch Revue passieren und destillieren in ihrer Kolumne Zwölf Zehner die wichtigsten zehn Tracks des Monats.
Music Kolumne | verfasst 06.07.2012
Zwölf Zehner
Juni 2012
Willkommen im Juli. Doch vorher lassen unsere Kolumnisten vom Dienst den Monat Juni musikalisch Revue passieren und destillieren in ihrer Kolumne Zwölf Zehner die wichtigsten zehn Tracks des Monats.
Music Essay | verfasst 14.10.2013
Pusha T
Es kommt auf den Tony an
Pusha Ts erstes Solo-Album erscheint elf Jahre nach »Lord Willin’«. Viel Zeit im schnelllebigen Musik-Geschäft und trotzdem ist Pusha T gefragter denn je. Doch was macht das Phänomen Pusha T so faszinierend?
Music Kolumne | verfasst 05.03.2014
Zwölf Zehner
Februar 2014
Willkommen im März. Doch vorher lassen unsere Kolumnisten vom Dienst den Monat Februar musikalisch Revue passieren und destillieren in ihrer Kolumne Zwölf Zehner die wichtigsten zehn Tracks des Monats.
Music Liste | verfasst 29.12.2015
Jahresausklang 2015
Die besten Songs (30-11)
Woche für Woche picken unsere Redakteure im Ausklang ihre Lieblingssongs. Jeder für sich. Jetzt sollten sie gemeinsam die Top 50 des Jahres festlegen. Es wurden Existenzen in Frage gestellt bis Platz 1 alle vereinte.
Music Interview | verfasst 22.02.2016
Pusha T
»Die Angst alles zu verlieren...«
Pusha T rappt seit über einem Jahrzehnt mit ungebrochener Bissigkeit. Dieses Jahr will er sich mit »King Push« selbst krönen. Wir haben mit ihm über das Prelude zum Album, »Darkest Before Dawn« gesprochen.
Music Kolumne | verfasst 27.06.2018
Vinyl-Sprechstunde
Kanye West – ye
Slavery was a choice, Make America Great Again, man kennt die Storys. »ye« einfach nur als Tonträger zu besprechen, ist unmöglich. Drei Wochen nach Release versuchen wir, den ganzen Wahnsinn irgendwie einzuordnen.
Music Review | verfasst 02.03.2018
Various Artists
Waves Of The Future
Die Compilation »Waves Of The Future« vereint Synthesizer-getriebene Tracks von Freundes des in Berlin ansässigen Labels Mannequin.
Music Review | verfasst 13.07.2018
Giant Swan
High Waisted
Giant Swan flexen mit »High Waisted« die Muskeln und beweisen viel Muckertum, gut geht das aber nur auf zwei der vier Tracks.
Music Review | verfasst 05.09.2018
Black Merlin
Oba Enka EP
Präzise produziert, tanzbar, clubtauglich, aber keine Zaubereri diesmal: Zur neuen »Oba Enka EP« von Black Merlin.
Music Review | verfasst 05.03.2019
Decadance
On And On (Fears Keep On)
Die Neupressung von Decdance’ »On And on (Fears Keep On)« aus dem Jahre 1983 trägt Decadance‘ Legendenstatus in die nächste Generation.
Music Review | verfasst 15.07.2019
Amato & Adriani
Presence Du Futur
Michel Amato, bekannt als The Hacker, und Alessandro Adriani, bekannt als Labelboss von Mannequin, veröffentlichen »Presence Du Futur«.
Music Review | verfasst 04.05.2016
ZYX
Trust No Woman
»Trust No Woman« heißt das Debütalbum von ZYX aus dem Jahre 1981. Es wurde jetzt bei Dark Entries wiederveröffentlicht.
Music Review | verfasst 05.05.2016
Various Artists
Household Shocks
Das Label Dark Entries lässt in Vergessenheit geratene und unbeachtete Musik der 1980er Jahre wiederaufleben.
Music Review | verfasst 28.06.2016
Phantom Forth
The EEPP
Das Reissue der 1984 erstveröffentlichten Mini-LP »The EEPP« von Phantom Forth schließt nicht nur eine musikhistorische Lücke.
Music Liste
Halbjahresrückblick 2020
50 best Vinyl Records so far
Wahrscheinlich wird man in 40 Jahren zwei Fragen beantworten müssen: Was man 2020 selbst gegen das Leid und die Ungerechtigkeit getan und welche Platten man gehört hat. Bei der Beantwortung der zweiten Frage, können wir behilflich sein.
Music Porträt
We Jazz
Mit Betonung auf Wir
We Jazz, das steht für überraschenden Jazz aus dem Norden. Und noch mehr. Seit 2013 gibt es das Festival in Helsinki, seit 2016 das Label. Dort verlegt Matti Nives vorwiegend finnische Bands. Wir stellen euch das Label vor.
Music Porträt
Roy Ayers
Vibrationen zum Wohlfühlen
Er zählt zu den meistgesampelten Musikern der Gegenwart. Mit Songs wie »Everybody Loves The Sunshine« wurde Roy Ayers, der im September seinen 80. Geburtstag feiert, zur Legende. Auf Jazz Is Dead sind nun neue Songs von ihm erschienen.
Music Porträt
Sven Wunder
Wer bin ich?
Es kursieren gerade zwei Alben, die Liebhabern des Rare Groove Freudentränen in die Augen treiben. Das eine, »Doğu Çiçekleri«, spricht seine musikalische Sprache mit türkischen Akzent, »Wabi Sabi« mit japanischem. Doch wer ist Sven Wunder?
Music Kolumne
Records Revisited
Prefab Sprout – Steve McQueen (1985)
Eigentlich wollte Paddy McAloon Priester werden, Menschen von den Worten Gottes berichten. Stattdessen gründete er eine Band. 1985 veröffentlichten Prefab Sprout »Steve McQueen«, das wahrscheinlich schönste Popalbum der Achtziger Jahre.
Music Porträt
upsammy
Das Kleine im Großen
Die Niederländerin Thessa Torsing hat unter dem Pseudonym upsammy in den letzten Jahren die gefragtesten Dancefloors bespielt. Aber auch ihre eigenen Soundproduktionen haben über transkontinentale Wege hinaus Gehör gefunden.
Music Interview
Gary Bartz
»Wir sehen die Realität nicht mehr«
Der Grammy-prämierte Sopransaxophonist Gary Bartz stand mit Miles Davis, Art Blakey und Max Roach auf der Bühne. Jetzt hat er mit der britischen Band Maisha eine Platte aufgenommen – und Neues entdeckt.
Music Kolumne
Records Revisited
Quasimoto – The Unseen (2000)
Vor zwanzig Jahren schloss sich Madlib in den Keller von Peanut Butter Wolf ein und kam als gelbes Alien mit Schweineschnauze raus. Lord Quas war geboren und »The Unseen« hat das Character Design im Hip-Hop auf eine neue Stufe gehoben.
Music Porträt
Dekmantel
Unendliche Ferien
Seit über zehn Jahren löst Dekmantel aus Amsterdam als Label, Festival und Veranstalter die Quadratur des Kreises: Innovation und Untergrund mit Qualität zu verbinden. Ein Ende? Auch in Krisenzeiten nicht in Sicht.
Music Liste
Rafael Anton Irisarri
10 All Time Favs
Ambient? Vielleicht. Aber mit Splittern von Metal, Neo-Klassik und anderem. Rafael Anton Irisarri malt mit dickem Pinselstrich überwältigende Klanggemälde. Für uns hat der US-amerikanische Komponist seine Einflüsse offengelegt.
Music Interview
Eloquent & Knowsum
Jaylib auf LSD
Eloquent und Knowsum, das ist eine Liason, die sich angedeutet hat. »JLALSD« heißt das gemeinsame Album. Das Akronym steht für Jaylib auf LSD. Wir sprachen mit beiden über ihre Zusammenarbeit, »Champion Sound« und das Streben nach Glück.
Music Porträt
Motohiko Hamase
Gemeinsam mit der Welt allein
Motohiko Hamase beendete seine Karriere in der Jazz-Szene Japans so schnell, wie sie begonnen hat. In einem Zeitraum von knapp einem Jahrzehnt veröffentlichte er fünf Alben mit ausgesprochen wundersamer Musik. Ein Porträt.
Music Porträt
Kaitlyn Aurelia Smith
Freundlichkeit durch Klang verbreiten
Ihre Musik ist wie ein langer, ruhiger Fluss aus Strom: Kaitlyn Aurelia Smith macht mit Synthesizern und Stimme Musik, die mehr auf Entspannung als auf Anspannung setzt. Ihr neues Album erweitert diesen Weg durch Körperbewegungen.
Music Porträt
Muriel Grossmann
Abstraktion mit Blick aufs Meer
Die Saxofonistin Muriel Grossmann kommt auf den Balearen zur Abstraktion, reitet mit Hard Bop die Wellen und bringt sogar Milliardäre aus der Fassung. Wer ist die heimliche Pionierin des spirituellen Revivals?
Music Porträt
Roza Terenzi
Rave in der Zeitkapsel
Roza Terenzi stellt die Dance-Vergangenheit auf den Kopf und bürstet mit Jungle-Breaks und Eso-Techno drüber. Auf ihrem Debütalbum »Modern Bliss« landet sie endlich in der Zukunft.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Mai & Juni 2020
Befreit sich von kaukasischer Clumsiness, hat Tiktok verstanden, züchtet Sauerteig und checkt’s einfach: Aigners Inventur im Lockdown. Verstörender Scheiß für verstörende Zeiten.
Music Porträt
Soviet Grail
Kollektives Gedächtnis
Zwischen Jazz-Experimenten, elektronischem Sowjetbrutalismus und psychdedlischem Underground gräbt Sergey Klimov nach Schätzen, für die Musiker im Gefängnis landeten. Mit Soviet Grail begibt er sich in die sowjetische Musikvergangenheit.
Music Liste
ADULT.
10 All Time Favs
Seit mehr als 20 Jahren machen ADULT. nun Musik. Und sie haben noch immer keinen Bock auf simple Zuschreibungen, Sonnenlicht, Selbsttäuschungen. Dafür hatten sie Bock uns Schallplatten zu nennen, die sie geformt, gebessert, gebildet haben.
Music Interview
Quelle Chris
Das Chaos akzeptieren
Er ist der produktivste Sonderling des Rap-Undergrounds. Und er hat einen Lauf. Mit »Innocent Country 2« macht Quelle Chris dort weiter, wo er mit »Guns« aufgehört hat – und begegnet der Hoffnungslosigkeit mit positiver Angst.
Music Liste
Peaking Lights
10 All Time Favs
In diesen Tagen erscheint auf Dekmantel das neue Album »E S C A P E« der Peaking Lights. Wir hatten die Gelegenheit Aaron Coyes und Indra Dunis nach 10 Schallplatten zu fragen, die sie geformt, gebessert und gebildet haben.
Music Kolumne
Records Revisited
Mobb Deep – The Infamous (1995)
1995 zieht sich Hip-Hop die Kapuze ins Gesicht – Mobb Deep bringen mit »The Infamous« den Hardcore nach New York City und zerschießen die Szene ohne Hoffnung auf ein Morgen.
Music Kolumne
Records Revisited
Hiroshi Yoshimura – Green (1986)
»Green« von Hiroshi Yoshimura ist ein Meilenstein der japanischen »kankyō ongaku«. Besser gesagt ein Meilenstein des Ambient überhaupt: Kein anderes Album legte dermaßen schonungslos offen, dass es sich bei ihm um eine Simulation handelte.
Music Kolumne
Vinyl-Sprechstunde
Yves Tumor – Heaven To A Tortured Mind
Zuerst war die Euphorie groß: Yves Tumor bringt eine neue Schallplatte raus! Dann stellte sich Ernüchterung ein. Was tun als Fan, wenn der neue Release eines geliebten Musikers enttäuscht? Nur eine Frage in der neuen Vinyl-Sprechstunde.
Music Kolumne
Records Revisited
Nightmares On Wax – Smokers Delight (1995)
Hip-Hop ohne Rap: Mit »Smoker’s Delight« brach für Nightmares On Wax eine neue Ära an. Zum Soloprojekt von George Evelyn mutiert, war das zweite Album der Bleep-Pioniere der Auftakt für geloopte Entspannungspolitik mit Langzeitwirkung.
Music Porträt
Patricia Kokett
Teil seiner eigenen Bewegung
Patricia Kokett vermischt Rave mit Mystizismus, futuristischen Industrial mit schamanistischem Rauschen. Der Litauer Gediminas Jakubka, der sich auf der Bühne in Patricia verwandelt, balanciert zwischen Grenzen. Ein Orientierungsversuch.
Music Liste
Jeff Parker
10 All Time Favs
Jeff Parker ist kein Neuling. Und dennoch meint man, er starte gerade erst durch. Jetzt ist sein Album »Suite for Max Brown« erschienen. Also haben wir ihn gebeten 10 Schallplatten zu nennen, die ihn geformt, gebessert und gebildet haben.
Music Kolumne
Records Revisited
Miles Davis – Bitches Brew (1970)
Raus aus dem Jazzkeller, rauf auf die Rockbühnen – mit »Bitches Brew« wurde Miles Davis zu »Electric Miles« und braute den psychedelischen Trunk für alle, die nicht wussten, dass sie Jazz geil finden.
Music Kolumne
Records Revisited
Ol Dirty Bastard – Return To The 36 Chambers (1995)
1993 begann eine Erfolgsgeschichte. Mit »Enter The Wu-Tang (36 Chambers)« produzierte der Wu-Tang Clan einen Meilenstein und nachfolgend zahlreiche Klassiker des Genres. Darunter: »Return To The 36 Chambers« von Ol‘ Dirty Bastard.
Music Kolumne
Records Revisited
Depeche Mode – Violator (1990)
Das siebente Studioalbum von Depeche Mode ist die perfekte Verbindung von Experiment und Pop, Elektronik und Rock. Eigentlich hätte es aber auch ganz anders ausgehen können.
Music Kolumne
Aigners Inventur
März & April 2020
Boomer vermissen hier die neue Ozzy Ozzbourne, Fintec-Heinis finden eine Antwort auf die Frage nach ihrer Seele: Aigners Inventur im März Mit dem ersten essentiellen Album des neuen Jahrzehnts und einer überraschenden Enttäuschung
Music Porträt
Kalahari Oyster Cult
Die beste aller Welten
Im Morast nach Perlen tauchen, Rave-Klassiker aus den 90ern aufstöbern und mit Menschen zusammenarbeiten, denen es nicht darauf ankommt, ob sie in den Beatport-Charts landet: Colin Volverts Kalahari Oyster Cult mischt den Underground auf.
Music Liste
Malcolm Catto of The Heliocentrics
10 All Time Favs
Soeben haben The Heliocentrics »Infinity Of Now« veröffentlicht. Das Album hat das Zeug zukünftige Musiker zu inspirieren. Malcolm Catto hat uns aber erstmal die Schallplatten verraten, die ihn geformt, gebessert und gebildet haben.
Music Kolumne
Records Revisited
Tricky – Maxinquaye (1995)
Trickys Debütalbum »Maxinquaye« mit der Sängerin Martina Topley-Bird und dem Produzenten Mark Saunders ist ein Werk der verwischten Grenzen. Urheberrechte gelten hier genauso wenig wie Gender und Individuum.
Music Kolumne
Vinyl-Sprechstunde
Beatrice Dillon – Workaround
Auf PAN hat Beatrice Dillon ihr neues Album »Workaround« veröffentlicht. Florian Aigner, Philipp Kunze und Kristoffer Cornils unterhalten sich darüber. Und fragen sich: ist da ein Groove? Ist da ein Konzept? Sie werden sich nicht einigen.
Music Porträt
Mad About Records
Sündhaft sommerlich
Der Portugiese Joaquim Paulo kümmert sich mit seinem Label Mad About um die wirklich schwer zu findenden Schallplatten von Jazz bis Bossa Nova. Mit Erfolg. Wir stellen dir das Label ausführlich vor.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Januar & Februar 2020
Der Rap Game Berti Vogts hat es ins neue Jahrzehnt geschafft. Angemessen woke und tiefmüde zugleich startet unser Kolumnist Aigner in 2020 und zieht Alben von Stormzy, Ramzi und Bufiman in Mitleidenschaft.
Music Liste
Sepalot
10 All Time Favs
Wir fragen Musiker nach 10 Schallplatten, durch die sie geformt, gebessert und gebildet wurden und bitten sie diese Auswahl zu kommentieren. Diesmal nimmt sich Sepalot der Aufgabe an.
Music Kolumne
Records Revisited
D'Angelo – Voodoo (2000)
Die Rückkehr des Unperfekten brauchte mehrere Jahre. Was sich lohnte. Denn »Voodoo« von D’Angelo brachte vor 20 Jahren die Wärme und den Groove des Soul zurück. Eine Geschichte über Mythen, Seele und eines der merkwürdigsten Musikvideos.
Music Porträt
Blackest Ever Black
Suche nach Entfremdung
Unter Connaisseuren abgefuckter Klänge wurde Blackest Ever Black geschätzt wie kein zweites. Ende des Jahres 2019 war plötzlich Schluss. Wir blicken zurück auf ein Label, das musikalisch die 2010er Jahre bestimmte wie nur wenige andere.
Music Interview
Kinderzimmer Productions
»Wer kennt noch Jenny Elvers?«
Kinderzimmer Productions beackerten im Deutschrap schon immer die Ränder. Ihre Samples waren ausgefuchster, ihre Anspielungen cleverer, ihr Anspruch war es, originell zu sein. Nach 13 Jahren Pause sind die Ulmer nun zurück Ein Interview.
Music Interview
Jan Schulte
Mein Name sei Bufiman
Jan Schulte ist der Mann mit den vielen Namen. Jetzt veröffentlicht er auf dem niederländischen Label Dekmantel sein Debüt »Albumsi« als Bufiman. Wir trafen ihn im Wolf Müller Flanger Studio und sprachen mit ihm darüber.