Music Kolumne | verfasst 11.12.2013
2013
Die 50 Alben des Jahres (Teil 1)
Es war ein richtig gutes Jahr für alle Musikconnaisseure. Wir haben uns durch Alben und Mini-Alben gehört und 50 Highlights zusammengetragen. Lest hier Teil 1 der Liste…
Text Sebastian Hinz, Pippo Kuhzart, Jens Pacholsky, Henning Koch, Tim Tschentscher, Martin Silbermann, John Luas, Florian Aigner, Paul Okraj, Patrick Cavaleiro, Fionn Birr, Julia Losert

asap rocky long live asapFind it at hhv.de: 2LP | CD A$AP Rocky glorifiziert mit »LongLiveA$AP« einen Lifestyle zwischen Gosse und Catwalk, bei dem die Wahl der Waffe genauso wichtig ist wie die der Abendgarderobe. Die Erhabenheit mit der Rocky über jeden Beat fliegt, wie er neben keinem Gast untergeht, weil er sich nicht anpasst, sondern seine unverkennbare Schiene fährt, machen aus »LongLiveA$AP« vielleicht den leichtfüßigsten Rap-Release des Jahres. Philipp Kunze
 

Autechre - ExaiFind it at hhv.de: 4LP | 2CD Sean Booth und Rob Brown von Autechre müssen das frustrierendste sein, was anderen elektronischen Musiker über den Weg laufen kann. »Exai« besitzt als deren elftes Album in 20 Jahren noch immer mehr Virtuosität, Variationsreichtum, Radikalität und Kick-Ass-Potential als der Rest da draußen. Es ist ein verdammtes Monstrum. Die Klangmanipulation: subversiv. Die Komposition: komplex. Der Groove: ein Brett zwischen die Beine und dann ins Gesicht. Und bei allem doch irgendwie tanzbar in den dunkelsten Tiefen des Funk und Hip Hop, auch wenn die Familienpackung Schlangensalbe immer mitgeführt werden sollte. Jens Pacholsky
 

Betty Ford Boys - Leaders Of The Brew SchoolFind it at hhv.de: 2LP | CD Ohne es zu wissen, ist diese Platte angetreten, die Beatmacher dieser Welt endlich und endgültig auch im Mainstream als gleichwertige Protagonisten neben den MCs im wohlverdienten Rampenlicht zu positionieren. »Leaders Of The Brew School« ist eine in sich stringente Platte, die die individuellen Stärken der Betty Ford Boys vereint und jegliche Zweifel, die solche eine Supergroup mit sich bringt, in Luft auflöst. Andreas Peters
 

Bill Callahan - Dream RiverFind it at hhv.de: LP »The only words I said today are ›beer‹ and ›thank you‹«, singt Bill Callahan und nimmt sich unverschämt viel Zeit auf seiner »Dream River« betitelten fünften Studioplatte unter bürgerlichen Namen. Fernab von Selbtmitleid und mit einer erfrischenden Unlust an der Maskerade der Popmusik teilzunehmen, singt Bill Callahan Lieder, die so etwas wie Spirituals des neuen Jahrhunderts sind – wo es schon lange keinen Gott, schon gar keine esoterische Ausflüchte, sondern nur das stetige Hauen des Steins, das langsame Herausschälen von musikalischen Skulpturen, die sich selbst genug sind, gibt. Die Schönheit, die in dieser Zeitlosigkeit liegt, klingt dann so: »Time itself means nothing / But time spent with you« und so beendet Bill Callahan dieses Meisterwerk mit den passenden Worten: »Oh I have learned when things are beautiful / To just keep on, just keep on«. John Luas
 

Blood Orange - Cupid DeluxeFind it at hhv.de: 2LP »Cupid Deluxe« bietet sich an, der Soundtrack für einen Soft-Porno zu sein, der auf extra kitschig gemacht ist und in dem alles strahlt und glitzert, wie bei Nicole Kidman und Robbie Williams in ihrer Winterhütte. Dev Hynes hat mit seinem zweiten Album als Blood Orange endgültig zu seinem Sound gefunden; einen Sound, den so sonst keiner dieses Jahr gemacht hat: 80er-Glam-Rock trifft 80er-Glam-Disco trifft 80er-Glam-Pop. Hauptsache 1980er und Glamour. Und R&B. Philipp Kunze
 

Bonobo_The North Borders:CoverFind it at hhv.de: 7×10inch+CD | 2LP | CD Die Qualitäten von Bonobos Musik liegen in harmonischen instrumentalen Arrangements und einer träumerischen, aber nichtsdestotrotz treibenden und mitreißenden Charakteristik. Und auch wenn Simon Green auf »The North Borders« stellenweise mehr von UK Bass und House inspiriert ist als zuvor, vermittelt er weiterhin ein Gefühl von Sehnsucht und Melancholie, welches den Zuhörer involviert und einbezieht. Dazu trägt natürlich ebenso die vokale Unterstützung u.a. von Erykah Badu und Grey Reverend bei. Henning Koch
 

daft punk random access coverFind it at hhv.de: 2LP | CD Dass Daft Punk bis heute nicht nur relevant, sondern stilbildend sind, hat die Veröffentlichung von »Random Access Memories« abermals bewiesen. Kollaborationen, die auf dem Papier zunächst unvereinbar oder zum Scheitern verurteil erscheinen, gelingen beim großen Comeback mit Leichtigkeit. Keinen Flop zu landen ist aber noch lange kein Erfolg: dafür sorgten Daft Punk & Friends mit ihren Songs, die in den kommenden Jahren wie eine vergangene Liebe in unseren Ohren nachhallen werden. Patrick Cavaleiro
 

dean blunt redeemerFind it at hhv.de: LP »The Redeemer« macht glücklich, weil Dean Blunt endlich, endlich dort angekommen ist, wo man ihn zu Hype Williams-Zeiten schon haben wollte: im Pop. Nun ist The Redeemer en gros immer noch ein Sketchbook, auf dem Blunt weiterhin zitiert und anreißt ohne Ende, seine Musik ist mittlerweile aber keine bewusste Irritation mehr, sondern eine wunderbar hinterfotzige Dekonstruktion gängiger Songwriting-Muster, deren Grammatik er aber jetzt ganz anders nutzt. Das mag jetzt mancher als Euphemismus für Hipster-Pop missverstehen, ist aber eigentlich als großes Kompliment für ein tolles, weil unglaublich eigenständiges Album gemeint Florian Aigner
 

Dirty Beaches Drifters / Love Is The DevilFind it at hhv.de: 2LP Alex Hung-Tai schreibt Lieder von der Straße, für die Straße, für das Unterwegs – Melodien den Rastlosen und Heimatsuchenden. Sowohl konzeptionell als auch soundtechnisch zeigt er sich mit dem Doppelalbum »Drifters / Love Is The Devil« dabei so vielschichtig wie noch nie zuvor. Der nüchterne, elliptische Ritt durch die Genres ist dabei stets der Suche nach der eigenen verschütt gegangenen Naivität, nach der eigenen Kindheit, nach der Sorglosigkeit und dem vertrauten Ort, gewidmet. Der musikalische Fluchtpunkt bleibt so stets der Minimalismus und die Reduktion des Pop-Songs. Aus den No-Direction-Home-Herumtreibern ist eine herumirrende Generation geworden, die eigentlich immer überall sein will und das auch kann. Dirty Beaches schreibt dieser Generation die Hymnen und tauscht dabei die Wandergitarre mit einem desorientierten, reichen Soundlandschaft und die Sehnsucht nach politischer Veränderung mit der Sehnsucht nach tiefer Liebe. John Luas
 

DJ Rashad – Double CupFind it at hhv.de: 2LP DJ Rashad ist die Personifizierung von BPM-Zahlen jenseits der 130er Marke. Normalerweise. Für »Double Cup« hat die Footwork-Legende die Maschine gedrosselt und so kann der Hörer folgen, wenn es durch Jungle, House, Acid und R&B-Samples geht. Dazu gesellen sich Einflüsse aus UK-Bass. Produzenten aus dem UK haben im vergangenen Jahr vermehrt Footwork-Einflüsse in ihr Schaffen einfließen lassen, Rashad wiederum bedient sich nun also der britischen Club-Musik. So klingt ein gelungener, organischer Austausch! Philipp Kunze
 

Donato Dozzy - Plays Bee Mask Bei der vielschichtigen Komposition »Vaporware« von Bee Mask kamen dem italienischen Produzenten und DJ Donato Dozzy offensichtlich dermaßen viele Ideen, dass ein Remix nicht ausreichte. Stattdessen sind es gleich sieben geworden, welche die facettenreichen Stimmungen und Harmonien des Originals erforschen, sezieren und erweitern. Das heißt sieben Mal 1990er Ambient voll farbenfroher, verspielter und glasklarer Synthesizersequenzen, die man auf »Plays Bee Mask« perfekt ausformuliert und ausbalanciert hört. Jens Pacholsky
 

doppelgangaz harkFind it at hhv.de: 2LP | CD The Doppelgangaz machen einfach ihr Ding und folgen ihren etablierten Schemen. Das muss mittlerweile wahrscheinlich nicht mehr großartig erläutert werden, haben sie sich in diesen Gefilden doch eine sehr treue Fanbase aufgebaut. »HARK« ist ein Paradebeispiel für ihren typischen dreckigen Sound und fügt sich stimmig in die Discographie ein. Der ein oder andere mag vermuten, dass das irgendwann langweilig wird. Jedoch macht es nach wie vor sehr viel Spaß, ihren abstrusen Geschichten zuzuhören und dazu mit dem Kopf zu nicken. Die zwei schaffen es, eine Schnittstelle aus hartem und eingängigem Sound zu finden. Julia Losert
 

drake nothing was the same coverFind it at hhv.de: 2LP | CD Ein, zwei Punkte noch, dann darf Drake meinetwegen tatsächlich unwidersprochen verkünden, sein Leben sei eine abgehakte Checkliste. Auf dem Weg zum unwiderlegbaren Klassiker fehlen da vielleicht noch ein gelungenens Artwork und kreative Videoveröffentlichungen. Schließlich definiert sich ein Künstler in der Kategorie Drake anno 2013 über mehr als die musikalische Qualität, die auf »Nothing Was The Same« zumindest nicht einbüßt gegenüber den Vorgängern. Manche interpretieren da sogar mehr. Wir wollen uns nicht entscheiden, aber Drake liegt uns trotzdem sehr am Herzen. Paul Okraj
 

Earl Sweatshirt - DorisFind it at hhv.de: CD
Musikalisch hatten andere Veröffentlichungen dieses Jahr deutlich mehr zu bieten. Wenn wir über Rap-Skills reden allerdings, führt kein Weg an Earl Sweatshirts »Doris« vorbei. Doch auch inhaltlich stellt das Album ein Jahreshighlight: Wie der einstige Pausenclown auf »Chum« sein Seelenleben offenlegt ist beeindruckend. »I’m indecisive, I’m scatterbrained and I’m frightened, it’s evident« oder »too black for the white kids and too white for the blacks« heißt es da. Wenn Earl dann zu einem späteren Zeitpunkt gemeinsam mit RZA die Sommersprossen von deiner Bitch fickt, ist das, was mit Ambivalenz noch unzureichend beschrieben ist, auf den Punkt gebracht und der wüste Ritt perfekt. Philipp Kunze

FKA Twigs - EP2Find it at hhv.de: 12inch Während die Kollegen nur noch den besseren Soundtrack für Geburtsdokumentationen im öffentlich-rechtlichen Fernsehen liefern, rettet FKA Twigs mal eben TripHop. Zumindest verspricht sie das mit ihrer zweiten EP. Die Rhythmen klackern, die Beats sitzen und über all dem die Stimme der Dame aus London. Es sind gerade einmal vier Tracks. Doch jeder Song steckt so ziemlich alles andere aus den letzten Jahren in die Tasche, was sich in dem gleichen Spannungsfeld wie FKA Twigs bewegte. Versprochen. Björn Bischoff
 

Forest Swords - EngravingsFind it at hhv.de: 2LP | CD Eines der Alben des Jahres kommt aus dem britischen Loch Wirral, in dem Forest Swords nach längerer Pause endlich wieder seinen eskapistischen, mit nichts da draußen ernsthaft zu vergleichenden Dubs frönt. »Engravings« ist sein erstes Album in voller Länge, die Scheu vor Beats im traditionellen Sinne hat er abgelegt und als Referenz für das was er tut könnte man eventuell seinen Labelmate Holy Other heranziehen, wobei auch dieser Vergleich Forest Swords nicht ansatzweise gerecht wird. Morricone Gitarren clashen wie schon auf der mittlerweile Klassikerstatus besitzenden EP Dagger Paths mit Lee Pery Basslines, Burial’sches Pitchshifting verwischt die Grenze zwischen Sampling und herrkömmlichem Gesang, die Grundstimmung ist trist und dennoch auf transzendente Art lebensbejahend, Forest Swords zitiert nicht, er kreiert. Florian Aigner
 

Foxygen -  We Are The 21st Century Ambassadors Of Peace & MagicFind it at hhv.de: LP Das Psychedelic-Rock-Revival geht in die nächste Runde und erreicht mit Foxygens zweitem Album nach Tame Impalas »Lonerism« einen neuen Höhepunkt. Deutlich von den Birds, den frühen Stones und den Kinks beeinflusst, ergehen Foxygen sich nicht einfach in nostalgischem Plagiat, sondern haben stets ein überdeutliches Augenzwinkern, eine modernere Klangpalette und einen campy, jedoch unkitschigen Blick auf die Musikgeschichte mit im Gepäck. Daneben besteht das Album schlichtweg aus tollen Songs. Martin Silbermann
 

Gerard - Blausicht Find it at hhv.de: LP+CD | CD Gerards verschwommene »Blausicht« war nicht bloß eine längst überfällige Standortbestimmung der heutigen Jugend, Nicht bloß eine kryptisch-krönende Halbsatz-Hommage an die schimmernde Hoffnung im Pfuhl der Möglichkeiten, sondern vor allem das musikalisch wohl relevanteste Deutschrap-Release seit Langem. DJ Stickles und NVIE Mothos Cloud-Rap-Collagen trugen die detaillierten Erzählungen hinauf zu breitbildlichen Identifikationsflächen und »Vielleicht« wurde zu einem anderen Wort für »Freiheit«. Fionn Birr
 

Ghostface Killah & Adrian Younge - Twelve Reasons To Die LPFind it at hhv.de: LP | CD Ich stehe auf Rap, Comics und Filme. Und was machen Ghostface Killah & Adrian Younge? Ein Rap-Konzeptalbum, das vom Cover über die Lyrics bis zur Instrumentierung eine B-Movie-Ästhetik featured – und diesem Anspruch gerecht wird. Parallel dazu gibt’s eine Comic-Serie. »Twelve Reasons To Die« ist ein transmediales Produkt, das Trash in Hochglanz präsentiert, was möglicherweise nur ein Quentin Tarantino besser hinbekommt – und nebenbei das beste Wu Tang-Album seit ganz langem. Christian Neubert
 

Gregory Porter - Liquid SpiritFind it at hhv.de: 2LP | CD Das dritte Album von Gregory Porter ist der bisher persönlichste Einblick in die Gefühlswelt des schüchternen Kaliforniers. Gegen die immer eine Nuance zu verlegenen Arrangements tritt Porters virtuoser Bariton mühelos an und windet sich durch dominante Jazzharmonien über bloße Soul- und-Blues Strukturen. Dabei steht die unverwechselbar klare Stimme im Vordergrund, die im Vocaljazz durch ihre vollkommene Wärme so einzigartig scheint. »Liquid Spirit« ist erfrischend altmodisch, denn es biedert sich keinem breiten Poppublikum an. Tim Tschentscher
 

hade chicagoFind it at hhv.de: LP Ihre Musik klingt so, wie ihr Plattenlabel heißt: Melting Pot Music. Hade + DWFL schmeißen hypnotisierende Drumpatterns, böse Bässe und Hip Hop-Samples in einen Schmelztiegel und erschaffen etwas, das ganz eigen klingt. Durch die vielen Vocalschnipsel hier und da vergisst man schnell, dass »The Healthiest Man In Chicago« eigentlich ein reines Instrumentalalbum ist. Man möchte zu dieser Musik wild tanzen und völlig ausrasten. Oder sie im Auto laut aufdrehen und auf der linken Spur über die A3 rasen. Oder sich einfach zuhause hinsetzen und freuen, dass diese kleine, aber feine Platte aus so vielen Einflüssen entstanden ist und trotzdem wie aus einem Guss klingt. Julia Losert
 

The heliocentrics - Collatoral Damage EP Auf der »Collateral Damage EP« zelebrieren The Heliocentrics Jazz-Rock voller Dramatik und Suspense. Intensiv und mitreißend bewegt sich die EP, irgendwo zwischen Henry Mancini, The Cinematic Orchestra, Can und Weather Report wandelnd, in eine Richtung zwischen James Bond und Edgar Wallace. Die Spannung erfährt über die drei Tracks hinweg nie eine Auflösung. Auf diese Weise verdichtet liefern die Heliocentrics hier den Soundtrack zum Heads Up der Pokerrunde. Christian Neubert
 

Huerco S - Colonial PatternsFind it at hhv.de: 2LP Ein großer Wurf gelang auch Huerco S, jenem seit einem guten Jahr äußerst umtriebigen Kerl also, der direkt mit seiner ersten Single auf Future Times bereits auf die Aufnahme im Techno-Kanon der letzten fünf Jahre spekulieren darf. »Colonial Patterns« heißt sein Debütalbum, welches perfekt die Brücke schlägt zwischen der Future Times’schen Unverkrampftheit, dem Mittelfinger-Duktus von L.I.E.S., der Unberechenbarkeit von Opal Tapes und dem PAN’schen Avantgardismus. Man kann das auch anders zusammenfassen und nur das Adjektiv essentiell gebrauchen. Florian Aigner
 

J-Zone - Peter Pan SyndromeFind it at hhv.de: 2LP | Tape | CD
J-Zones »Peter Pan Syndrome« bewies, was wir alle immer befürchtet haben: Erwachsensein ist eine schreckliche, unbedingt zu verhindernde Angelegenheit. Das Comeback des 37-Jährigen Trashtalk-Philosophen war so überraschend zeitlos, schlagzeug-scheppernd-kreativ und bissig, dass der präsidiale Buisnessman-Habitus von Rap-Renter-Kollege Jigga auf »M.C.H.G.« dagegen wie ein bocksteifer Anpassungsversuch wirkte. »Fuck rap, I went and learned to the play drums/cause’ rap got overrun by coonery and bums«. Stimmt! Fionn Birr
 

James Blake - OvergrownFind it at hhv.de: 2LP | CD James Blake meistert das schwierige Unterfangen, an die großen Erwartungshaltungen anschließen zu können, die auf sein vielbeachtetes Debütalbum gefolgt sind. Dies äußert sich v.a. in einer musikalischen Eleganz und Zurückhaltung, welche sich bereits in der Wahl des Albumtitels »Overgrown« widerspiegelt. Somit hat er sich sowohl technisch und kompositorisch als auch stimmlich weiterentwickeln können und ist über sich hinausgewachsen, ohne dabei pompös oder überambitioniert zu klingen. Henning Koch
 

Hier geht’s zum 1. Teil der 50 Alben des Jahres 2013

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Records Revisited
Prefab Sprout – Steve McQueen (1985)
Eigentlich wollte Paddy McAloon Priester werden, Menschen von den Worten Gottes berichten. Stattdessen gründete er eine Band. 1985 veröffentlichten Prefab Sprout »Steve McQueen«, das wahrscheinlich schönste Popalbum der Achtziger Jahre.
Music Porträt
upsammy
Das Kleine im Großen
Die Niederländerin Thessa Torsing hat unter dem Pseudonym upsammy in den letzten Jahren die gefragtesten Dancefloors bespielt. Aber auch ihre eigenen Soundproduktionen haben über transkontinentale Wege hinaus Gehör gefunden.
Music Interview
Gary Bartz
»Wir sehen die Realität nicht mehr«
Der Grammy-prämierte Sopransaxophonist Gary Bartz stand mit Miles Davis, Art Blakey und Max Roach auf der Bühne. Jetzt hat er mit der britischen Band Maisha eine Platte aufgenommen – und Neues entdeckt.
Music Kolumne
Records Revisited
Quasimoto – The Unseen (2000)
Vor zwanzig Jahren schloss sich Madlib in den Keller von Peanut Butter Wolf ein und kam als gelbes Alien mit Schweineschnauze raus. Lord Quas war geboren und »The Unseen« hat das Character Design im Hip-Hop auf eine neue Stufe gehoben.
Music Porträt
Dekmantel
Unendliche Ferien
Seit über zehn Jahren löst Dekmantel aus Amsterdam als Label, Festival und Veranstalter die Quadratur des Kreises: Innovation und Untergrund mit Qualität zu verbinden. Ein Ende? Auch in Krisenzeiten nicht in Sicht.
Music Liste
Rafael Anton Irisarri
10 All Time Favs
Ambient? Vielleicht. Aber mit Splittern von Metal, Neo-Klassik und anderem. Rafael Anton Irisarri malt mit dickem Pinselstrich überwältigende Klanggemälde. Für uns hat der US-amerikanische Komponist seine Einflüsse offengelegt.
Music Interview
Eloquent & Knowsum
Jaylib auf LSD
Eloquent und Knowsum, das ist eine Liason, die sich angedeutet hat. »JLALSD« heißt das gemeinsame Album. Das Akronym steht für Jaylib auf LSD. Wir sprachen mit beiden über ihre Zusammenarbeit, »Champion Sound« und das Streben nach Glück.
Music Porträt
Motohiko Hamase
Gemeinsam mit der Welt allein
Motohiko Hamase beendete seine Karriere in der Jazz-Szene Japans so schnell, wie sie begonnen hat. In einem Zeitraum von knapp einem Jahrzehnt veröffentlichte er fünf Alben mit ausgesprochen wundersamer Musik. Ein Porträt.
Music Porträt
Kaitlyn Aurelia Smith
Freundlichkeit durch Klang verbreiten
Ihre Musik ist wie ein langer, ruhiger Fluss aus Strom: Kaitlyn Aurelia Smith macht mit Synthesizern und Stimme Musik, die mehr auf Entspannung als auf Anspannung setzt. Ihr neues Album erweitert diesen Weg durch Körperbewegungen.
Music Porträt
Muriel Grossmann
Abstraktion mit Blick aufs Meer
Die Saxofonistin Muriel Grossmann kommt auf den Balearen zur Abstraktion, reitet mit Hard Bop die Wellen und bringt sogar Milliardäre aus der Fassung. Wer ist die heimliche Pionierin des spirituellen Revivals?
Music Porträt
Roza Terenzi
Rave in der Zeitkapsel
Roza Terenzi stellt die Dance-Vergangenheit auf den Kopf und bürstet mit Jungle-Breaks und Eso-Techno drüber. Auf ihrem Debütalbum »Modern Bliss« landet sie endlich in der Zukunft.
Music Kolumne
Aigners Inventur
Mai & Juni 2020
Befreit sich von kaukasischer Clumsiness, hat Tiktok verstanden, züchtet Sauerteig und checkt’s einfach: Aigners Inventur im Lockdown. Verstörender Scheiß für verstörende Zeiten.
Music Porträt
Soviet Grail
Kollektives Gedächtnis
Zwischen Jazz-Experimenten, elektronischem Sowjetbrutalismus und psychdedlischem Underground gräbt Sergey Klimov nach Schätzen, für die Musiker im Gefängnis landeten. Mit Soviet Grail begibt er sich in die sowjetische Musikvergangenheit.
Music Liste
ADULT.
10 All Time Favs
Seit mehr als 20 Jahren machen ADULT. nun Musik. Und sie haben noch immer keinen Bock auf simple Zuschreibungen, Sonnenlicht, Selbsttäuschungen. Dafür hatten sie Bock uns Schallplatten zu nennen, die sie geformt, gebessert, gebildet haben.
Music Interview
Quelle Chris
Das Chaos akzeptieren
Er ist der produktivste Sonderling des Rap-Undergrounds. Und er hat einen Lauf. Mit »Innocent Country 2« macht Quelle Chris dort weiter, wo er mit »Guns« aufgehört hat – und begegnet der Hoffnungslosigkeit mit positiver Angst.
Music Liste
Peaking Lights
10 All Time Favs
In diesen Tagen erscheint auf Dekmantel das neue Album »E S C A P E« der Peaking Lights. Wir hatten die Gelegenheit Aaron Coyes und Indra Dunis nach 10 Schallplatten zu fragen, die sie geformt, gebessert und gebildet haben.
Music Kolumne
Records Revisited
Mobb Deep – The Infamous (1995)
1995 zieht sich Hip-Hop die Kapuze ins Gesicht – Mobb Deep bringen mit »The Infamous« den Hardcore nach New York City und zerschießen die Szene ohne Hoffnung auf ein Morgen.
Music Kolumne
Records Revisited
Hiroshi Yoshimura – Green (1986)
»Green« von Hiroshi Yoshimura ist ein Meilenstein der japanischen »kankyō ongaku«. Besser gesagt ein Meilenstein des Ambient überhaupt: Kein anderes Album legte dermaßen schonungslos offen, dass es sich bei ihm um eine Simulation handelte.
Music Kolumne
Vinyl-Sprechstunde
Yves Tumor – Heaven To A Tortured Mind
Zuerst war die Euphorie groß: Yves Tumor bringt eine neue Schallplatte raus! Dann stellte sich Ernüchterung ein. Was tun als Fan, wenn der neue Release eines geliebten Musikers enttäuscht? Nur eine Frage in der neuen Vinyl-Sprechstunde.
Music Kolumne
Records Revisited
Nightmares On Wax – Smokers Delight (1995)
Hip-Hop ohne Rap: Mit »Smoker’s Delight« brach für Nightmares On Wax eine neue Ära an. Zum Soloprojekt von George Evelyn mutiert, war das zweite Album der Bleep-Pioniere der Auftakt für geloopte Entspannungspolitik mit Langzeitwirkung.
Music Porträt
Patricia Kokett
Teil seiner eigenen Bewegung
Patricia Kokett vermischt Rave mit Mystizismus, futuristischen Industrial mit schamanistischem Rauschen. Der Litauer Gediminas Jakubka, der sich auf der Bühne in Patricia verwandelt, balanciert zwischen Grenzen. Ein Orientierungsversuch.
Music Liste
Jeff Parker
10 All Time Favs
Jeff Parker ist kein Neuling. Und dennoch meint man, er starte gerade erst durch. Jetzt ist sein Album »Suite for Max Brown« erschienen. Also haben wir ihn gebeten 10 Schallplatten zu nennen, die ihn geformt, gebessert und gebildet haben.
Music Kolumne
Records Revisited
Miles Davis – Bitches Brew (1970)
Raus aus dem Jazzkeller, rauf auf die Rockbühnen – mit »Bitches Brew« wurde Miles Davis zu »Electric Miles« und braute den psychedelischen Trunk für alle, die nicht wussten, dass sie Jazz geil finden.
Music Kolumne
Records Revisited
Ol Dirty Bastard – Return To The 36 Chambers (1995)
1993 begann eine Erfolgsgeschichte. Mit »Enter The Wu-Tang (36 Chambers)« produzierte der Wu-Tang Clan einen Meilenstein und nachfolgend zahlreiche Klassiker des Genres. Darunter: »Return To The 36 Chambers« von Ol‘ Dirty Bastard.
Music Kolumne
Records Revisited
Depeche Mode – Violator (1990)
Das siebente Studioalbum von Depeche Mode ist die perfekte Verbindung von Experiment und Pop, Elektronik und Rock. Eigentlich hätte es aber auch ganz anders ausgehen können.